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Nachrichten

10.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Vor der für Mittwoch angekündigten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den Euro-Rettungsfonds ESM und den europäischen Fiskalpakt sorgt ein Eilantrag des CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler an das Gericht in Karlsruhe für neue Unsicherheit. Der Antrag ist nach Gauweilers Worten eine Reaktion auf den Beschluss der Europäischen Zentralbank, EZB, unbegrenzt Staatsanleihen kriselnder Euro-Länder aufzukaufen. Damit sei eine neue Situation für die Beurteilung der Verfassungsmäßigkeit des ESM entstanden und das Risiko für den Bundeshaushalt völlig unkalkulierbar geworden, erklärte der Abgeordnete. Die EZB müsse ihre Entscheidung, Anleihen zu kaufen, wieder zurücknehmen.

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Frankreichs Präsident François Hollande hat zur Reduzierung des Haushaltsdefizits Steuererhöhungen für Bürger und Unternehmen in Höhe von jeweils zehn Milliarden Euro angekündigt. So soll das Etatdefizit 2013 auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts gedrückt werden. In einem Fernsehinterview sagte der sozialistische Politiker weiter, wie im Präsidentschaftswahlkampf angekündigt werde eine Reichensteuer in Höhe von 75 Prozent ab einem Einkommen von einer Million Euro eingeführt. Hollande reduzierte zudem die Wachstumsprognose für das nächste Jahr auf 0,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Bisher war mit 1,2 Prozent gerechnet worden.

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Die griechische Regierung hat noch keine Einigung über ein neues Sparpaket für das hochverschuldete Land erzielt. Die drei Koalitionsparteien vertagten ihre Gespräche auf Mittwoch. Gleichzeitig wurde aus Regierungskreisen in Athen bekannt, dass die sogenannte Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds Einwände gegen Teile des neuen Sparprogramms habe. Die Troika will bis Anfang Oktober prüfen, ob Griechenland die Voraussetzungen für die Auszahlung der nächsten Hilfstranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro erfüllt. Dazu gehört auch die Verabschiedung des Sparpakets über 11,5 Milliarden Euro.

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Bei einer Serie von Anschlägen und Angriffen im Irak sind am Sonntag mehr als hundert Menschen getötet worden. Allein in der Hauptstadt Bagdad starben bei der Explosion von Autobomben mehr als 50 Menschen. Zu der Gewaltserie bekannte sich bislang niemand. Das Innenministerium machte allerdings den irakischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida verantwortlich. Ein Zusammenhang zwischen den Terroranschlägen und der Urteilsverkündung im Prozess gegen Vizepräsident Tarik al Haschemi besteht offenbar nicht. Der sunnitische Spitzenpolitiker wurde in Abwesenheit wegen Anstiftung zum Mord zum Tode durch den Strang verurteilt. Haschemi, der sich in der Türkei aufhält, gehört zu den schärfsten Kritikern des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al Maliki.

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ZUM SPORT: Die 14. Paralympics sind in London nach elf Wettkampftagen mit einer futuristischen Abschlussfeier zu Ende gegangen. Um 22.31 Uhr Ortszeit erlosch am Sonntagabend das paralympische Feuer im Olympiastadion der britischen Hauptstadt. An den Wettkämpfen hatten behinderte Sportlerinnen und Sportler aus 165 Nationen teilgenommen. Die deutsche Mannschaft gewann 66 Medaillen, davon 18 goldene.

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