1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

09.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Im Kampf gegen die Schuldenkrise schließen 23 der 27 EU-Staaten einen verbindlichen Pakt für mehr Haushaltsdisziplin. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy gab die Vereinbarung am frühen Freitagmorgen nach einem Verhandlungsmarathon der Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfeltreffen in Brüssel bekannt. Neben den 17 Ländern der Eurozone wollen der neuen Fiskalunion noch sechs weitere Staaten angehören, die die Gemeinschaftswährung bisher nicht eingeführt haben. Eine Einigung im Kreis aller EU-Mitglieder scheiterte insbesondere an Großbritannien, das Sonderrechte für seine Finanzwirtschaft verlangt hatte. Auch Ungarn, Tschechien und Schweden wollen zumindest vorerst nicht mitziehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich dennoch zufrieden. Die neue Fiskalunion werde zugleich auch eine Stabilitätsunion sein. Dazu gehörten eine Schuldengrenze und automatische Sanktionen für Haushaltssünder, erläuterte die Kanzlerin. Wie der französische Staatschef Nicolas Sarkozy erklärte, soll der neue Vertrag bis März ausgehandelt sein.

***

Die Mitgliedsstaaten der EU wollen Kroatien 2013 als dann 28. Mitglied in die Europäische Union aufnehmen. Ein entsprechender Beitrittsvertrag soll an diesem Freitag beim Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel unterzeichnet werden. Danach soll der Vertrag in allen Mitgliedsländern ratifiziert werden, sodass nach derzeitigen Planungen Kroatien zum Juli 2013 Mitglied der Union werden kann. Dagegen kann Serbien frühestens im März 2012 darauf hoffen, den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu bekommen. Der EU-Ministerrat soll zunächst klären, ob Serbien weiter Erfolge vorweisen kann bei der Umsetzung eines Abkommens mit dem Kosovo über ein Management der gemeinsamen Grenze.

***

In der südafrikanischen Stadt Durban geht der Weltklimagipfel zu Ende. In den vergangenen zwei Wochen haben dort 15.000 Experten beraten. Bei den Verhandlungen geht es darum, den Ausstoß von Treibhausgasen zu mindern und so die Erderwärmung zu begrenzen. Am vorletzten Tag des Gipfels waren Europa und knapp 100 Entwicklungsländer um eine gemeinsame Position bemüht. Die Allianz aus EU und den Entwicklungsstaaten will den Druck auf die USA und rasch wachsende Schwellenländer wie China und Indien verstärken, die zu den größten Verursachern von Treibhausgasen gehören. Bundesumweltminister Norbert Röttgen sagte, die EU und die Entwicklungsstaaten wollten wirklich entscheiden, statt sich wieder zu vertagen.

***

Ungeachtet der Atomkatastrophe in Fukushima will Japan seine Kernkraftwerkstechnologie weiter exportieren. Das Parlament in Tokio segnete entsprechende Kooperationsvereinbarungen mit Russland, Jordanien, Südkorea und Vietnam ab. Japan hatte sich mit diesen Ländern bereits vor dem Unglück in Fukushima in Folge des Tsunamis vom 11. März auf eine entsprechende Zusammenarbeit im zivilen Bereich verständigt. Die Beratungen im Parlament waren nach der Katastrophe allerdings zeitweilig ausgesetzt worden. Trotz des deutschen Atomausstiegs befürwortet nach Presseinformationen auch die Europäische Union den Neubau von Atomkraftwerken. Im bislang vertraulichen Entwurf "Energy Roadmap 2050" bezeichne EU-Energiekommissar Günther Oettinger die Kernkraft als "wichtigen Faktor", berichtet die "Süddeutschen Zeitung". Die Zweifel vieler Europäer an der Kernkraft erwähne das Papier zwar, halte sie aber offenbar für überwindbar.

***

Tiere sollen in Deutschland besser vor qualvoller Zucht geschützt werden. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) plant schärfere Regeln gegen die so genannte Qualzucht. Laut einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" soll deshalb das Tierschutzgesetz verschärft werden. Der entsprechende Entwurf werde gerade innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Zur Qualzucht gehören Züchtungen wie Riesen- und Zwergwuchs bei Hunden, Kurzbeinigkeit, Haarlosigkeit oder verkleinerte Köpfe. Tierschützer hatten die bestehenden gesetzlichen Regelungen als nicht ausreichend kritisiert.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit Schauern und Gewittern. Im Süden Regen. Sehr windig. Höchstwerte drei bis zwölf Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag im Süden Regen oder Schnee. In der Mitte längere freundliche Abschnitte. Im Norden Regen-, Schnee- und Graupelschauer, vereinzelt Gewitter und stürmisch. Tagestemperaturen zwischen null und acht Grad.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema