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Nachrichten

10.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Syrien haben sich die Hoffnungen zerschlagen, dass die Truppen des Regimes von Staatschef Baschar al-Assad - wie zugesagt - von diesem Dienstag an die Waffen schweigen lassen. Oppositionelle berichten derweil von neuen Angriffen des Militärs in den Provinzen Homs und Hama. Nach Schüssen syrischer Truppen auf ein türkisches Flüchtlingslager am Montag warf der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan dem Nachbarland eine "klare Grenzverletzung" vor und drohte mit Konsequenzen. Die Türkei hat entlang der Grenze zu Syrien drei Lager eingerichtet, in denen rund 25.000 Syrer untergebracht sind. Der internationale Syrien-Sondergesandte Kofi Annan will an diesem Dienstag Flüchtlinge in diesen Lagern besuchen.

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In Afghanistan hat sich ein Selbstmordattentäter vor einem Regierungsgebäude in der Provinz Herat in die Luft gesprengt. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens neun Menschen ums Leben. Zum Zeitpunkt des Anschlags in den Morgenstunden hatten sich zahlreiche Menschen vor dem Gebäude versammelt, die auf einen Termin mit den Verwaltungsmitarbeitern warteten. Die westliche Provinz Herat an der Grenze zu Iran galt bislang als friedlich. Die meisten Angriffe von Aufständischen ereignen sich im Süden und Osten Afghanistans. Im größten Teil von Herat ist die Verantwortung bereits an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben worden oder wird derzeit übergeben.

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Wenige Tage vor dem angekündigten Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete haben mehrere asiatische Fluggesellschaften eine Änderung ihrer Routen in der Region angekündigt. Nach Angaben der kommunistischen Führung in Pjöngjang soll die Trägerrakete zwischen diesem Donnerstag und Montag nächster Woche einen Beobachtungssatelliten auf eine Erdumlaufbahn bringen. Der Westen verdächtigt Nordkorea, tatsächlich eine Interkontinentalrakete testen zu wollen, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte. Daneben bereitet Nordkorea nach Meldungen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap auch einen dritten Atomtest vor. Die Vorbereitungen seien auf Satellitenaufnahmen zu erkennen, berichtet Yonhap unter Berufung auf die Geheimdienste.

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Mit Tränengas und Schlagstöcken haben tunesische Sicherheitskräfte eine Kundgebung in der Hauptstadt Tunis aufgelöst. Polizisten jagten steinewerfende Jugendliche durch das Zentrum. Die 2000 Demonstranten hatten sich anlässlich des "Tags der Märtyrer" versammelt, um an den blutigen Einsatz französischer Kolonialtruppen von 1938 zu erinnern. Augenzeugen berichteten von etlichen Verletzten. Kundgebungsteilnehmer skandierten in Anlehnung an den Beginn der Protestwelle in dem nordafrikanischen Land Anfang 2011: "Die Straße gehört dem Volk - Das Volk verlangt den Sturz des Regimes." Demonstranten verglichen die gemäßigt-islamistische Regierungspartei Ennahda mit dem korrupten Clan des abgesetzten Herrschers Zine al-Abidine Ben Ali.

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Dem Sohn des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, Seif al Islam, wird in seiner Heimat der Prozess gemacht. Noch vor Mitte Juni werde es einen Urteilsspruch geben, sagte der Sprecher des Nationalen Übergangsrats, Mohammed al-Hareisi. Innerhalb der nächsten zehn Tage soll der Gaddafi-Sohn von seinem Gefängnis in Senten, 180 Kilometer südlich von Tripolis, in die Hauptstadt gebracht werden. Die Anklage gegen Seif al Islam lautet auf Mord, Vergewaltigung und Korruption. Er soll nach Beginn des Volksaufstands im Februar 2011 in Bengasi, Misrata und Tripolis Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeordnet haben. Der 39-Jährige war im Oktober festgenommen worden.

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Um den Schuldenberg abzubauen, hat Spaniens Regierung unter dem konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy weitere Einsparungen angekündigt. Durch eine Reform des Bildungs- und Gesundheitswesens sollen die Ausgaben in diesen Bereichen um mehr als zehn Milliarden Euro gesenkt werden, wie Rajoy in Madrid bekannt gab. Das Kabinett hat im Haushaltsentwurf für 2012 bereits die Schließung einer Finanzlücke von 27 Milliarden Euro vorgesehen. Es wird befürchtet, dass Spanien seine Schulden nicht wie geplant verringern wird und dann wie Griechenland, Irland und Portugal auf internationale Finanzhilfe angewiesen wäre.

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Für eine Milliarde Dollar (rund 760 Millionen Euro) kauft Facebook den Fotodienst Instagram. Damit leistet sich das weltgrößte soziale Online-Netzwerk den größten Zukauf seiner Geschichte. Mit Instagram können Nutzer ihre mit Mobilgeräten aufgenommenen Fotos mit Filtern und Effekten bearbeiten und dann ins Internet stellen. Instagram ist seit Anfang 2011 verfügbar und hat inzwischen 30 Millionen Nutzer. Die Übernahme des in San Francisco ansässigen Fotodienstes soll bis Ende Juni endgültig unter Dach und Fach sein. Voraussichtlich im Mai geht Facebook an die Börse.

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