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Nachrichten

09.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat bekräftigt, dass er erst nach Verabschiedung des von der EU geforderten Stabilitätsgesetzes zurücktreten werde. Entsprechend äußerte sich der 75-Jährige gegenüber der Zeitung "La Stampa". Zugleich lehnte er die Bildung einer Übergangsregierung wie in Griechenland ab. In Italien gebe es zu Neuwahlen keine Alternative, diese könnten Anfang Februar stattfinden. Der Kandidat aus seinem Mitte-Rechts-Lager für das Amt des Regierungschefs werde dann Ex-Justizminister Angelino Alfano sein, so Berlusconi weiter. Italien ist hoch verschuldet und muss für frisches Geld immer mehr Zinsen zahlen. Die Hoffnung auf einen baldigen Regierungswechsel in Rom sorgte aber auch an den Börsen weltweit für Erleichterung. Nach der Beendigung des Handels in New York im Plus legten auch die Kurse an den asiatischen Finanzmärkten zu. Der deutsche Aktienmarkt startete ebenfalls mit Gewinnen in den neuen Handelstag.

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Griechenland will an diesem Mittwoch die Zusammensetzung der neuen Notregierung bekanntgeben, die das Land vor dem drohenden Staatsbankrott bewahren soll. Ministerpräsident Giorgos Papandreou werde Staatspräsident Karolos Papoulias einen neuen Regierungschef vorschlagen, teilte ein Sprecher der noch amtierenden sozialistischen Regierung in Athen mit. Der Name des Chefs der Übergangsregierung wurde aber nicht genannt. Die neue Regierung soll sowohl von den Sozialisten als auch von den Konservativen unterstützt werden. Über den Posten des neuen Regierungschefs wurde bis in die Nacht zu Mittwoch gestritten. Als aussichtsreichster Kandidat hatte lange der frühere Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos, gegolten.-- Unterdessen gibt es neue Spannungen zwischen der EU und Griechenland. EU-Währungskommissar Olli Rehn besteht darauf, dass die Mitglieder der neuen Übergangsregierung sich persönlich und schriftlich zur Einhaltung der Sparziele verpflichten, der Chef der konservativen Opposition, Antonis Samaras, lehnt das ab. Er habe bereits eine mündliche Zusage gegeben und er erlaube es niemandem, an seinen Worten zu zweifeln, so Samaras.

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Der Iran hat nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA an der Entwicklung einer Atombombe gearbeitet. Diese Arbeiten seien zumindest bis zum vergangenen Jahr durchgeführt worden, möglicherweise werde das Programm weiter betrieben, heißt es in dem bisher umfangreichsten und detailliertesten Iran-Bericht der Atom-Behörde. Laut IAEA hat der Iran die Entwicklung atomarer Sprengköpfe vorangetrieben, außerdem gebe es Hinweise auf die Vorbereitung unterirdischer Atomtests. Die israelische Regierung betonte, jetzt, da die Wahrheit aufgedeckt werde, müsse die Staatengemeinschaft den Iran stoppen. Dagegen erklärte Russland, der IAEA-Bericht mindere die Chancen auf einen Dialog mit der Islamischen Republik. Der Iran selbst stritt erneut ab, an einer Atombombe zu arbeiten.

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In Deutschland wird des Jahrestags des Mauerfalls am 9. November 1989 und der Judenpogrome der Nationalsozialisten von 1938 gedacht. Bundesweit erinnern zahlreiche Veranstaltungen an die Zerstörung von Synagogen und die Plünderung jüdischer Geschäfte und Wohnungen vor 73 Jahren. Bundespräsident Christian Wulff erklärte, der 9. November sei für die Deutschen eine bleibende Verpflichtung, für Einigkeit, Recht und Freiheit sowie für die Würde jedes Menschen einzustehen. Dieser Tag sei Erinnerung und Verpflichtung zugleich. An diesem Mittwochabend will Wulff eine neue Synagoge in Speyer eröffnen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse stellt ein Gedenkbuch für die Opfer der Berliner Mauer vor.

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Der russischen Weltraum-Mission zum Marsmond Phobos droht ein schwerer Rückschlag. Die in der Nacht zum Mittwoch gestartete Planetensonde "Phobos-Grunt" hat ihre Übergangsbahn zum Mars nicht erreicht, wie die Raumfahrtagentur Roskosmos in Moskau mitteilte. Ursache sei, dass wegen defekter Sensoren das Marschtriebwerk nicht gezündet habe. Roskosmos habe maximal drei Tage Zeit, die Sonde wieder auf Kurs zu bringen. "Phobos-Grunt" soll im kommenden Jahr die Umlaufbahn des Marsmondes erreichen und dann Daten zur Erde funken. Außerdem soll ein chinesischer Satellit ausgesetzt werden. Für 2013 ist die Landung der Sonde auf Phobos vorgesehen, um Bodenproben zu entnehmen. Die Forscher erhoffen sich von der mehr als 120 Millionen Euro teuren Mission neue Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Auflockerungen und nur etwas Sonnenschein. Sonst überwiegend heiter und trocken. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen neun Grad auf Usedom und 16 Grad im Alpenvorland. DIE AUSSICHTEN FÜR DONNERSTAG: Im Norden oft neblig und trübe. Sonst vielfach heiter und mild. Die Temperaturen erreichen maximal sechs bis 13 Grad.

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