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Kultur

10 Fragen an den Dalai Lama

Warum erscheinen uns arme Menschen glücklicher als reiche? Verliert eine Gesellschaft auf dem Weg in die Zukunft seine Traditionen? Wie begegnet man der Gewalt, wenn man sie ablehnt? 10 Fragen an den Dalai Lama im Kino.

Der Dalai Lama

Der Dalai Lama

Auftritte in der Öffentlichkeit sind ungewohnt für Jetsun Pema, die Schwester des Dalai Lama. Dennoch ließ es sich die 67-jährige Tibeterin nicht nehmen, bei der Berliner Premiere des Dokumentarfilms "10 Fragen an den Dalai Lama" die Werbetrommel für ihren Bruder zu rühren. Nicht weil er ein Mitglied der Familie sei, sagte sie, sondern weil er ein Heiliger sei, ihr ganz "persönlicher Guru".

Leben ohne Kindheit

China Tibet Mönch in Lhasa Potala Palast

Der Potala-Palast in Lhasa

Als sie geboren wurde, war der Dalai Lama 14 Jahre alt und bereits inthronisiert. Miteinander gespielt haben die beiden nie. Von dem Zeitpunkt an, als er zum Dalai Lama ernannt wurde, habe er im Potala-Palast in Lhasa gelebt und sei als Mönch erzogen worden, erinnert sie sich: "Und als Mönch lebt man losgelöst von seiner Familie.

Jetsun Pema lebt wie ihr Bruder im Exil indischen Dharamsala. Dort kümmert sie sich seit über 40 Jahren um tibetische Flüchtlingskinder und leitet mehrere Waisenhäuser. Für ihr Engagement ehrte sie das tibetische Exilparlament mit dem Titel "Mutter Tibets". Täglich ist sie bei ihrer Arbeit mit den Leiden ihres Volkes konfrontiert und kämpft wie ihr Bruder für die Rechte der Tibeter. Sie weiß um die Macht einer weltweiten Öffentlichkeit. Der Dokumentarfilm "10 Fragen an den Dalai Lama" ist für sie einer von vielen kleinen Schritten in Richtung eines autonomen Tibet. "Wenn die Menschen diesen Film sehen, werden sie die Gedanken seiner Heiligkeit verstehen lernen und auch seine Botschaft, die er der Welt mitteilen möchte. Und das kann uns in der momentanen Situation helfen".

Reise zu sich selbst

Kinder in Dharamsala Tibet

Kinder in Dharamsala im Norden Indiens

Der Film ist kein reines Interview, sondern vielmehr eine persönliche Reise des amerikanischen Filmemachers Rick Ray. Drei Monate bereitete er sich in Indien auf das Gespräch mit dem Dalai Lama vor, und er lässt den Zuschauer an dieser Reise teilhaben.

"Als ich durch Indien reiste, dachte ich über die Reise des Dalai Lama selbst nach. Darüber, woher er kam und wie sein Leben wohl war", erinnert sich Ray. Interessiert hätten ihn vor allem die außergewöhnlichen Ereignisse, die den Dalai Lama von einem ärmlichen Mann zu einem der angesehensten und beliebtesten Menschen der Welt werden ließen.

Der Film zeigt junge tibetische Mönche im Norden Indiens, die wie einst ihr geistliches Oberhaupt in die Lehren des Buddhismus eingewiesen werden. Unterschnitten werden diese Szenen von seltenen Archivaufnahmen, die den Dalai Lama als Vierjährigen bei seiner Inthronisierung zeigen, oder heute in seinen Privatgemächern.

Gültige Antworten

Jetsun Pema, die Schwester des 14. Dalai Lama

Jetsun Pema, die Schwester des 14. Dalai Lama

Die "10 Fragen an den Dalai Lama" machen den zweiten Teil des Dokumentarfilms aus. 10 Fragen seinen ihm in einem Zeitraum von 45 Minuten gestattet worden, erinnert sich Ray. "Und die Herausforderung war: Welche zehn Fragen sollte ich stellen?" Ray entschied sich für einen Rundumschlag: vom chinesisch-tibetischen Konflikt über den Gewaltverzicht in Kriegen bis hin zur Frage, warum arme Menschen glücklicher wirken als reiche.

Freilich, das Gespräch fand bereits vor zwei Jahren statt, und so fehlt jeder Bezug auf den auf den aktuellen Konflikt oder die Olympischen Spiele in Peking. Der Film ist nicht nur das Tagebuch einer Annäherung an das höchste religiöse und weltliche Oberhaupt Tibets, sondern liefert in Archivbildern auch ein Porträt des Landes selbst, seiner Traditionen, seiner Menschen und des Buddhismus.

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