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Nachrichten

11.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:44

Nachrichten von Mittwoch, 11. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Tsipras wirft Deutschland "Trickserei" bei Reparationen vor:

Das griechische Parlament will erneut Reparationsforderungen an Deutschland prüfen. Ministerpräsident Alexis Tsipras sagte, es gehe um milliardenschwere Ausgleichszahlungen für erlittenes Unrecht während des Zweiten Weltkriegs. Die deutsche Regierung habe bisher - so wörtlich - "mit Schweigen, juristischen Tricks und Verzögerung" reagiert. Deutschland hatte die Forderungen aus Athen mehrfach zurückgewiesen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte seinem griechischen Kollegen im vergangenen Monat, alle Reparationsfragen seien rechtlich abgeschlossen. An diesem Mittwoch nimmt Griechenland erstmals seit dem Antritt der neuen Regierung wieder Gespräche mit der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfonds auf. Bei dem Treffen in Brüssel soll über Reformen beraten werden, die das Land zugesagt hat, um weitere finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Fukushima-Gedenken in Japan:

Japan hat an die Opfer der Erdbeben- und Atomkatastrophe vor vier Jahren erinnert. Bewohner der Region, die damals von einer Tsunami-Flutwelle überspült wurde, beteten für die fast 19.000 Toten. Bei einer Veranstaltung in Tokio hat auch Kaiser Akihito der Opfer gedacht. In der Hauptstadt wehen die Flaggen auf Halbmast. 2011 war es im Atomkraftwerk Fukushima nach einem schweren Erdbeben zu einer Kernschmelze gekommen. Der Betreiber des Kraftwerks kämpft weiter mit den Folgen des Unglücks. Zehntausende Menschen wohnen noch immer in Behelfsunterkünften.

Freispruch für Berlusconi im Ruby-Prozess bestätigt:

Der italienische Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi ist im Prozess um die sogenannte Ruby-Affäre endgültig freigesprochen worden. Das oberste Gericht bestätigte nach neunstündigen Beratungen das Urteil in letzter Instanz. Dem 78-Jährigen war Sex mit Minderjährigen und Amtsmissbrauch vorgeworfen worden. 2013 wurde Berlusconi in erster Instanz zu sieben Jahren Haft verurteilt. Zudem wurde ihm lebenslang verboten, öffentliche Ämter zu bekleiden. Im vergangenen Jahr sprach ihn ein Mailänder Berufungsgericht überraschend frei und erklärte, er habe zwar Sex mit einer 17-jährigen gehabt, jedoch nicht gewusst, dass sie minderjährig gewesen sei. Auch nach dem jüngsten Freispruch ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter wegen des Verdachts der Zeugenbestechung. Berlusconi soll junge Frauen, die an "Bunga-Bunga-Partys" teilgenommen hatten, für Aussagen zu seinen Gunsten bezahlt haben.

Hillary Clinton räumt Fehler im Umgang mit E-Mails ein:

Hillary Clinton hat Fehler im Umgang mit ihren E-Mails in ihrer Amtszeit als US-Außenministerin eingeräumt. Statt eines privaten E-Mail-Kontos hätte sie besser das der Regierung und ein separates Mobiltelefon nutzen sollen, sagte Clinton. Vertrauliche Informationen habe sie aber an niemanden per elektronischer Post verschickt. Hintergrund sind Vorwürfe, dass Clinton entgegen allen Gepflogenheiten nur eine private E-Mail-Adresse für dienstliche Aufgaben nutzte und den Schriftverkehr entgegen gesetzlicher Regelungen nicht dem Bundesarchiv übergab. Clinton gilt als aussichtsreiche Kandidatin der Demokraten für die Präsidentenwahl 2016. Die Republikaner werfen der früheren First Lady Geheimniskrämerei vor. Clinton versicherte, sie habe die Richtlinien der Regierung für den offiziellen E-Mail-Verkehr "voll eingehalten". Ihr privater Server sei vor Hackerangriffen geschützt gewesen. Das State Department will rund 55.000 Seiten mit offiziellen E-Mails Clintons überprüfen und demnächst öffentlich machen.

Weißer US-Polizist erschießt nackten Schwarzen in Atlanta:

Ein weißer Polizist hat bei Atlanta im US-Bundesstaat Georgia einen nackten Afro-Amerikaner erschossen, der möglicherweise geistig verwirrt war. Ein Polizeisprecher sagte, der 27-Jährige habe in einer Wohngegend an Türen geklopft und sei nackt auf einem Parkplatz herumgekrochen. Als die Polizei eintraf, sei er auf einen Polizisten zugelaufen, der dann zwei Schüsse abfeuerte. Zuletzt hatten mehrere Fälle von tödlichen Schüssen auf Schwarze durch weiße Polizisten die USA erschüttert. Erst am Freitag war in Madison im Bundesstaat Wisconsin ein unbewaffneter 19-Jähriger erschossen worden, der einen Polizisten angegriffen haben soll. Am selben Tag tötete ein Polizist in Colorado einen auf Bewährung entlassenen 37-Jährigen, der seine elektronische Fußfessel abgeschnitten hatte. Aufsehen erregte im August die Erschießung des unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown in der Kleinstadt Ferguson. Das Verfahren gegen den weißen Polizisten wurde eingestellt.

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