1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

10.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:28

Nachrichten von Mittwoch, 10. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Minister: Ebola bedroht die Existenz von Liberia:

Die sich in Liberia besonders rasant ausbreitende Ebola-Epidemie bedroht nach den Worten von Verteidigungsminister Brownie Samukai die Existenz des Landes. Die Krankheit breite sich wie ein Waldbrand aus, der alles in seinem Weg vernichte, sagte der Minister vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steckten sich seit März in den drei am schwersten betroffenen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone 4269 Menschen mit Ebola an, 2288 von ihnen starben. Zudem sei in den kommenden drei Wochen mit tausenden neuen Ebola-Fällen zu rechnen, vor allem in Liberia, das allein 1224 Ebola-Tote zu beklagen hat.

Schwerer Angriff auf Rebellenführer in Syrien:

Bei einem Bombenangriff auf eine Versammlung von Rebellenführern in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Aufständische getötet worden. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte galt der Selbstmordanschlag einem Treffen von Mitgliedern der Rebellengruppe Ahrar al-Scham, die die größte Fraktion im Bündnis Islamische Front bildet. Das Treffen wurde im Keller eines Hauses in Ram Hamdan in der Provinz Idlib abgehalten. Wie die Islamische Front auf Twitter mitteilte, wurde unter anderem der Anführer von Ahrar al-Scham, Hassan Abud, getötet. Laut Beobachtungsstelle nahmen rund 50 religiöse und militärische Anführer der Rebellengruppe an dem Treffen teil. Die Islamische Front bekämpft die Führung in Damaskus und mittlerweile auch die Terrormiliz Islamischer Staat.

Obama stimmt Kongress auf Anti-IS-Strategie ein :

US-Präsident Barack Obama hat vier führenden Senatoren und Abgeordneten im Weißen Haus erläutert, wie seine Strategie gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" im Irak und in Syrien aussieht. Bei dem Treffen mit den führenden Republikanern John Boehner und Mitch McConnell sowie den Demokraten Harry Reid und Nancy Pelosi wollte der Präsident dafür sorgen, beide Parlamentskammern in die Debatte über weitere Schritte einzubeziehen. Letztlich lägen solche Entscheidungen aber bei Obama als Oberbefehlshaber, sagte sein Sprecher Josh Earnest. Der Präsident habe deutlich gemacht, dass er die Befugnis habe, die nötigen Schritte durchzuführen, um den IS zu zerschlagen. Am Mittwochabend (Ortszeit) will er seinen Plan in einer Rede an die Nation vorstellen. Einen Einsatz bewaffneter Bodentruppen im Irak und Syrien hat Obama mehrfach ausgeschlossen.

Cameron wirbt vor Schottland-Besuch um Einheit:

Unmittelbar vor einem Besuch in Schottland hat der britische Premierminister David Cameron erneut für einen Erhalt des Vereinigten Königreichs geworben. Eine Abspaltung wäre ein Sprung ins Ungewisse für die Schotten, schrieb Cameron in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Daily Mail". Bei einem Verbleib stünden sie hingegen vor einer besseren Zukunft. Cameron reist im Lauf des Tages gemeinsam mit seinem liberaldemokratischen Stellvertreter Nick Clegg und Oppositionsführer Ed Miliband nach Schottland, um die Wähler von den Vorzügen eines Verbleibs in Großbritannien zu überzeugen. Die Schotten stimmen am 18. September per Referendum über eine Loslösung ab. Zuletzt lagen Gegner und Befürworter der Unabhängigkeit in den Umfragen nahezu gleichauf. Der Buckingham-Palast stellte derweil klar, dass sich Königin Elizabeth II. nicht an der Debatte darüber beteiligen werde.

Wrack der Franklin-Expedition in Kanada entdeckt:

Ein Schiffswrack der vor rund 150 Jahren gescheiterten legendären Franklin-Expedition ist im Norden Kanadas entdeckt worden. Premierminister Stephen Harper sagte, damit sei eines der größten Geheimnisse Kanadas gelöst. Der britische Polarforscher John Franklin war 1845 zusammen mit 128 Seeleuten und zwei Expeditionsschiffen aufgebrochen, um die Nordwestpassage erstmals in Richtung Westen zu durchsegeln. Damit wollte er einen kürzeren Weg von Europa nach Asien finden. Die Expedition scheiterte jedoch unter bis heute nicht völlig geklärten Umständen. Alle Mitglieder kamen im Eis ums Leben. Die jahrelange Suche nach dem Verschwinden der Schiffe führte am Ende zur Entdeckung der Passage. Von der Entdeckung des Wracks im eisigen Wasser nahe Pond Inlet in der Provinz Nunavut erhoffen sich Experten Aufschlüsse über den Verbleib des zweiten Schiffes sowie über den Verlauf der Forschungsreise.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema