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Nachrichten

10.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:26

Nachrichten von Montag, 10. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Im Konflikt um die ukrainische Halbinsel Krim geht Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier davon aus, dass die Europäische Union bereits in den kommenden Tagen über eine Verschärfung ihrer Sanktionen gegen Russland entscheiden wird. Sollte sich Russland in den am Montag und Dienstag anstehenden Gesprächen nicht bewegen, dann werde man "die nächste Stufe der Sanktionen erreichen müssen", sagte Steinmeier im deutschen Fernsehen. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen kündigte an, das westliche Militärbündnis werde die Kooperation mit der Ukraine verstärken und die Zusammenarbeit mit Russland neu bewerten. Die USA verlegen vor dem Hintergrund der Krise zwölf F-16-Kampfjets nach Polen, wie das Verteidigungsministerium in Warschau mitteilte. Der ukrainische Interims-Außenminister Andrej Deschtschyzja bekundete derweil die Bereitschaft seines Landes, Teile des Assoziierungsabkommens mit der EU noch in diesem Monat zu unterzeichnen.

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Auch am dritten Tag ist die Suche nach dem verschollenen malaysischen Flugzeug erfolglos geblieben. Zahlreiche Flugzeuge und Schiffe sind in einem Hunderte Quadratkilometer großen Gebiet zwischen den Küsten Malaysias und Vietnams im Einsatz. Der Direktor der malaysischen Luftverkehrsbehörde, Azharuddin Abdul Rahman, sagte in der Hauptstadt Kuala Lumpur, die Ermittlungen gingen in alle Richtungen. Bislang wurden ein Unglück oder ein Terroranschlag als Ursache des Verschwindens der Boeing 777-200 vermutet, inzwischen gilt aber auch eine Flugzeugentführung als möglich. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei Männer, die mit gestohlenen europäischen Pässen eingecheckt hatten. Die Maschine der Malaysia Airlines war am Samstag zwei Stunden nach dem Start in Kuala Lumpur von den Radarschirmen verschwunden. An Bord waren 239 Menschen, darunter 154 Chinesen. Ziel des Fluges sollte Peking sein.

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Bei den Kongresswahlen in Kolumbien hat die Zentrumskoalition von Präsident Juan Manuel Santos ihre Vormachtstellung verteidigt. Das Drei-Parteien-Bündnis errang nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen 47 von 102 Senatssitzen sowie 91 von 166 Parlamentsmandaten. Die neu gegründete rechtsgerichtete Partei "Demokratisches Zentrum" (CD) von Ex-Präsident Álvaro Uribe, der den von Santos eingeleiteten Friedensprozess mit der FARC-Guerilla ablehnt, wurde mit 20 Senatssitzen auf Anhieb zweitstärkste Partei. Uribe selbst wurde in den Senat gewählt und ist damit der erste Ex-Präsident Kolumbiens, der ins politische Leben zurückkehrt. Santos, der bei den Präsidentschaftswahlen am 25. Mai eine zweite Amtszeit anstrebt, ist für seine Politik der Verständigung mit den linken FARC-Rebellen auf eine Mehrheit im Kongress angewiesen. Ziel der Verhandlungen ist die Beendigung des Jahrzehnte währenden Konflikts, bei dem über 200.000 Menschen getötet wurden.

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Die israelische Armee hat an Bord eines im Roten Meer aufgebrachten Frachters nach eigenen Angaben 40 Raketen gefunden, die angeblich in den Gazastreifen gehen sollten. Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff mit dem Namen "Klos-C" hatte zudem größere Mengen Mörsergranaten und Munition geladen, wie das Militär nach Abschluss der Durchsuchung des Frachters mitteilte. Israel vermutet, dass der Iran hinter der Waffenlieferung steckt. Die Führung in Teheran bestreitet das. Die entdeckten Raketen mit einer Reichweite von 160 Kilometern sollen an diesem Montag bei einer Pressekonferenz im Beisein von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Hafenstadt Eilat gezeigt werden.

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Vor dem Münchner Landgericht beginnt an diesem Montag der mit Spannung erwartete Prozess gegen Uli Hoeneß, den Präsidenten des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München. Der 62-Jährige muss sich wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verantworten. Falls Hoeneß verurteilt wird, droht ihm eine mehrjährige Haftstrafe. Kernfrage des Verfahrens ist, ob die Wirtschaftsstrafkammer seine Selbstanzeige von Anfang 2013 ganz oder wenigstens teilweise anerkennt. Dann könnte Hoeneß mit einer Geldbuße davonkommen. Das Gericht hat sich auf einen Ansturm von Journalisten und Schaulustigen vorbereitet.

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