1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

10.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bei einem Bombenanschlag im Grenzgebiet zu Afghanistan sind im Nordwesten Pakistans mindestens 25 Menschen getötet und mehr als 60 verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte in der Ortschaft Jamrud etwa 25 Kilometer südwestlich der Stadt Peschawar in der Stammesregion Khyber. Zu der Tat bekannte sich bislang niemand. Durch die Region führte bis vor kurzem auch eine der Nachschubrouten für die NATO-Truppen in Afghanistan. In der Khyber-Region kämpfen die radikalislamischen Taliban sowie das Terrornetzwerk Al Kaida gegen die pakistanische Armee. Nach dem Tod von 24 pakistanischen Soldaten durch eine US-Drohne im November hat Islamabad die Region für Nachschublieferungen der NATO gesperrt.

***

Der Iran hat nach eigenen Angaben damit begonnen, auf 20 Prozent angereichertes Uran herzustellen. Die Anreicherung finde in der 160 Kilometer südwestlich von Teheran gelegenen Atomanlage Fordo statt, heißt es bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien. Westliche Staaten reagierten mit Sorge und Kritik. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sprach von einem weiteren Schritt der Eskalation. - Die USA riefen die lateinamerikanischen Staaten auf, Teheran zur Vernunft zu ermahnen. Es liege im Interesse aller Staaten, dass Teheran den Beweis für den "friedlichen Charakter seines Atomprogramms" erbringe. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hält sich seit Montag zu einem fünftägigen Besuch in Lateinamerika auf.

***

Die FDP hat Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Überlegungen zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer nur in den Euro-Ländern scharf kritisiert. Die Finanztransaktionssteuer dürfe Europa nicht spalten und Großbritannien und Schweden ausgrenzen, die diese Steuer ablehnen, sagte der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt". Die Liberalen wollten auch keine neuen Steuern einführen und damit alle jene belasten, die für ihr Alter vorsorgten, so Schäffler weiter. Zudem gebe es in der schwarz-gelben Bundesregierung eine klare Beschlusslage, die Finanztransaktionssteuer nur EU-weit einzuführen. - Merkel hatte sich am Montag nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy offen für eine Einführung der Abgabe auf Ebene der Euro-Staaten gezeigt, sollte dies im größeren Kreis der EU nicht möglich sein.

***

In Deutschland sind Arbeitslose deutlich häufiger von Armut bedroht als in anderen EU-Ländern. Das berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat aus dem Jahr 2010. Danach waren in der Bundesrepublik 70 Prozent der Erwerbslosen armutsgefährdet, im Durchschnitt der EU-Länder waren es dagegen lediglich 45 Prozent. Ein Grund sei, dass Jobsuchende in Deutschland nur relativ kurz Anspruch auf Arbeitslosengeld hätten, sagte der Sozialforscher Eric Seils dem Blatt. In Ländern wie Frankreich, Dänemark oder den Niederlanden sei die Anspruchsfrist deutlich länger.

***

US-Präsident Barack Obama hat im Wahljahr einen personellen Rückschlag erlitten. Sein ranghöchster Mitarbeiter wirft nach nur einem Jahr im Amt das Handtuch. Der Stabschef des Weißen Hauses, William Daley, habe um seine Entlassung gebeten, sagte Obama in Washington. Er nannte familiäre Gründe als Grund für Daleys Rückzug. US-Medien zufolge soll allerdings die Chemie zwischen dem 63-jährigen Daley und Obamas engstem Umfeld nicht gestimmt haben. Als Nachfolger präsentierte der Präsident seinen bisherigen Haushaltschef Jacob Lew. Dieser war bereits im Außenministerium tätig und Budgetdirektor unter Präsident Bill Clinton.

***

Nordkorea hat aus Anlass der anstehenden Geburtstage seiner beiden verstorbenen Führer eine Amnestie für Gefangene angekündigt. Die vom Parlament beschlossene Begnadigung solle zum 1. Februar in Kraft treten, meldet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Wer unter die Amnestie fällt und wie viele Häftlinge freikommen, wurde nicht bekannt. Nach Schätzungen internationaler Menschenrechtsgruppen sind in dem kommunistischen Staat rund 200.000 Männer und Frauen in Gefängnissen und Arbeitslagern inhaftiert, die meisten aus politischen Gründen. Staatsgründer Kim Il Sung wäre am 15. April 100 Jahre alt geworden, sein im Dezember verstorbener Nachfolger Kim Jong Il am 16. Februar 70. Die beiden Geburtstage sind in Nordkorea die höchsten Feiertage.

***

Die Wrackteile und die abgerutschten Container des vor Neuseeland havarierten Frachters "Rena" bedrohen die Schifffahrt in einem weiten Seegebiet. Das teilte die Schifffahrtsbehörde MNZ nach Computersimulationen mit. Das Heckteil des am Wochenende auseinander gebrochenen Schiffs sei bereits zu 75 Prozent gesunken. Aus dem Wrack sei auch wieder Öl ausgelaufen. Das Containerschiff war am 5. Oktober vor der Nordküste der Nordinsel auf ein Riff aufgelaufen. Die "Rena" hatte nach dem Unglück fast 400 Tonnen Schweröl verloren und damit die größte maritime Umweltkatastrophe Neuseelands ausgelöst.

***

Der Argentinier Lionel Messi ist zum dritten Mal nacheinander zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der 24 Jahre alte Dribbelkünstler vom Champions-League-Sieger FC Barcelona wurde bei der FIFA-Gala in Zürich mit dem Goldenen Ball geehrt. Bei den Frauen erhielt die japanische Weltmeisterin Homare Sawa die Trophäe als weltbeste Spielerin 2011. Trainer des Jahres wurde Messis Vereinscoach Josep Guardiola vom FC Barcelona. – Die Spieler und Trainer des Jahres werden von Sportjournalisten sowie den Trainern und Spielführern der Nationalmannschaften gewählt.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema