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Nachrichten

11.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:57

Nachrichten von Dienstag, 11. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Die Weltbank will der finanziell angeschlagenen Ukraine in diesem Jahr mit zusätzlichen Hilfen von bis zu drei Milliarden Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Weltbank-Chef Jim Yong Kim sagte in Washington, die Regierung in Kiew solle bei den dringend notwendigen Reformen unterstützt werden, um die Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu führen. Das Geld muss noch vom Weltbank-Direktorium freigegeben werden. Die auf Entwicklungshilfe spezialisierte UN-Sonderorganisation erklärte, dass die Wirtschaft der Ukraine vor ernsten Herausforderungen stehe. Als vorrangige Ziele nannte sie die Stärkung des Bankwesens, die Reform des Energiesektors sowie die Bekämpfung von Korruption und Misswirtschaft. Die Ukraine steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Übergangsregierung beziffert den Bedarf an Finanzhilfen allein für dieses Jahr auf mindestens 15 Milliarden Dollar.

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Wegen der Spannungen in der Ukraine entsendet die NATO AWACS-Aufklärer nach Polen und Rumänien. Dies sei Teil der Bemühungen, "die Krise in der Ukraine zu beobachten", teilte ein Vertreter der Allianz nach einem Treffen des NATO-Rats mit. Die Flugzeuge starten demnach vom deutschen Geilenkirchen und vom britischen Waddington. Kurz vor der geplanten Volksabstimmung über einen Beitritt der Krim zu Russland hat das russische Militär seine Kontrolle über die Halbinsel ausgeweitet. Soldaten besetzten eine Raketenbasis und ein Militärkrankenhaus. Der UN-Sicherheitsrat beriet erneut über die angespannte Lage, doch auch die fünfte Krisensitzung in zehn Tagen blieb erfolglos. Der britische Premier Cameron sagte, mehrere EU-Vertreter wollten an diesem Dienstag in London eine Liste von 18 Personen zusammenstellen, denen Strafmaßnahmen drohten, sollte Russland seine Politik auf der Krim nicht ändern. Es sei wichtig, den Ereignissen in der Ukraine nicht blind zuzuschauen.

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Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einem Besuch in Estland eingetroffen, der ersten Station einer eintägigen Reise durchs Baltikum. Hauptthema sind die Auswirkungen der Krim-Krise. In Estland sowie den anderen beiden baltischen Staaten Lettland und Litauen besteht die Sorge, dass Moskau hier ebenfalls versuchen könnte, seinen Einflussbereich wieder auszudehnen. Steinmeier sagte nach seiner Ankunft in der estnischen Hauptstadt Tallinn, erforderlich seien "gemeinsame europäische Antworten". Die drei ehemaligen Sowjetrepubliken gehören zu den Befürwortern von harten Sanktionen gegen Russland. In den Hauptstädten Tallinn, Riga und Vilnius stehen für Steinmeier jeweils Gespräche mit den Staatspräsidenten und Außenministern auf dem Programm.

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Japan gedenkt an diesem Dienstag der Opfer der Tsunami-Katastrophe vor drei Jahren. In vielen Städten im Katastrophengebiet werden die Sirenen Tsunami-Alarm geben. Am 11. März 2011 löste ein schweres Erdbeben vor der japanischen Küste einen verheerenden Tsunami aus. Insgesamt wurden dabei mehr als 18.000 Menschen getötet. Das Atomkraftwerk von Fukushima wurde so schwer beschädigt, dass die Kühlanlagen ausfielen. In mehreren Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Große Mengen Radioaktivität traten aus; zehntausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Es handelt sich um das schwerste Atomunglück seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986. In Deutschland drängten Atomkraftgegner und Umweltverbände mit Blick auf Fukushima erneut auf eine Beschleunigung des Atomausstiegs, der bis 2022 geplant ist.

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Die malaysische Polizei hat einen der verdächtigen Passagiere an Bord der verschwundenen Maschine der Malaysia Airlines identifiziert. Es handle sich um einen 19-jährigen Iraner, der möglicherweise nach Deutschland weiterreisen wollte, sagte Polizeichef Khalid Abu Bakar. Der Mann, der mit einem der gestohlenen europäischen Pässe unterwegs war, habe einen Flug von Kuala Lumpur über Peking und Amsterdam nach Frankfurt am Main gebucht. Er glaube nicht, dass der Verdächtige zu irgendeiner Terrorgruppe gehöre. Derweil setzt China bei der Suche nach der seit Tagen verschollenen Maschine nun auch Satelliten ein. Dazu seien zehn Satelliten neu ausgerichtet worden, um die Suchaktion nach der mit 239 Menschen an Bord seit Samstag verschwundenen Boeing 777 zu unterstützen, meldet die Zeitung der Volksbefreiungsarmee. Fast zwei Drittel der 227 Passagiere waren Chinesen.

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