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Nachrichten

11.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat im US-Bundesstaat New Hampshire die zweite Runde des Vorwahlkampfs für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner gewonnen. Nach Auszählung von mehr als 80 Prozent der Stimmen kam Romney auf rund 38 Prozent der Stimmen. Auf den Zweitplatzierten, Ron Paul, entfielen 23 Prozent. Dritter wurde mit knapp 17 Prozent Jon Huntsman. In seiner Siegesrede griff Romney Präsident Obama scharf an. Erst seien Obama die Ideen ausgegangen und nun die Ausreden. Bei der Präsidentenwahl im November gehe es "um die Seele Amerikas". Romney hatte bereits die erste Runde in Iowa gewonnen und gilt auch bei den nächsten Vorwahlen in South Carolina und in Florida als Favorit. Sollte er auch hier gewinnen, dürfte ihm die Präsidentschaftskandidatur kaum noch zu nehmen sein. Allerdings machten alle sechs Konkurrenten klar, dass sie noch nicht ans Aufgeben denken.

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Die Lage in Syrien hat sich nach UN-Angaben auch nach Eintreffen der Beobachtermission der Arabischen Liga nicht verbessert. Im Durchschnitt habe es in den vergangenen zehn Tagen 40 Tote gegeben, sagte die Untergeneralsekretärin für politische Angelegenheiten, Lynn Pascoe, im UN-Sicherheitsrat in New York. Diese Rate sei deutlich höher als die vor dem Eintreffen der Beobachter, ergänzte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Susan Rice. Das US-Außenministerium hatte zuvor die Rede von Syriens Präsident Baschar al-Assad kritisiert, in der er Terroristen für die Unruhen in seinem Land verantwortlich gemacht hatte, deren Drahtzieher im Ausland säßen. Das Leugnen jeglicher Verantwortung für die Proteste zeige, dass Assad nicht der Richtige sei, um Syrien in die Demokratie zu führen, sagte Außenamtssprecherin Victoria Nuland.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt im Kanzleramt in Berlin den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zu Gesprächen über die Finanzkrise in der Eurozone. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert sollen auch andere internationale Themen und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa behandelt werden. In einem Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt" warnte Monti vor anti-europäischen Protesten in seinem Land, sollten sich in absehbarer Zeit keine Erfolge der Spar- und Reformmaßnahem einstellen. Die Proteste würden sich auch gegen Deutschland richten, das als Anführer der EU-Intoleranz gelte. Monti forderte zudem eine größere Rolle für Italien in der EU. Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy würden einen schweren Fehler machen, wenn sie glaubten, sie könnten die EU alleine meistern. Europa habe mehrere Zentren und Italien sei eines davon.

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Der bisherige Vertreter Israels bei der Europäischen Union und der NATO, Jaakov Hadas-Handelsman, wird neuer Botschafter Israels in Deutschland. Das entschied der Oberste Ernennungsausschuss des Außenministeriums in Jerusalem. Das teilte das Ministerium auf der Internetseite der diplomatischen Vertretung in Deutschland mit. Die Ernennung muss noch vom israelischen Kabinett bestätigt werden. Hadas-Handelsman tritt die Nachfolge von Botschafter Joram Ben-Zeev an, der Berlin bereits im vergangenen Sommer verlassen hat. Der Posten war länger vakant, weil sich der israelische Außenminister Avigdor Lieberman mit der Ernennung einer Parteifreundin nicht hatte durchsetzen können.

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Patienten müssen sich deutschlandweit auf einen Streik der Ärzte an den rund 600 kommunalen Krankenhäusern einstellen. Die große Tarifkommission der Ärztevereinigung Marburger Bund beschloss am Dienstag einen unbefristeten Vollstreik ab dem 26. Januar. Eine Notversorgung soll aber in jeder Klinik garantiert werden. Zuvor hatten sich fast 93 Prozent der Mitglieder für Arbeitskampfmaßnahmen ausgesprochen. Der Marburger Bund fordert für die etwa 50.000 Ärzte Einkommenssteigerungen von sechs Prozent. Die Arbeitgeber hatten zuletzt knapp 1,5 Prozent geboten.

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Der Präsident von Nicaragua, Daniel Ortega, ist für eine dritte Amtszeit vereidigt worden. Der ehemalige sandinistische Guerillero legte in Managua vor rund 8.000 Zuschauern den Amtseid ab. Unter den Gästen waren die Präsidenten aller anderen mittelamerikanischen Länder und der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Bei der Wahl im November hatte der 66-jährige Ortega nach offiziellen Angaben 62 Prozent der Stimmen erzielt. Die Oppositionsparteien warfen ihm Wahlbetrug vor und dass er zum Präsidenten auf Lebenszeit werden wolle. Der Oberste Gerichtshof hatte zuvor entschieden, dass Ortega erneut zur Wahl antreten darf, obwohl die Verfassung des Landes eine weitere Amtszeit untersagt.

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