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Musik

11 überlebenswichtige Dinge fürs Wacken-Camping

Erfahrene Festivalgänger wissen: Auf den Campingplätzen darf man nicht zimperlich sein. Beim W:O:A kommt meistens noch der Matsch hinzu. Zelten auf Wacken heißt: So minimalistisch wie möglich leben. Das geht.

1. Gummistiefel

Machen wir uns nichts vor: Wer glaubt, er könne Wacken auch mal trockenen Fußes überstehen, der wird lernen müssen, dass dies seltenst der Fall ist. Regen und Schlamm gehören zum Festival dazu wie laute Gitarren und Metalheads. Vergesst eure Chucks und teuren Gothic-Schnürstiefel. Tragt Gummistiefel.

2. Regencape

Auch obenrum kann man getrost auf modischen Schnickschnack verzichten. Ohne wasserdichte Kutte wird man garantiert nass. Auch in diesem Jahr sollte man mit viel Wasser von oben rechnen, das ist nun mal so auf Wacken. In den Zelten ist es schwer, die Sachen zu trocknen - denn innen kann es recht feucht sein. Im festivaleigenen Wacken-Survival-Kit ("Full Metal Bag") steckt ein schwarzes Regencape mit Stierkopf-Emblem.

Metalfans mit Regencapes im strömenden Regen (picture-alliance/dpa/A. Heimken)

Mit dem richtigen Bierpegel merkt man das Wetter nicht mehr

3. Pavillon oder Shelter

Ein bisschen Luxus geht immer: Für wenige Euro gibt es im Baumarkt etwa 3 x 3 Meter große Party-Zelte. Verankert man die mit ordentlichen Heringen und starken Schnüren im Boden, kann man auch bei Dauerregen in Ruhe grillen und nebenbei noch sein undichtes Zelt schützen. Heftige Windböen halten sie nicht aus - sie fliegen gerne mal weg, nicht ohne mit ihren Stangen noch über das eine oder andere Auto zu schrammen. Daher lohnt sich für regelmäßige Festivalbesucher auch ein etwas robsteres Dach, das auch etwas mehr kostet.

4. Gaskocher, Pulverkaffee und Ravioli

Kulinarische Genüsse auf dem Campingplatz sind natürlich eher selten. Man packe eine kleine Tasche mit dem Nötigsten: einem Gaskocher, Pulverkaffee zum wach werden, Ravioli zum satt werden. Ganz Gewiefte bringen noch eine Pfanne mit, um darin Eier oder Pfannkuchen zu braten. Pfannkuchen-Tipp: Es gibt Flaschen mit Pulver, die man nur mit Milch befüllen muss. Einmal kräftig durchschütteln – und fertig ist der Teig.

5. Grill, Kohle und Bratwurst. Und Bier.

Ein herzhaftes Frühstück ist nie verkehrt, denn in der Regel gibt es schon zum Frühstück das erste Bier. Warum nicht gleich den Grill anwerfen? Ein paar Bratwürste gehen immer. Morgens, mittags und abends. Das gleiche gilt für das "Nationalgetränk" auf Wacken: Bier geht immer, deswegen bringt man es sich am besten gleich palettenweise mit.

6. Styroporkiste mit Eis

Zeltplatz in Wacken, Gras und Matsch, im Hintergrund Zelte und Menschen (Foto: dpa)

Schlamm ist egal, schließlich ist man zum Feiern hier

Für die Kühlung der Biervorräte hat sich dieser Kühlschrankersatz bestens bewährt. Denn auf den meisten Campingplätzen gibt es keinen Strom für eine Kühlbox. In einer Styroporbox, gut gefüllt mit Crushed Ice, können Getränke bis zu 72 Stunden gut gekühlt werden. Ein weiterer Tipp: Zuhause ein paar Tetrapacks mit billigem Eistee einfrieren, und ab in die Kühlbox damit. Die Kerntemperatur des gefrorenen Eistees ist niedriger als die von Wasser - so braucht er auch länger um wieder aufzutauen. Erfahrene Festivalbesucher sprechen von drei bis vier Tagen kaltem Bier. Grillgut sollte allerdings früher verspeist werden.

7. Wasserkanister

Schnell mal zwischendurch die Hände waschen? Oder kurz die Blechtasse ausspülen? Nach dem Aufwachen etwas Wasser ins Gesicht spritzen? Auf den Zeltplätzen muss man oft hunderte Meter bis zu den sanitären Einrichtungen zurücklegen - erhöhtes Matschvorkommen macht den Gang nicht unbedingt leichter. Für kleine Erledigungen ist ein 5 Liter Wasserkanister Gold wert.

8. Mülltüten für die Duschen

Unumstritten ist: Die Sanitäranlagen sind weitgehend sauber. Und das trotz Schlamm und Matsch! Täglich gehen Hundertschaften von Reinigungskräften durch Toiletten und Waschräume und putzen. Allerdings sind die Duschen sehr klein, kleiner als eine Telefonzelle. Man hat kaum eine Ablagemöglichkeit. Bewährt hat sich eine Mülltüte für die trockenen Sachen. Die kann man mit in die Kabine nehmen. Praktisch in den Duschen sind auch Badeschlappen oder Flip-Flops, da niemand verhindern kann, dass Schlamm und Matsch mit in die Duschen getragen werden.

Schild mit der Aufschrift Don't pee on the Holy Land (Foto: Mikko Stuebner)

Mehr als 1600 Toiletten und Urinale sollten solche Schilder überflüssig machen

9. Trockenshampoo

Sind die Schlangen vor den Duschen zu lang? Ist die Lust, den weiten Weg zur Dusche anzutreten, eher gering? Was macht man/frau gegen fettige und platte Haare? Einfach Trockenshampoo benutzen. Es plustert die Haare ein wenig auf, pudert den Fettfilm weg und riecht auch ganz gut.

10. Klopapier

Neben den "richtigen" Toiletten, die in der Regel mit ausreichend Papier versorgt werden, gibt es überall lange Reihen von Dixie-Klos. Diese Toiletten sind nicht jedermanns Sache, obwohl auch die jeden Tag geleert werden. Wer ein Dixie-Klo benutzt, sollte eigenes Klopapier mitnehmen.

11. Ohrenstöpsel

Auf den Campingplätzen herrscht keine Sperrstunde. Hier wird oft bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, während auf dem Festivalgelände gegen 3:00 morgens Ruhe einkehrt. Dieselgeneratoren knattern Tag und Nacht, damit auf dem Zeltplatz die Musik weitergehen kann. Sollte es doch mal still sein in der Nachbarschaft, schnarcht mit Sicherheit jemand laut. Wer da empfindlich ist, dem helfen nur noch Ohrenstöpsel.