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Nachrichten

09.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Griechenland vor ihrem Besuch zur Umsetzung der geforderten Reformen gedrängt. Zugleich bescheinigte sie dem hochverschuldeten Staat auch Fortschritte. Es gebe Länder, die im Augenblick unglaublich viel leisteten, sagte die CDU-Chefin vor ihrem Abflug auf einer Parteikonferenz in Düsseldorf. Merkel reist erstmals seit Beginn der Schuldenkrise nach Griechenland. Geplant sind Gespräche mit Regierungschef Antonis Samaras und Staatspräsident Karolos Papoulias. In Athen wurden wegen des Besuchs die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die linke Opposition und die Gewerkschaften kündigten massive Proteste gegen Merkel und ihre Sparpolitik an.

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Die Eurogruppe hat Griechenland eine Frist von zehn Tagen gegeben, um die vereinbarten Sparmaßnahmen umzusetzen. Bis zum 18. Oktober müsse "Griechenland klar und glaubwürdig seinen starken Willen zur kompletten Umsetzung des Programms demonstrieren", sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker nach einem Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg. Die internationalen Gläubiger aus IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) prüfen derzeit die griechischen Reformzusagen. Von dem Bericht der sogenannten Troika hängt es ab, ob das Land die nächste Hilfstranche in Höhe von 31 Milliarden Euro bekommt. Andernfalls droht Griechenland einmal mehr der Staatsbankrott.

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Das weltweite Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr geringer ausfallen als erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) global um 3,3 Prozent zunehmen wird, das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Juli geschätzt. 2013 werde das Wirtschaftswachstum 3,6 Prozent betragen. Auch für Deutschland korrigierte der IWF seine Prognose nach unten. Die deutsche Wirtschaft werde sowohl in 2012 als auch in 2013 um 0,9 Prozent wachsen, heißt es im neuen Weltwirtschaftsausblick des IWF. Im Juli waren noch 1,0 in diesem und 1,4 Prozent im nächsten Jahr prognostiziert worden. Ursache für das geringere Wachstum seien die Eurokrise und der amerikanische Schuldenberg, so der IWF. Um gegenzusteuern, müsse die EU zu einer Bankenunion und einer gemeinsamen Haushaltspolitik kommen. In den USA müssten drastische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen vermieden werden.

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Nach einhundert Tagen im Amt hat der ägyptische Präsident Mohammed Mursi eine Amnestie für die Revolutionäre vom Tahrir-Platz erlassen. Sie gelte für alle, die wegen der Proteste gegen Ex-Machthaber Hosni Mubarak zwischen dem 25. Januar 2011 und dem Amtsantritt von Mursi am 30. Juni 2012 verhaftet wurden, heißt es in dem offiziellen Dekret des Präsidenten. Nicht amnestiert werden Häftlinge, die wegen Totschlags einsitzen. Wie viele Bürger von der Amnestie profitieren, war zunächst unklar. Mursi forderte den ägyptischen Generalstaatsanwalt sowie den Militärankläger auf, innerhalb von vier Wochen eine Liste aufzustellen mit den Namen derer, für die die Amnestie gelte.

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat Amtsinhaber Barack Obama Versagen in der Außenpolitik vorgeworfen. Im Nahen Osten sei die Lage schlechter als bei Obamas Amtsantritt, sagte Romney in einer außenpolitischen Grundsatzrede vor Kadetten des Militärinstituts von Virginia in Lexington. Romney kündigte an, als Präsident die Sanktionen gegen Iran wegen dessen Atomprogramm zu verschärfen. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass die demokratische Opposition in Syrien die notwendigen Waffen bekomme, um gegen Machthaber Baschar al-Assad zu kämpfen, forderte er. Romney sprach sich zudem gegen Einsparungen im US-Militärhaushalt aus und kündigte an, das 21. Jahrhundert zu einem amerikanischen Jahrhundert zu machen. Außenpolitik spielte bislang im US-Wahlkampf lediglich eine Nebenrolle. Romney selbst gilt als außenpolitisch eher unerfahren.

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Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner will an diesem Dienstag als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Der 43-Jährige plant, nahe der Stadt Roswell im US-Bundesstaat New Mexico aus 36 Kilometern Höhe mit dem Fallschirm abzuspringen. Dazu wird ihn eine Spezialkapsel zunächst in die Stratosphäre bringen. Dann stürzt er sich in einem Spezialanzug zurück zur Erde. Der Sprung wird mit Kameras übertragen und auch im Internet zu sehen sein. Eigentlich war der Sprung für Montag geplant gewesen, musste dann aber verschoben werden, weil der Wind zu stark war.

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