1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

10.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:26

Nachrichten von Donnerstag, 10. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

***

In der Ukraine soll eine neue diplomatische Initiative die Lage entschärfen. Wie die EU-Kommission mitteilte, ist für kommende Woche ein Treffen geplant, an dem die Außenminister Russlands, der Ukraine, der USA und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton teilnehmen werden. Ziel sei die Deeskalation der Situation. Ort und Datum des Treffens wurden noch nicht genannt. Die EU setzte eine Expertengruppe ein, die bei der Stabilisierung der Ukraine helfen soll. Etwa 30 EU-Beamte sollen bis Ende des Jahres gemeinsam mit der Regierung in Kiew ausloten, welche Hilfe notwendig ist, um die politische, wirtschaftliche und finanzielle Lage in den Griff zu bekommen. Die Gruppe soll von EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle koordiniert werden. Die ukrainische Regierung drohte den pro-russischen Separatisten im Osten des Landes. Die Besetzung von Amtsgebäuden in Donezk und Luhansk werde innerhalb der nächsten beiden Tage beendet, notfalls auch mit Gewalt, erklärte Innenminister Arsen Awakow.

***

Die unter der früheren Militärjunta in Myanmar jahrelang inhaftierte Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi kommt am Donnerstag erstmals zu einem mehrtägigen offiziellen Besuch nach Deutschland. In Berlin wird die Vorsitzende der "Nationalen Liga für Demokratie" von Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen. Dabei wird es um die Situation in Myanmar, dem früheren Birma, nach dem von den Militärs eingeleiteten vorsichtigen demokratischen Reformprozess gehen sowie um die mögliche Bewerbung der birmanischen Freiheitsikone um das Präsidentenamt 2015. Kritiker werfen der Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi vor, sich aus Machtkalkül nicht ausreichend für verfolgte Minderheiten einzusetzen. Zuletzt hatten Berichte über Zusammenstöße zwischen Buddhisten und Muslimen in dem südostasiatischen Land Besorgnis ausgelöst.

***

Zum ersten Mal seit vier Jahren will Griechenland an diesem Donnerstag wieder eine Staatsanleihe auf den Markt bringen. Wie das Finanzministerium in Athen mitteilte, handelt es sich um eine Anleihe mit fünfjähriger Laufzeit. Damit kehrt das krisengeschüttelte Euro-Land, das seit 2010 mit milliardenschweren Krediten anderer Staaten, europäischer Rettungsfonds und des Internationalen Währungsfonds vor der Staatspleite bewahrt wurde, auf die internationalen Kapitalmärkte zurück. Nur wenige Stunden vor der erwarteten Ausgabe explodierte in der Athener Innenstadt eine Autobombe. Bei dem Anschlag vor einem Gebäude der griechischen Zentralbank wurde niemand verletzt. In der Nähe des Anschlagsortes liegt auch das Büro der ständigen Vertretung des Internationalen Währungsfonds.

***

Die jüngste Runde der Atomgespräche der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran hat keinen Durchbruch gebracht. Beide Seiten gaben sich aber dennoch optimistisch, bis Juli den Konflikt endgültig zu lösen. Nach den Beratungen in Wien sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton als Verhandlungsführerin des Westens, es sei noch eine Menge harter Arbeit nötig, um die Differenzen zu überwinden. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bestätigte die Schwierigkeiten, sprach aber auch davon, dass man sich über "bis zu 60 Prozent" eines endgültigen Abkommens einig sei. Am 13. Mai wird erneut verhandelt. Die 5+1-Gruppe will verhindern, dass das iranische Atomprogramm der Produktion von Nuklearwaffen dienen kann. In einer vorläufigen Einigung hatten sich beide Seiten im November bereits auf eine Begrenzung der iranischen Atomaktivitäten und im Gegenzug eine teilweise Aufhebung internationaler Sanktionen gegen Teheran verständigt. Hauptstreitpunkte sind weiterhin die Urananreicherung sowie die Zahl und der Typ der dafür verwendeten Zentrifugen.

***

Die USA haben die ägyptische Gruppe Ansar Beit al-Makdis als terroristische Organisation eingestuft. Die Al-Kaida-nahe Gruppe, die ihre Stützpunkte auf der Sinai-Halbinsel hat, sei für mehrere tödliche Anschläge verantwortlich, teilte das US-Außenministerium mit. Mit diesem Schritt wurden sämtliche US-Konten der Terrorgruppe eingefroren. Jede Unterstützung von sowie jede Transaktion mit Ansar Beit al-Makdis gilt ab sofort als Straftat. Unter anderem bekannte sich Ansar Beit al-Makdis vergangenen September zu dem Sprengstoffattentat auf Ägyptens Innenminister Mohammed Ibrahim. Der Minister hatte den Anschlag, bei dem zahlreiche Menschen verletzt wurden, unbeschadet überlebt. Das Außenministerium in Washington bezog sich zudem auf acht weitere Terrorakte, darunter den Angriff auf eine Gas-Pipeline auf dem Sinai. Die Gruppe hatte sich im Februar auch zu einem Anschlag auf einen Touristenbus bekannt. Dabei waren vier Menschen getötet worden.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema