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Nachrichten

09.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In Polen ist die Bevölkerung aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Letzte Umfragen vor der Abstimmung sahen die regierende liberalkonservative Bürgerplattform von Ministerpräsident Donald Tusk vorne. Sollte sie an der Macht bleiben, wäre dies eine Premiere seit 1989. Bisher gelang es noch keiner Partei, für eine zweite Legislaturperiode in Folge gewählt zu werden. Zweitstärkste Kraft dürfte die nationalkonservative Partei "Recht und Gerechtigkeit" von Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski werden, dem Zwillingsbruder des im vorigen Jahr bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Präsidenten Lech Kaczynski. Vor kurzem sorgte Kaczynski für Aufsehen, als er bei der Vorstellung seines Buches Kanzlerin Angela Merkel bezichtigte, Polen unterwerfen zu wollen. - 30 Millionen Stimmberechtigte gibt es in Polen. Im Parlament, dem Sejm, sitzen 460 Abgeordnete.

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Im Kampf um die Stadt Sirte haben Soldaten und Milizen der neuen libyschen Führung nach eigenen Angaben die Universität unter ihre Kontrolle gebracht. Ein Kommandeur des Nationalen Übergangsrates sprach von einem schwierigen Vorrücken. Die Gefechte auf dem Gelände dauerten an. Die Region gilt als eines der größten Widerstandsnester in Sirte, der Geburtsstadt von Ex-Staatschef Muammar al-Gaddafi. Auch in Bani Walid, 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Tripolis, liefern sich Kämpfer des Übergangsrats und Gaddafi-Anhänger weiter schwere Gefechte.

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Der syrische Außenminister Walid al-Muallem hat die Angriffe auf diplomatische Vertretungen seines Landes in Deutschland und anderen europäischen Staaten kritisiert. Diese müssten sich an internationale Abkommen halten, sagte Muallem in Damaskus. Wenn dies nicht geschehe, werde sich Syrien genauso verhalten. In der Nacht zum Sonntag waren zahlreiche regimekritische Demonstranten in die syrische Botschaft in Berlin wie auch in das Honorarkonsulat des Landes in Hamburg eingedrungen. Ähnliche Aktionen gab es in Wien und London sowie bei der syrischen UN-Mission in Genf. Anlass war die Beerdigung des ermordeten kurdischen Oppositionsführers Maschaal Tammo am Samstag in der syrischen Stadt Kamischli. Sicherheitskräfte schossen auf den Trauerzug und töteten dabei mindestens fünf Menschen.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ist zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Der CSU-Politiker will sich in der Hauptstadt Kabul und in den nördlich gelegenen Städten Kundus und Masar-i-Scharif über den Polizeiaufbau informieren. Derzeit sind mehr als 200 deutsche Polizisten als Ausbilder und Berater am Hindukusch im Einsatz. Friedrich tritt nach eigenen Worten dafür ein, den deutschen Einsatz in der Polizeiausbildung auch nach dem Abzug der Bundeswehr-Soldaten fortzusetzen, der bis Ende 2014 abgeschlossen sein soll. Ziel sei ein Afghanistan, in dem nicht der Terrorismus herrsche, sondern in dem es stabile staatliche Strukturen gebe, sagte Friedrich der "Leipziger Volkszeitung". Die Tätigkeit der deutschen Polizeiausbilder werde daher so lange andauern, wie dies erforderlich sei.

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Dem Chaos Computer Club ist eine "staatliche Spionagesoftware" zugespielt worden, die deutsche Ermittler zur Überwachung von Online-Verbindungen einsetzen. Die untersuchten Trojaner könnten sehr intime Daten abgreifen, teilte der Verein mit. Zudem verfügten sie über eine Fernsteuerung, die weitere Schadsoftware nachladen könne. Die analysierten Fähigkeiten der Trojaner gingen über das Abhören weit hinaus und verletzten die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Dieses hatte 2008 hohe rechtliche Hürden für Online-Durchsuchungen gesetzt. Das heimliche Ausspähen eines Computer-Nutzers zur Gefahrenabwehr ist demnach nur zulässig, wenn eine klare gesetzliche Regelung vorliegt. Zudem muss die Aktion auf Anordnung eines Richters der Abwehr einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut dienen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten sonnig und trocken. Im Süden neben Aufheiterungen auch Schauer. Im Westen und Norden Wolkenaufzug mit Regen. Höchstwerte zwischen sieben Grad an den Alpen und 15 Grad an der Oder. Die weiteren Aussichten: Am Montag Regenschauer im Norden und Osten. An den Alpen teilweise auch ergiebige Niederschläge. Richtung Südwesten sind Auflockerungen möglich. Maximaltemperaturen zwischen elf und 21 Grad.

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