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Nachrichten

10.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Kampfflugzeuge der NATO haben erneut die libysche Hauptstadt Tripolis angegriffen. Laut Bewohnern kam auch das Areal, auf dem Machthaber Muammar al-Gaddafi residiert, unter Beschuss. Angaben über Opfer liegen indes nicht vor. Auch in der westlibyschen Küstenstadt Misrata gingen die Kämpfe zwischen Aufständischen und den regierungstreuen Truppen weiter. Die Rebellen erklärten, die Soldaten Gaddafis seien aus den Randbezirken zurückgedrängt worden. Eine unabhängige Bestätigung ist auch hier nicht möglich. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden die Lebensumstände in dem nordafrikanischen Land immer schwieriger. Es fehle etwa an Nahrungsmitteln und auch an Medikamenten. Nothilfekoordinatorin Valerie Amos rief die Konfliktparteien zu einer Waffenpause auf, damit Hilfsgüter verteilt werden könnten. Rund 65.000 Libyer seien im eigenen Land auf der Flucht. 750.000 Menschen hätten ihr Heimatland verlassen.

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Nach der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden werden US-Ermittler nun dessen Witwen vernehmen können. Pakistan werde den Zugang zu den drei Frauen ermöglichen, berichten amerikanische TV-Sender unter Berufung auf Regierungsbeamte in Washington. Die Ehefrauen waren während der Erstürmung von Bin Ladens Anwesen in Abbottabad vor einer Woche festgenommen worden und befinden sich nun in pakistanischem Gewahrsam. Ein Sprecher des Weißen Hauses hatte erklärt, die USA seien sehr an einer Befragung der drei Frauen interessiert. Unterdessen wies der pakistanische Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani Vorwürfe zurück, Behörden seines Landes hätten den Al-Kaida-Chef unterstützt. Gilani sagte, bin Laden sei in Pakistan kein Unterschlupf gewährt worden.

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Die Europäische Union hat Sanktionen gegen Syrien verhängt. Zu den Strafmaßnahmen gehören Einreiseverbote und Vermögenssperren gegen 13 Vertreter der Regierung in Damaskus sowie ein Waffenembargo. Präsident Baschar al-Assad steht bislang nicht auf der Sanktionsliste. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton droht Assad mit einer Ausweitung der Sanktionen, sollte die Regierung die Gewalt gegen Demonstranten nicht einstellen. In den Vorstädten von Damaskus, in Homs und in Banias nahm die syrische Armee Hunderte Anhänger der Oppposition fest. Nach Angaben von Menschenrechtlern rückten in Homs gepanzerte Einheiten in drei Stadtviertel ein. In beiden Städten wurden die Strom- und Wasserversorgung sowie Telefon- und Internet-Verbindungen unterbrochen. Die Vereinten Nationen verschoben ihre Hilfsmission in die syrische Stadt Daraa. Trotz entsprechender Zusagen verweigerten die syrischen Behörden den UN-Mitarbeitern den Zugang zu der Stadt im Süden des Landes.

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Die Hinweise auf eine weitere mögliche Hilfsaktion für das hochverschuldete Griechenland werden immer konkreter. Während die Ratingagentur Standard & Poor's die griechische Kreditwürdigkeit weiter herabgestuft hat, wurde auf europäischer Ebene überlegt, der Regierung in Athen 2012 nochmals zur Seite zu stehen. Dabei geht es um eine milliardenschwere Hilfsaktion über die bisherigen 110 Milliarden Euro hinaus. An diesem Dienstag beginnen Vertreter von Europäischer Union, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank damit, die bisherigen Sparanstrengungen Griechenlands zu bewerten. Um den riesigen Schuldenberg abzutragen, sollen im griechischen Haushalt in drei Jahren 26 Milliarden Euro eingespart werden. Nur wenn das Land seine Verpflichtung erfüllt, soll - nach den bisherigen Überlegungen - eine weitere Rate über zwölf Milliarden Euro ausgezahlt werden. Eine anhaltende Wirtschaftskrise bereitet Athen aber massive Schwierigkeiten.

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Nach dem blutigen Machtkampf in der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste haben Mitarbeiter der Vereinten Nationen dort mehrere Massengräber mit insgesamt 68 Leichen entdeckt. Nach Abgaben eines Sprechers der UN in New York wurden die Gräber schon am Freitag in der Wirtschaftsmetropole Abidjan gefunden. Es werde vermutet, dass die Opfer am 12. April von Anhängern des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo getötet wurden. Man gehe jetzt Hinweisen auf weitere Massengräber nach. - Nach der Präsidentschaftswahl in der Elfenbeinküste im vergangenen November hatte der Verlierer Gbagbo sich geweigert, die Macht abzugeben. Daraufhin brach ein monatelanger blutiger Machtkampf zwischen den Anhängern Gbagbos und des international anerkannten Wahlsiegers Alassane Ouattara aus. Dabei starben nach UN-Angaben mehr als tausend Menschen. Nach Angaben der ivorischen Behörden waren es fast 3000 Todesopfer.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Die Vorhersage für Dienstag: In der Osthälfte erneut sonnig und trocken. Im Westen unter Quellwolken auch Schauer oder Gewitter. Frühsommerliche Höchstwerte zwischen 15 und 28 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch nach Osten hin noch meist sonnig und trocken, im Westen gebietsweise Gewitterschauer. Recht warm.

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