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Nachrichten

10.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Libyen haben die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi weitere Erfolge erzielt. Nach Angaben eines Regierungsvertreters wurden nahe der Stadt Brega im Osten des Landes zwei Hubschrauber der Aufständischen abgeschossen. Zuvor war es den libyschen Regierungssoldaten bereits gelungen, in die seit Tagen heftig umkämpfte Stadt Adschdabija einzudringen. Korrespondenten berichteten, es sei der größte Vorstoß der Gaddafi-Einheiten seit Beginn der internationalen Luftangriffe gewesen. Im ebenfalls umkämpften Misrata wurden mindestens 30 Aufständische getötet, wie ein Sprecher der Rebellen mitteilte. - Die Afrikanische Union forderte einen sofortigen Waffenstillstand in Libyen. Fünf afrikanische Staats- und Regierungschefs werden an diesem Sonntag nach Tripolis reisen, um im Auftrag der Union mit Libyens Führung über einen Reformprozess für das Land zu beraten.

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Nach tagelangen Auseinandersetzungen hat Israel seine Bereitschaft zu einem Waffenstillstand mit der radikalen Palästinenser-Organisation Hamas bekundet. Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte, die Luftangriffe auf den Gazastreifen würden eingestellt, wenn auch die Attacken auf Israel endeten. Barak reagierte damit auf Berichte, wonach die den Gazastreifen kontrollierende Hamas ebenfalls eine Waffenruhe anstrebt. Am Donnerstag hatte eine aus dem Palästinenser-Gebiet abgefeuerte Panzerabwehr-Rakete in Südisrael einen Schulbus getroffen und einen Jugendlichen schwer verletzt. Zudem schlugen noch mehr als 100 Raketen und Mörsergranaten ein. Bei Vergeltungsangriffen der israelischen Armee starben nach Klinikangaben 18 Palästinenser, rund 60 erlitten Verletzungen.

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In Syrien und im Jemen ist es wieder zu Demonstrationen gegen die autoritären Machthaber Baschar al Assad und Ali Abdullah Saleh gekommen. In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa und anderen Städten schossen die Sicherheitskräfte auf die Demonstranten. Es gab Verletzte und mindestens einen Toten. - In der syrischen Stadt Daraa feuerten Polizeikräfte nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation auf einen Trauerzug für am Freitag getötete Demonstranten. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden. - Auf dem Tahir-Platz im Zentrum Kairos demonstrierten erneut Tausende gegen den in Ägypten regierenden Militärrat. In der Nacht zum Samstag waren zwei Menschen getötet worden, als Soldaten den Platz räumten.

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Im Flüchtlingsstreit mit Italien droht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze. Hermann kündigte das Vorgehen für den Fall an, dass Italien in Lampedusa angekommenen Flüchtlingen aus Tunesien Visa für den Schengen-Raum ausstellen sollte. Man werde es nicht hinnehmen, dass die italienische Regierung die Tunesier einfach zu Touristen erkläre und sie auf diese Weise in andere Länder schiebe, sagte der CSU-Politiker der Zeitung "Welt am Sonntag". Die Grenzkontrollen würden das Verhältnis zwischen Deutschland und Italien aber erheblich belasten, räumte Herrmann ein. Deshalb erwarte er vom italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, dass das Land das Einwandererproblem selber löse und nicht auf andere EU-Länder ablade.

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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat erneut an die EU-Partner appelliert, sich angesichts des Zustroms von Flüchtlingen solidarisch mit seinem Land zu zeigen. Es müsse eine europäische Lösung geben, denn es handele sich nicht um ein italienisches sondern um ein europäisches Problem, sagte Berlusconi bei einem Besuch auf der Insel Lampedusa, dem Haupteinfallstor für Flüchtlinge aus Nordafrika. Seit dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali im Januar sind nach Angaben der Regierung in Rom rund 25.000 Flüchtlinge nach Italien gelangt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend sonnig oder leicht bewölkt. Tagestemperaturen zwischen 9 und 23 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag im Norden lockere Wolken, sonst viel Sonne und steigende Temperaturen.

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