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Nachrichten

10.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Mit einer groß angelegten Untersuchung will die katholische Kirche in Deutschland dem sexuellen Missbrauch durch Priester und Ordensleute wissenschaftlich nachgehen. Es gehe darum, verlässliche Informationen zu den Fällen des Missbrauchs, zu Vorgehensweise und Motiven der Täter und den Opfererfahrungen zu erhalten, hieß es dazu von der Bischofskonferenz in Bonn. Die Analysen sollten vor allem zu einer wirksameren Vorbeugung vor sexuellem Missbrauch beitragen. Die katholischen Bischöfe werden dazu dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen in allen 27 Diözesen Zugriff auf sämtliche Personalakten der vergangenen zehn Jahre gewähren, zusätzlich in neun der 27 Bistümer bis in das Jahr 1945 zurück.

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Ein Erdbeben der Stärke 7,3 hat den Nordosten Japans erschüttert und kurzfristig zu einer Tsunami-Warnung für die Pazifikküste geführt. Bewohner der Küstenregion waren aufgefordert worden, die Gegend zu verlassen. Auch das havarierte Atomkraftwerk Fukushima wurde evakuiert. Meldungen über größere Schäden gab es nicht. Das Epizentrum des Bebens lag vor der Hauptinsel Honshu in einer Tiefe von 20 Kilometern. - Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und eine rund 14 Meter hohe Tsunamiwelle in der nordöstlichen Region verheerende Schäden angerichtet. Mehr als 23.000 Menschen starben oder gelten als vermisst. Beben und Tsunami lösten am Atomkraftwerk Fukushima zudem die größte Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus.

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In Syrien sind führende Oppositionsvertreter und prominente Bürgerrechtler den von der Staatsführung initiierten Gesprächen über Reformen ferngeblieben. So lange das Regime von Präsident Baschar al-Assad schonungslos gegen friedlich Protestierende vorgehe, nähmen sie nicht an solchen Gesprächen teil, erklärten sie zu Begründung. Unter dem Motto "Nationaler Dialog" eröffnete die Regierung in Damaskus ein zweitägiges Treffen, das von Vizepräsident Faruk al-Scharaa geleitet wird. Erwartet wurden einige Intellektuelle des Landes sowie weniger prominente Oppositionelle. Zur Sprache kommen sollen mögliche Gesetze, die ein Vielparteiensystem zulassen würden und ein Ende des seit Jahrzehnten geltenden Ausnahmezustands. Bei den seit vier Monaten andauernden Massenkundgebungen war immer wieder der Rücktritt Assads und ein Machtverzicht der Baath-Partei gefordert worden, die das Land seit 1963 beherrscht.

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In Israel sitzen noch immer bis zu 120 Demonstranten in Gefängnissen bei Tel Aviv und Beerschewa in Abschiebehaft. Das Innenministerium berichtete, man verhandele mit verschiedenen internationalen Fluggesellschaften intensiv über eine baldige Rückführung in ihre Heimatorte. Die Festgenommenen gehören zu einer Gruppe mehrerer Hundert Ausländer, die in den vergangenen Tagen eingereist waren, um in Israel und in den Palästinensergebieten insbesondere gegen die Sperranlage zum Westjordanland zu protestieren. - Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurden zuletzt noch 13 Deutsche festgehalten. Zwei weitere Bundesbürger seien inzwischen auf freiem Fuß.

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Die Polizei in Bangladesch ist mit Tränengas gegen tausende steinewerfende islamische Aktivisten vorgegangen, die aus Protest gegen eine Verfassungsänderung einen Generalstreik hatten durchsetzen wollen. Dabei wurden nach Behördenangaben mindestens 70 Menschen verletzt, darunter zehn Polizisten. Die Auseinandersetzungen hätten begonnen, als die Polizei versucht habe, in drei Ortschaften nahe der Hauptstadt Dhaka Straßenblockaden der Demonstranten aufzulösen. Die Aktivisten verlangen die Rücknahme einer Verfassungsänderung, mit der eine Formulierung, die den "absoluten Glauben und das absolute Vertrauen in Allah" ausdrückte, aus der Präambel entfernt worden war.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken, der gebietsweise von Schauern und Gewittern begleitet wird. Diese können im Süden und Südosten unwetterartig ausfallen. Höchstwerte von 20 bis 29 Grad.

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