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Nachrichten

10.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Date

TRIPOLIS: In Libyen haben regierungstreue Truppen Aufständischen zufolge erneut die Ölstadt Ras Lanuf unter Beschuss genommen. Wenige Kilometer von der Ölraffinerie und in der Nähe eines Gebäudes der Libyan Emirates Oil Refinery Company entfernt schlugen Bomben oder Raketen ein. Auch ein Wohnhaus soll getroffen worden sein. Aufständische feuerten unterdessen Raketen auf Einheiten von Machthaber Gaddafi ab, die von der See aus Rebellenstellungen auch in anderen Teilen des Ostens von Libyen ins Visier nahmen.

BRÜSSEL: Die Außenminister der 27 EU-Staaten und die NATO-Verteidigungsminister beraten an diesem Donnerstag in Brüssel über die explosive Lage in Libyen. Die Europäische Union sucht nach Möglichkeiten, um den Druck auf Libyens Machthaber Gaddafi zu verstärken, den blutigen Kampf gegen die Aufständischen zu beenden. Zur Diskussion steht etwa, ob die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten auf ihrem Sondergipfel über die Krisenregion am Freitag gemeinsam Gaddafi zum Rücktritt auffordern sollen. Diskutiert wird in der EU wie in der NATO, ob eine Flugverbotszone über Libyen die richtige Maßnahme ist, um Gaddafis Militär von weiteren Bombardierungen der eigenen Bevölkerung abzuhalten. Die EU-Außenminister beraten außerdem über ein Hilfspaket für die gesamte Region.

BERLIN: Der Streik der Lokführer hat bundesweit für massive Beeinträchtigungen im gesamten Zugverkehr gesorgt. Nach Angaben von Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GDL, wurden zeitweise über 80 Prozent des Güter- und Personenverkehrs zum Stehen gebracht. Von 4 bis 10 Uhr wurde vor allem der Nahverkehr der Deutschen Bahn bestreikt. Nach Unternehmensangaben waren besonders die S-Bahnen in den Metropolen wie Berlin, München und Frankfurt am Main betroffen. Bahnreisende müssen sich noch bis zum Abend auf Behinderungen einstellen, bis die Fahrpläne wieder im Takt sind. Die Gewerkschaft der Lokführer verlangt höhere Löhne und einen Flächentarifvertrag für alle 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr. Die Verhandlungen der Tarifparteien waren zuletzt gescheitert.

KUNDUS: Die Polizei in der nordafghanischen Provinz Kundus hat der Bundeswehr vorgeworfen, eine Frau erschossen zu haben. Das haben sowohl die Polizeiführung als auch ein Bundeswehr-Sprecher in Kundus bestätigt. Am Mittwoch soll es zu dem tödlichen Vorfall im Distrikt Char Darah gekommen sein. Der genaue Hergang ist aber noch unklar. Laut Bundeswehr sei eine deutsche Patrouille in der Nähe von Kundus überfallen worden und habe zurückgeschossen. Später sei der Bundeswehr eine Frau mit einer Kopfverletzung übergeben worden, dabei habe es sich aber nicht um eine Schussverletzung gehandelt. Die Frau sei im deutschen Feldlazarett an ihren Verletzungen gestorben. Dagegen erklärte die afghanische Polizei, die Soldaten hätten einen "Fehler" gemacht. Der Fall wird derzeit untersucht.

PEKING: Der Südwesten Chinas ist von einem Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert worden. Nach Angaben der Behörden und des staatlichen Fernsehens kamen dabei mindestens 13 Menschen ums Leben, mehr als 120 wurden verletzt. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 225 Kilometer südwestlich der Stadt Dali in der Provinz Yunnan, nahe der Grenze zu Birma in zehn Kilometern Tiefe.

NEU DELHI: Der Dalai Lama will als Führer der tibetischen Exilregierung formell zurücktreten. Das teilte er zum 52. Jahrestag des Volksaufstandes der Tibeter gegen die chinesische Besatzung ihrer Heimat auf seiner Homepage mit. Während der am Montag beginnenden Sitzung des Exil-Parlaments im nordindischen Dharamsala will der Dalai Lama nach eigenen Angaben die entsprechenden Änderungen an der Exil-Verfassung der Tibeter vorschlagen. Seine politischen Befugnisse wolle er an einen gewählten Führer abgeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND - Im Südwesten freundlich, sonst wechselnd bewölkt. Vor allem im Norden etwas Regen und Sturmböen. Höchsttemperaturen zwischen sechs Grad an der Ostsee und 14 Grad im Breisgau.

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