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Langsam gesprochene Nachrichten

10.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 11:18

Nachrichten von Freitag, 10. November 2017 – langsam gesprochen als MP3

Trump: Asien darf nicht durch Nordkorea in "Geiselhaft" kommen:

US-Präsident Donald Trump hat beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) Nordkorea scharf attackiert. Asien dürfe nicht von einem "Diktator mit perversen Phantasien über gewaltsame Eroberung und atomare Erpressung in Geiselhaft genommen werden", sagte Trump in Da Hang in Vietnam. Das kommunistische Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die USA herausgefordert. Trump und Machthaber Kim Jong Un lieferten sich heftige Verbalgefechte. Trump lobte bei der APEC-Konferenz aber die Zusammenarbeit in der Region. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeige, was möglich sei, wenn die Menschen die Zukunft selbst in die Hand nähmen. Das Verhältnis zum Gastgeberland Vietnam, einem ehemaligen Kriegsgegner der USA, nannte er freundschaftlich.

 

Kataloniens Parlamentspräsidentin kann U-Haft gegen Kaution vermeiden:

Das Oberste Gericht in Spanien hat Untersuchungshaft für die katalanische Parlamentspräsidentin Carme Forcadell angeordnet, aber zugleich eine vorläufige Freilassung gegen Kaution möglich gemacht. Demnach muss die 61-Jährige 150.000 Euro hinterlegen, um auf freien Fuß zu kommen, wie das spanische Fernsehen und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf Gerichtsquellen berichteten. Forcadell und weitere fünf Ex-Abgeordnete des Regionalparlaments waren zuvor vom Gericht befragt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte für sie und drei weitere Angeklagte Untersuchungshaft ohne Möglichkeit einer vorläufigen Freilassung gegen Kaution gefordert. Allen Politikern werden nach dem Unabhängigkeitsbeschluss des Regionalparlaments von Ende Oktober Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen.

 

Internationaler Strafgerichtshof ermittelt trotz Austritts zu Burundi:

Kurz nach dem Austritt Burundis nimmt der Internationale Strafgerichtshof Ermittlungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in dem ostafrikanischen Staat auf. Eine Kammer des Gerichts gab nach Vorermittlungen grünes Licht, Morde, Folter, Vergewaltigungen und andere Taten zu verfolgen, wie das Tribunal in Den Haag mitteilte. Untersucht werden Verbrechen, die von 2015 bis 2017 während der Mitgliedschaft Burundis begangen wurden. Aus diesem Grund erklärte sich der Gerichtshof für weiter zuständig. Die Entscheidung fiel nach Angaben des Gerichts bereits kurz vor Burundis Austritt, wurde aber zum Schutz von Opfern und möglichen Zeugen bislang geheim gehalten. Nach Einschätzung der Richter handelt es sich um besonders schwerwiegende Verbrechen: Zwischen April 2015 und Mai 2017 wurden offenbar mehr als 1.200 Menschen getötet, Tausende widerrechtlich inhaftiert und mehr als 400.000 vertrieben. Im Visier der Ermittlungen steht die Regierung von Präsident Pierre Nkurunziza. Ihr wird eine systematische Terrorkampagne gegen die Zivilbevölkerung vorgeworfen.

 

Brexit-Minister: Großbritannien verlässt EU am 29.3.2019 um Mitternacht:

Großbritannien will die Europäische Union am 29. März 2019 um 23.00 Uhr Ortszeit und 00.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit verlassen. Das exakte Austrittsdatum werde in einem Zusatzartikel zum Austrittsgesetz verankert, das derzeit vom Parlament in London beraten wird, erklärte der britische Brexit-Minister David Davis über den Kurzmitteilungsdienst Twitter. Der Austritt soll genau zwei Jahre nach dem Tag erfolgen, an dem Premierministerin Theresa May offiziell den Scheidungsprozess von der EU gestartet hatte. Die Briten hatten sich in einer Volksabstimmung im Juni vergangenen Jahres mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen.

 

May beruft Brexit-Befürworterin zur Entwicklungshilfeministerin:

Nach dem Rücktritt von Priti Patel hat die britische Premierministerin Theresa May die konservative Abgeordnete Penny Mordaunt zur Entwicklungshilfeministerin berufen. Das teilte die britische Regierung mit. Mordaunt gilt wie ihre Vorgängerin Patel als Befürworterin eines harten Brexits und hatte sich vor dem Referendum im vergangenen Jahr für den EU-Ausstieg ihres Landes eingesetzt. Sie war zuletzt als Staatssekretärin für Menschen mit Behinderungen im Arbeitsministerium tätig. Patel musste wegen nicht abgesprochener Treffen mit israelischen Regierungsvertretern ihren Hut nehmen. Sie war bereits das zweite Kabinettsmitglied, das innerhalb einer Woche zurücktrat.

 

Republikaner Moore durch Sex-Vorwurf unter Druck:

Der ultrakonservative Kandidat für den US-Senat, Roy Moore, soll vor mehreren Jahrzehnten ein 14-jähriges Mädchen sexuell belästigt haben. Die von der Frau geschilderten Kontakte zu Moore sollen 1979 stattgefunden haben, als Moore 32 Jahre alt war. Moore wies die Anschuldigungen zurück. Der 70-jährige ehemalige Richter ist ein Vertreter der religiösen Rechten und tritt im Dezember bei einer Nachwahl zum Senat an. Moore hatte zuvor internationale Aufmerksamkeit erregt. Zwei Mal wurde der Jurist von seinem Posten am Obersten Gericht von Alabama verbannt: das erste Mal, weil er sich geweigert hatte, ein Monument für die alttestamentarischen Zehn Gebote aus einem Justizgebäude zu entfernen; das zweite Mal, weil er sich über ein Urteil des Obersten Gerichts zur Homo-Ehe hinwegsetzte.

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