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Nachrichten

11.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Ein Jahr nach der Erdbebenkatastrophe gedenkt Japan der mehr als 19.000 Opfer und Vermissten. In einer landesweiten Schweigeminute erinnerten die Menschen an das Erdbeben und den Tsunami, die am 11. März 2011 in Fukushima den schwersten Reaktorunfall seit Tschernobyl auslösten. Fukushima wurde in den vergangenen Monaten auch zum Inbegriff von verstrahlten und verwaisten Regionen und für Versagen und Fehlinformationen von Regierung und Atomindustrie. Bei einer zentralen Trauerfeier im Nationaltheater von Tokio gedachte Kaiser Akihito und Ministerpräsident Yoshihiko Noda zusammen mit Angehörigen von Opfern der größten Katastrophe in Japan seit dem Zweiten Weltkrieg. Dabei erklang die Nationalhymne. In Tokio und anderen Städten demonstrierten Menschen für eine Abschaffung aller Atomkraftwerke. --- Auch in vielen Teilen Deutschlands machen Umweltschützer anlässlich des Jahrestags gegen die Nuklearenergie mobil.

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Machtwechsel in der Slowakei: Die sozialdemokratische Opposition hat die vorgezogenen Parlamentswahlen in dem Euro-Land klar gewonnen und löst die bisher regierende Mitte-Rechts-Koalition ab. Mit knapp 45 Prozent der Stimmen erreichte die Smer-Partei des früheren Ministerpräsidenten Robert Fico nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis eine absolute Mehrheit der Sitze im Parlament. Der Stimmenanteil reichte, weil zahlreiche Kleinparteien an der Fünfprozenthürde scheiterten. Die Parlamentswahl war notwendig geworden, weil Premierministerin Iveta Radicova im Oktober nur mit einem Rücktritt die Zustimmung der Opposition zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF erkaufen konnte.

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Bei einem Anschlag auf eine Busstation in der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind vier Menschen getötet und etwa 60 weitere verletzt worden. Von den Verletzten schwebten nach Angaben der Ärzte mehrere in Lebensgefahr. Die kenianische Polizei berichtete von einem Angriff mit Handgranaten und machte die radikalislamische Shabaab-Miliz aus dem Nachbarland Somalia dafür verantwortlich. - Die Shabaab-Miliz kontrolliert große Teile des Zentrums und Südens des bürgerkriegsgeplagten Somalia. Kenia hatte im Oktober Truppen über die Grenze geschickt, um gegen die Miliz vorzugehen, nachdem mutmaßliche Mitglieder der Bewegung Ausländer in Kenia entführt und nach Somalia verschleppt hatten.

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Israel hat nach palästinensischen Angaben die Luftangriffe im Gazastreifen auch in der Nacht zum Sonntag fortgesetzt. Die Zahl der Todesopfer der heftigsten Bombardements seit Monaten habe sich damit seit Freitag auf 16 erhöht, teilten Rettungskräfte nach dem Beschuss im Osten des Küstenstreifens mit. Die meisten Opfer gehörten zur Gruppe "Islamischer Dschihad". Radikale Palästinensergruppen hatten mit fast 100 Raketenangriffen auf israelisches Territorium reagiert. Auslöser der Gewaltwelle war die gezielte Tötung eines palästinensischen Extremistenkommandeurs durch einen israelischen Raketenangriff am Vortag.

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Die belgische Regierung hat weitere milliardenschwere Einsparungen angekündigt. Damit will sie sicherstellen, dass sie im laufenden Jahr nicht gegen die EU-Haushaltsvorgaben verstößt. Die Kürzungen sollen sich auf 1,82 Milliarden Euro belaufen, wie die Regierung nach einwöchigen Verhandlungen der Sechs-Parteien-Koalition mitteilte. Außerdem werden Ausgaben über 650 Millionen Euro eingefroren für den Fall, dass eine schwache Wirtschaftsentwicklung zusätzliche Einsparungen nötig macht. Zum Amtsantritt am Jahresende hatte die Regierung in Brüssel bereits ein 11,3 Milliarden Euro umfassendes Sparpaket vorgelegt. Dazu gehören eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie eine Erhöhung der Steuer auf Firmenwagen.

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