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Nachrichten

10.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Das von der Pleite bedrohte Griechenland kann erst dann mit weiterer Milliardenhilfe rechnen, wenn es vorher drei Bedingungen erfüllt. Die Finanzminister der Euro-Länder vertagten zunächst ihren Beschluss und stellten der Regierung in Athen stattdessen ein Ultimatum. Bis Mittwoch soll sie zusätzliche Einsparungen über 325 Millionen Euro für dieses Jahr benennen. Zudem verlangen die Euro-Länder von den Koalitionsparteien schriftliche Verpflichtungen auf den Spar- und Reformkurs. Schließlich muss das griechische Parlament noch dem Sparpaket zustimmen, auf das sich die Athener Koalition nach langem Ringen am Donnerstag verständigt hatte. Erst dann könne das dringend benötigte Paket von 130 Milliarden Euro freigegeben werden, hieß es nach dem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel.

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Den sechsten Tag in Folge ist die syrische Armee wieder gegen Regierungsgegner vorgegangen. Landesweit ist von 80 Toten die Rede. Allein in der Protesthochburg Homs seien mehr als 50 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Zivilisten, teilten Aktivisten mit. Die USA fordern ein Ende des Blutvergießens. Präsident Barack Obama bezeichnete die anhaltende Gewalt als "schockierend". Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sagte, die internationale Gemeinschaft dürfe nicht zusehen, wie täglich ein "Massaker" angerichtet würde. Sein Land werde sich für eine internationale Konferenz einsetzen. Trotz des brutalen Vorgehens der Armee riefen Aktivisten für diesen Freitag zu neuen Massendemonstrationen auf, die sich diesmal gegen das russische Veto gegen eine UN-Resolution zur Verurteilung der Gewalt richten sollen.

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Die iranische Marine hat ihre Flotte laut staatlichen Medienberichten mit zwei weiteren im Land gebauten U-Booten aufgerüstet. Schon Ende vergangenen Jahres hatte die Teheraner Regierung gemeldet, dass die Marine durch drei neue U-Boote verstärkt worden sei. Der jüngste Schritt gilt Beobachtern als Teil der Bemühungen Irans, seine militärische Schlagkraft angesichts zunehmender Spannungen mit dem Westen zu erhöhen. Streitpunkt ist das Atomprogramm der Islamischen Republik.

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Die US-Regierung hat erstmals seit mehr als 30 Jahren den Bau neuer Atomreaktoren genehmigt. Das Unternehmen "Southern Company" erhalte alle Lizenzen, sein Kernkraftwerk Vogtle im US-Bundesstaat Georgia zu erweitern, bestätigte die zuständige Regulierungsbehörde in Washington. Es ist die erste derartige Genehmigung seit dem schweren Atomunfall im Atomkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg 1979. US-Präsident Barack Obama ist auch nach der Katastrophe in Japan ein Verfechter der Kernkraft. Er will mit ihr unter anderem die Abhängigkeit von Ölimporten verhindern.

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Die chinesische Wirtschaft hat einen weiteren Dämpfer erhalten. Infolge der weltweiten Konjunkturflaute ging der Handel in der Volksrepublik im Januar verglichen mit dem Vorjahreszeitraum deutlich zurück. Die Importe sanken nach Angaben des Zollamtes im Januar um 15,3 Prozent. Die Exporte gingen wegen geringerer Nachfrage um 0,5 Prozent zurück. Der Handelsbilanzüberschuss stieg auf 27,3 Milliarden Dollar. Das ist der höchste Wert in sechs Monaten. Im Dezember hatte der Überschuss 16,5 Milliarden Dollar betragen. Damit hat die Volksrepublik die Markterwartungen bei weitem verfehlt. Analysten warnten indes davor, die Daten überzubewerten und sprachen von saisonalen Faktoren. In diesem Jahr fiel das chinesische Neujahrsfest, an dem tagelang die Arbeit ruht, in den Januar.

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Mexikanische Soldaten haben bei einer Razzia 15 Tonnen der Droge Metamphetamin beschlagnahmt. Die Behörden sprachen von einem historischen Erfolg: Diese Menge wäre auf dem Schwarzmarkt in den USA mehr als vier Milliarden Dollar wert, sagte ein Sprecher der US-Verwaltung. Mexiko gilt als ein internationaler Umschlagplatz von Drogen. Bei Kämpfen rivalisierender Banden starben in den vergangenen Monaten Tausende Menschen.

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Mit dem französischen Revolutionsdrama "Leb wohl, meine Königin!" sind die 62. Internationalen Filmfestspiele in Berlin eröffnet worden. Die deutsche Schauspielerin Diane Kruger spielt darin die schillernde Königin Marie Antoinette zur Zeit der Französischen Revolution im Juli 1789. Mehr als 1600 Gäste waren zu der Gala in den Berlinale-Palast am Potsdamer Platz gekommen. Darunter war fast die komplette deutsche Filmprominenz, aber auch internationale Schauspieler und Filmemacher.

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Der frühere Radsportstar Jan Ullrich hat nach seiner Verurteilung wegen Dopings Kontakt zum dem umstrittenen spanischen Arzt Eufemiano Fuentes bestätigt. Zur Begründung gab er den persönichen Druck an, ein zweites Mal die Tour de France zu gewinnen. Für dieses Verhalten wolle er sich entschuldigen, schrieb der 38-Jährige auf seiner Homepage. Allerdings gab er nicht direkt zu, gedopt zu haben. Der Internationalen Sportgerichtshof CAS hatte den Deutschen am Donnerstag wegen Dopings schuldig gesprochen und ihm seinen dritten Platz bei der Tour de France 2005 aberkannt. Die Richter sahen seine Verstrickung in die Doping-Affäre um den spanischen Mediziner Fuentes als erwiesen an.

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