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Nachrichten

10.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:11

Nachrichten von Freitag, 10. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

USA und Kuba vor Ende der politischen Eiszeit:

In den Beziehungen zwischen den USA und Kuba zeichnet sich eine wichtige Etappe auf dem Weg zu einer Normalisierung ab. Wie ein US-Senator mitteilte, hat das Außenministerium in Washington empfohlen, die kommunistische Insel von der US-Liste der Staaten zu streichen, die den Terrorismus unterstützen. Zudem trafen sich erstmals seit mehr als 50 Jahren die Außenminister beider Länder. Nach Angaben aus Washington gab es bei dem Gespräch zwischen US-Chefdiplomat John Kerry und seinem kubanischen Kollegen Bruno Rodríguez am Rande des Amerika-Gipfels in Panama Fortschritte. Bei dem am Freitag beginnenden Gipfel wollen auch Kubas Staatschef Raúl Castro und US-Präsident Barack Obama zu einem ersten direkten Gespräch zusammenkommen.

Ban: Massaker in Flüchtlingslager Jarmuk verhindern:

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat mit eindringlichen Worten vor einer weiteren Eskalation der Lage in dem von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) eroberten Flüchtlingslager Jarmuk in Syrien gewarnt. Das Palästinenser-Viertel im Süden von Damaskus ähnele immer mehr einem "Todeslager", sagte Ban in New York. Die noch rund 16.000 Menschen in dem Lager, unter ihnen rund 3.500 Kinder, würden als "menschliche Schutzschilde" missbraucht. Das Ganze sei eine, so Ban weiter, "humanitäre Katastrophe von epischem Ausmaß". Die Situation in dem Lager müsse dringend stabilisiert werden. Die Staatengemeinschaft könne nicht einfach dastehen und zusehen, wie sich ein Massaker ereigne, betonte der UN-Generalsekretär. Die IS-Miliz hatte Jarmuk, das sich im Laufe der Jahre von einem palästinensischen Flüchtlingscamp zu einem Stadtteil mit 180.000 Bewohnern entwickelt hat, in den vergangenen Tagen nahezu vollständig eingenommen. Die syrische Armee und Palästinenser-Milizen planen jetzt eine Gegenoffensive.

"Süddeutsche": Lieferung von deutschem U-Boot an Israel genehmigt:

Der Bundessicherheitsrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Export eines weiteren U-Boots nach Israel genehmigt. Dies gehe aus einer entsprechenden Unterrichtung des Wirtschaftsausschusses des Bundestages hervor, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" aus München. Es ist das fünfte von insgesamt sechs U-Booten, die Israel zugesagt wurden und die zu einem Drittel mit deutschen Steuergeldern finanziert werden. Außerdem genehmigte der Bundessicherheitsrat, ein geheim tagender Ausschuss des Kabinetts, die Ausfuhr von 336 Lastwagen nach Algerien. Diese seien nach Angaben aus Regierungskreisen nicht mit Waffen ausgestattet, wegen ihrer Tarnbeleuchtung sowie ihrer Fähigkeit, durch Wasser zu fahren, würden sie aber als militärisch ausgestattet eingestuft, so die "SZ" weiter. Zudem wurde die Lieferung von Werkzeugen und Ersatzteilen für die Herstellung von Kleinkalibermunition nach Indien genehmigt. Außerdem dürften nach Indien sechs Schleppantennen-Sonaranlagen zur Erkennung etwa von U-Booten und Torpedos geliefert werden.

PKK entschuldigt sich bei Deutschland :

Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hat sich von früheren Gewalttaten in Deutschland distanziert. Der operative Führer der PKK, Cemil Bayik, bat Deutschland um Entschuldigung für Gewalttaten seiner Organisation in den 1990er Jahren. Damals hatte die PKK mit Autobahn-Blockaden und Selbstverbrennungen Schlagzeilen gemacht. So etwas werde nie wieder passieren, versicherte der hochrangige Kommandeur und PKK-Mitgründer in einem Interview der Sender WDR und NDR. Die Organisation habe sich gewandelt. So strebe die PKK in den langjährigen Auseinandersetzungen mit der Türkei inzwischen keinen eigenen Staat mehr, sondern eine politische Lösung an, sagte Bayik. Erst im März hatte der in der Türkei inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan seine Anhänger zu Frieden mit der Regierung in Ankara aufgerufen. In dem blutigen Konflikt waren in gut 30 Jahren mehr als 40.000 Menschen getötet worden.

IWF-Chefin warnt vor neuer Finanzkrise:

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat vor der Gefahr einer neuen weltweiten Finanzkrise gewarnt. Die Risiken für die globale Finanzstabilität nähmen zu, sagte die Französin in Washington. Probleme könnten vor allem die niedrigen oder gar negativen Zinsen sowie dramatische Wechselkursschwankungen verursachen. Auch wachse die Weltwirtschaft noch immer zu langsam, sagte Lagarde in einer Rede mit Blick auf die IWF-Frühjahrstagung in der kommenden Woche. Lagarde beklagte ein "neues Mittelmaß" der Weltkonjunktur. Sowohl die Industrienationen als auch die Schwellenländer müssten mit einer Mischung aus staatlichen Investitionen und strukturellen Reformen die Wirtschaft stärker ankurbeln. Das globale Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr ungefähr genauso stark zulegen wie 2014, als das Plus bei 3,4 Prozent lag, sagte Lagarde.

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