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Nachrichten

10.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:41

Nachrichten von Mittwoch, 10. Juni 2015 – langsam gesprochen als MP3

USA wollen wegen IS-Erfolgen Irak-Einsatz ausweiten:

Angesichts der militärischen Stärke der Terrormiliz "Islamischer Staat" erwägen die Vereinigten Staaten, mehr irakische Soldaten auszubilden, als ursprünglich geplant. Das erklärte ein Armeesprecher in Washington. Aus Regierungskreisen verlautete, derzeit werde die Entsendung hunderter weiterer US-Ausbilder geprüft. Der IS hat weite Teile des Iraks erobert und konnte auch durch Luftangriffe der US-geführten Koalition nicht gestoppt werden. Derzeit sind rund 3000 US-Soldaten in vier Ausbildungslagern im Irak im Einsatz. Die USA und ihre Bündnispartner haben bislang knapp 9000 irakische Kämpfer geschult, 2600 weitere befinden sich noch in Ausbildung. Unter den sunnitischen Kämpfern herrscht Misstrauen gegen die schiitisch dominierte Regierung in Bagdad, die bisher die Aufsicht über die militärischen Schulungen führt.

Medien: MAD suchte nach G36-Informanten:

In der Affäre um das Bundeswehr-Sturmgewehr G36 gibt es neue Vorwürfe gegen staatliche Stellen. "Spiegel Online" und die "Süddeutsche Zeitung" melden, der Militärische Abschirmdienst (MAD) habe nach Personen gefahndet, die Journalisten mit Hintergrundinformationen versorgten. Das Verteidigungsministerium hat dies bisher abgestritten. Wie das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, sollen außerdem Mitarbeiter des Ministeriums versucht haben, Kritik am G36 zu unterdrücken. An diesem Mittwochnachmittag befasst sich der Verteidigungsausschuss des Bundestages mit der Affäre um das Sturmgewehr.

NSA-Affäre: Suchbegriffsliste nur für Sonderbeauftragten?:

Der Bundestag soll nach einem Medienbericht vorerst keinen Einblick in die NSA-Spähliste erhalten. Stattdessen solle nur eine Art Ermittlungsbeauftragter Einsicht in die Liste mit den Suchbegriffen für die Spionageziele in Europa nehmen dürfen, melden die "Süddeutsche Zeitung" sowie die Sender NDR und WDR. Dieser Beauftragte solle dann dem NSA-Untersuchungsausschuss und dem Parlamentarischen Kontrollgremium nach der Sommerpause Bericht erstatten. Dem Medienbericht zufolge machte Kanzleramtsminister Peter Altmaier diesen Vorschlag Anfang der Woche vertraulich wichtigen Vertretern von Union und SPD. Die SPD zögere noch. Der Beauftragte soll demnach vom Parlament vorgeschlagen, aber von der Regierung benannt werden. Die Opposition im Bundestag, aber auch die SPD verlangt Einblick in die Liste - notfalls auch ohne US-Zustimmung. Der Bundesnachrichtendienst soll dem US-Geheimdienst NSA jahrelang geholfen haben, europäische Unternehmen und Politiker auszuforschen.

Sonderflug mit ersten Särgen der Germanwings-Absturzopfer gelandet:

Zweieinhalb Monate nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen sind die ersten Opfer nach Deutschland übergeführt worden. Eine Lufthansa-Sondermaschine aus Marseille landete mit 44 Särgen an Bord in Düsseldorf. Das teilte ein Sprecher von Germanwings mit. Die sterblichen Überreste weiterer Opfer sollen bis Ende des Monats übergeführt werden. Beim Absturz der Maschine am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf waren alle 150 Insassen ums Leben gekommen. Unter ihnen waren 72 Deutsche. Den Ermittlungen zufolge hatte der Copilot Andreas L. den Airbus absichtlich abstürzen lassen. Am Donnerstag wird die Staatsanwaltschaft von Marseille über den Stand der Ermittlungen berichten.

15 Tote bei Boko-Haram-Angriff auf Dorf in Nigeria:

Kämpfer der Terrorgruppe Boko Haram haben bei einem Angriff auf ein Dorf im Nordosten Nigerias nach Angaben von Augenzeugen mindestens 15 Menschen getötet. Das Dorf Huyum im Bundesstaat Borno sei umstellt, beschossen und danach niedergebrannt worden, sagte einer der Bewohner der Nachrichtenagentur AFP. Etwa 500 Häuser wurden demnach zerstört. Ein anderer Anwohner berichtete von weiteren Überfällen auf Dörfer in der Nachbarschaft. Auch nach seinen Angaben blieb kein Haus stehen. Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamistischen Staates im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen nach UN-Angaben mehr als 15.000 Menschen.

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