09.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 09.12.2016
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Langsam gesprochene Nachrichten

09.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 9. Dezember 2016 – langsam gesprochen als MP3

Südkoreas Parlament leitet Amtsenthebung von Präsidentin Park ein:

Nach wochenlangen Protesten gegen Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye hat das Parlament ein Amtsenthebungsverfahren gegen die 64-Jährige eingeleitet. Die Opposition erzielte mit ihrem Antrag auf Entmachtung des Staatsoberhaupts die notwendige Zweidrittelmehrheit, für die auch Stimmen aus Parks eigener Partei notwendig waren. Die Politikerin steht wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck, ihr werden Amtsmissbrauch und Verstöße gegen die Verfassung vorgeworfen. Nach dem Parlament muss nun noch das Verfassungsgericht zustimmen, was Monate dauern könnte.

 

ARD-Trend: Gabriel gegen Merkel chancenlos:

Eine Mehrheit der Deutschen begrüßt die erneute Kanzlerkandidatur von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das geht aus dem neuen ARD-Deutschlandtrend hervor. Demnach finden sechs von zehn Deutschen die CDU-Entscheidung richtig. Würde der Koalitionspartner SPD-Parteichef Sigmar Gabriel ins Rennen schicken, wäre dieser gegen Merkel chancenlos. Nur 19 Prozent würden Gabriel wählen. Mit dem Wechsel von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in die Berliner Politik wendet sich das Blatt. Würde er für die Kanzlerkandidatur nominiert, fiele die Entscheidung der Deutschen knapper aus: 43 Prozent stimmten für Angela Merkel und 36 Prozent für Martin Schulz. 

 

Aktivisten und Rebellen: Kämpfe in Aleppo gehen weiter:

Trotz einer von Russland verkündeten Waffenruhe gehen die Kämpfe in der nordsyrischen Stadt Aleppo Aktivisten zufolge weiter. Es gebe noch immer Gefechte zwischen Regimekräften und oppositionellen Milizen, meldet die in England ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Auch Einwohner der Rebellengebiete in Ost-Aleppo berichteten von Artilleriebeschuss und Kampfjets am Himmel. Ein Sprecher der Rebellenmiliz Nur al-Din al-Sinki erklärte, das Regime und Russland versuchten die Nachricht von einer Waffenruhe zu verbreiten. Tatsächlich gebe es weiterhin Angriffe aus der Luft und mit Artillerie. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte beim Treffen der OSZE in Hamburg erklärt, Syriens Armee habe ihre Angriffe in Aleppo unterbrochen, um etwa 8000 Zivilisten aus der Stadt zu bringen.

 

Tsipras will griechischen Rentnern Weihnachtsgeld zahlen:

Das um weitere Milliarden-Hilfe kämpfende Euro-Sorgenkind Griechenland zahlt ärmeren Rentnern ein Weihnachtsgeld. Ruheständler, die weniger als 850 Euro im Monat erhalten, sollen dieses Jahr eine dreizehnte Rente bekommen. Insgesamt würden 617 Millionen Euro an 1,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner verteilt, kündigte Regierungschef Alexis Tsipras an. Nach seinen Worten sind die Sonderzahlungen für Rentner möglich, weil Griechenland dieses Jahr mehr primären Überschuss, also ohne Schuldendienst, erreichen konnte.

 

Regierung verstärkt Kampf gegen Genitalverstümmelung:

Die Bundesregierung will junge Frauen aus Zuwandererfamilien besser vor Genitalverstümmelung schützen. Dazu soll Begleitern, die mit ihnen für den Eingriff ins Ausland reisen wollen, der Reisepass entzogen werden. Das Bundeskabinett wolle am Freitag eine entsprechende Änderung des Passgesetzes beschließen, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Teilweise reisten Familien mit ihren Kindern in den Ferien etwa nach Afrika, Nahost oder Asien, um in ihren Heimatländern den Mädchen Teile der Schamlippen und der Klitoris entfernen zu lassen, hieß es weiter. Der drohende Passentzug sei ein "bedeutender Schritt", um junge Frauen besser zu schützen, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. In Deutschland wird die Zahl der verstümmelten Mädchen und Frauen auf mindestens 30.000 geschätzt.:

 

Möglicher Machtwechsel in Ghana:

Im westafrikanischen Ghana zeichnet sich ein politischer Machtwechsel ab. Nach aktuellem Auszählungsstand erhielt Oppositionskandidat Nana Akufo-Addo bei der Präsidentschaftswahl 53 Prozent der Stimmen, der 58-jährige Amtsinhaber John Mahama vom regierenden Nationaldemokratischen Kongress (NDC) kam demnach auf 45 Prozent. Der 72-jährige Akufo-Addo, der zum dritten Mal antrat, und seine Neue Patriotische Partei (NPP) hatten bereits am Donnerstag, einen Tag nach der Wahl, ihren Sieg verkündet. Regierungsanhänger und Wahlbeobachter kritisierten dies scharf. Die Wahlkommission teilte mit, die Endergebnisse der Wahl würden erst in 72 Stunden vorliegen.

 

US-Raumfahrtlegende Glenn stirbt im Alter von 95 Jahren:

Der US-Astronaut John Glenn, der als erster Amerikaner die Erde umkreiste, ist tot. Glenn starb im Alter von 95 Jahren in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Ohio. Der 1921 in Cambridge in Ohio als Sohn eines Eisenbahnschaffners geborene Glenn umrundete 1962 als erster US-Amerikaner in einem Raumschiff die Erde. In der Mercury-Kapsel "Friendship 7" brauchte er dafür fünf Stunden. Allerdings hatten die USA den Wettlauf um den ersten Menschen im All verloren: Als erster Mensch war wenige Monate zuvor der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin um die Erde gekreist.

 

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