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Kultur

100 Tage Trump: Die Simpsons rechnen ab

Vor 17 Jahren hatten sie es vorhergesagt: Donald Trump als US-Präsident. Damals schien das völlig absurd, jetzt ist er seit 100 Tagen im Amt. Diesen Anlass lassen sich die Simpson-Macher natürlich nicht entgehen.

"Being right sucks" ("Recht haben ist beschissen") schrieb Bart Simpson im November 2016 an die Schultafel - im Intro einer Simpsons-Folge kurz nach der US-Präsidentschaftswahl. Der Satz ist eine Anspielung auf eine Simpsons-Folge aus dem Jahr 2000 ("Bart to the Future"), in der Bart träumt, dass Donald Trump einmal Präsident werden würde - und das Land finanziell zugrunde richtet.

Finsterer Rückblick

Anlässlich der ersten 100 Tage im Amt von Donald Trump veröffentlichten die Macher der US-Serie jetzt einen neuen Clip, der innerhalb der ersten zwölf Stunden allein bei dem sozialen Netzwerk Facebook 2,9 Millionen Mal aufgerufen wurde. Zu sehen ist ein selbstzufriedener Präsident Trump, der bei nächtlichem Gewitter und Donnergrollen in seinem Bett sitzt, während sich sein Schwiegersohn Jared Kushner und sein ehemaliger Chefstratege Steve Bannon gegenseitig an die Gurgel gehen und sich sein Pressesprecher erhängt. Trump hingegen freut sich über seine Erfolge: sein neues Golf-Handicap und weitere Follower beim Kurznachrichtendienst Twitter sowie die Neuigkeit, dass man jetzt endlich Bären im Winterschlaf schießen dürfe.

Derweil sitzen Marge und Homer Simpson daheim vor dem Fernseher und gucken zu, wie Trumps Tochter Ivanka die Richterin Ruth Bader Ginsburg im Obersten Gerichtshof ersetzt und dabei Werbung für ihre Robe und ihren Schmuck macht. Marge erträgt das Ganze nicht mehr und schluckt eine Beruhigungspille nach der anderen, während Grandpa Simpson im Hintergrund abgeführt wird. Er soll dahin zurück, wo er herkommt - nur weiß er nicht mehr, wo das ist. 

"Warnung an Amerika"

In einem Interview mit dem "Hollywood Reporter" im vergangenen Jahr bezeichnete Dan Greaney, Autor der Folge "Bart to the Future" von 2000, dass die Idee, Trump als einen Präsidenten zu zeigen, der Amerika in den Ruin führt, eine Warnung sein sollte, motiviert aus der Befürchtung heraus, dass "Amerika verrückt wird". Hintergrund war damals, dass Trump sich 1999 für die Nominierung als Kandidat der Reform Party beworben hatte. 

Auch im Wahlkampf vergangenes Jahr hatten die Simpsons-Macher klar politisch Stellung bezogen. Im August 2016 veröffentlichten sie einen Clip, in dem Marge und Homer Simpson sich Gedanken darüber machen, wen sie wählen sollen: Hillary Clinton oder Donald Trump. Die Antwort war eindeutig: Marge wählt die Demokraten und als Homer mit Zögern meint, dass er Trump wählen würde, gibt sie ihm klar zu verstehen, dass dies keine Option sei. So wurde auch Homer zum Demokraten. 

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