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Nachrichten

10.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:28

Nachrichten von Dienstag, 10. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Katar weist Kritik an Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen zurück:

Das Golfemirat Katar verwahrt sich weiter gegen ausländische Kritik an den Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für die Fußball-WM 2022. Es werde teilweise einseitig und polemisch berichtet, heißt es in einem Brief des katarischen Botschafters in Berlin, Abdulrahman Bin Mohammed Al-Khulaifi, aus dem die Deutsche Presse-Agentur zitiert. Zugleich räumt er darin ein, dass auch Fehler gemacht worden seien. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel besucht derzeit Katar. Bei der Besichtigung einer WM-Großbaustelle in Doha forderte er bessere Arbeitsbedingungen für die dort Beschäftigten. Menschenrechtler kritisieren seit Jahren die verheerenden Arbeitsbedingungen für die rund 13.000 ausländischen Wanderarbeiter.

Poroschenko: Rebellen ziehen schwere Waffen ab:

Die ukrainische Regierung hat einen umfangreichen Abzug schwerer Waffen durch die pro-russischen Rebellen in der Ostukraine bestätigt. Auch das ukrainische Militär habe "den Löwenanteil" seiner Geschütze abgezogen, sagte Präsident Petro Poroschenko. Der Abzug schwerer Waffen ist Teil des Friedensabkommens von Minsk, das ein Ende der Kämpfe zum Ziel hat. Die ebenfalls vereinbarte Waffenruhe ist allerdings immer wieder brüchig. Die Erfolgschancen des Minsker Abkommens waren auch Gesprächsthema beim Besuch des EU-Ratspräsidenten Donald Tusk bei US-Präsident Barack Obama. Beide Politiker hoben die Bedeutung der Geschlossenheit von EU und USA in der Ukraine-Krise hervor. In dem bewaffneten Konflikt in der Ostukraine wurden nach Angaben der UN seit Frühjahr 2014 mehr als 6000 Menschen getötet.

Griechenland verhandelt wieder mit der "Troika":

Die griechische Regierung verhandelt wieder mit den Experten der internationalen Gläubiger. Die Gespräche sollen an diesem Mittwoch in Brüssel beginnen, sagte der Chef der Gruppe der Euro-Länder, Jeroen Dijsselbloem. Man habe zwei Wochen mit Diskussionen darüber verschwendet, wer wen wann und wo treffe, sagte Dijsselbloem. Aus "Effizienzgründen" werde nun wieder über die Experten der früheren Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) verhandelt, so Dijsselbloem. Nach ihrer Wahl hatte die linksgeführte Regierung in Athen bisher keine direkten Gespräche mit den Experten der in Griechenland verhassten Troika geführt. Die Euro-Länder hatten dem vom Staatsbankrott bedrohten Griechenland Ende Februar eine Verlängerung des Hilfsprogramms gewährt. Da im März aber bereits die Rückzahlung von Schulden von 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds ansteht, soll nun die Troika nachsehen, wie es um den griechischen Haushalt bestellt ist.

Merkel will schnelle Einigung auf Freihandelsabkommen mit Japan:

Zum Abschluss ihres Japan-Besuchs hat Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut für eine rasche Einigung zwischen der EU und Japan auf ein Freihandelsabkommen geworben. Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Vernetzung der Produktion müssten unnötige Barrieren abgebaut werden, sagte sie beim Besuch eines Gemeinschaftsunternehmens von Daimler und Mitsubishi zur Lastwagen-Produktion in der Stadt Kawasaki. Selbst kleine Unterschiede bei Abgasnormen bedeuteten einen großen Aufwand bei den Prüfungen von Lastwagen. Darum sei ein Freihandelsabkommen wichtig. Die EU und Japan verhandeln seit 2013 über ein solches Abkommen. Deutsche Firmen beklagen immer wieder, dass Japan sich mit Handelshemmnissen gegen ausländische Wettbewerber abschottet.

20 Jahre Haft für frühere ivorische First Lady:

In der Elfenbeinküste ist die frühere Präsidentengattin Simone Gbagbo wegen ihrer Rolle bei den tödlichen Unruhen nach der Präsidentenwahl 2010 zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Ehefrau des früheren Staatschefs des westafrikanischen Staates, Laurent Gbagbo, wurde nach neunstündigen Beratungen der Jury des "Angriffs auf die Autorität des Staates, der Teilnahme an einem Aufstand und der Störung der öffentlichen Ordnung" schuldig befunden, wie das Gericht bekanntgab. Ihr Sohn Michel wurde seinerseits zu fünf Jahren Haft verurteilt. Insgesamt wurden von dem Gericht in der Wirtschaftsmetropole Abidjan 77 weitere Angeklagte wegen der blutigen Unruhen verurteilt, die durch die Weigerung von Laurent Gbagbo ausgelöst worden waren, den Sieg seines Rivalen Alassane Ouattara bei der Präsidentschaftswahl im November 2010 anzuerkennen. In den folgenden fünf Monaten wurden bei Kämpfen zwischen den beiden Lagern mehr als 3000 Menschen getötet.

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