1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Langsam gesprochene Nachrichten

09.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:26

Nachrichten von Samstag, 9. September 2017 – langsam gesprochen als MP3

Hurrikan "Irma" sorgt für weitere Schäden:

Der Wirbelsturm "Irma" zieht weiter in Richtung USA. Am Freitagabend erreichte er Kuba. An der Küste gab es nach Angaben des kubanischen Fernsehens bis zu sechs Meter hohe Wellen. Nahezu eine Million Menschen sind von den Behörden in Sicherheit gebracht worden. Die Meteorologen glauben aber dennoch, dass Kuba glimpflich davon kommen wird, da der Sturm nicht direkt auf die Hauptstadt Havanna trifft. Größere Schäden werden in den USA im Bundesstaat Florida erwartet; dort soll "Irma" am Samstagabend ankommen. Der Gouverneur des US-Bundesstaates, Rick Scott, richtete eine dramatische Warnung an die Bürger: Sämtliche knapp 21 Millionen Einwohner Floridas müssten darauf vorbereitet sein, "bald" ihre Wohngebiete zu verlassen. "Irma" sei größer als der gesamte Bundesstaat, sagte Scott.

 

US-Präsident Trump verknüpft Hilfe und politischen Deal:

US-Präsident Donald Trump hat ein Gesetz unterzeichnet, das den Opfern des Wirbelsturms "Harvey" Bundeshilfen in Höhe von fast 13 Milliarden Euro zusichert. Der Sturm hatte für riesige Regenmengen gesorgt und Teile der US-Bundesstaaten Texas und Louisiana unter Wasser gesetzt. Mit dem Hilfspaket hat Trump zugleich einen politischen Handel unter Dach und Fach gebracht. Die Hilfen sind Teil eines überraschenden Deals zwischen Trump und den oppositionellen Demokraten. Der Kongress hob entsprechend der Abmachung auch die Schuldenobergrenze an, so dass ein Regierungsstillstand zumindest bis in den Dezember hinein vermieden werden kann. Mit der Verknüpfung von Fluthilfe und Schuldenobergrenze konnte Trump das konservative Lager seiner eigenen Partei umgehen. Der rechte Flügel der Republikaner wollte einer Anhebung der Obergrenze für die Staatsverschuldung nicht ohne weiteres zustimmen. Eine Ablehnung der Fluthilfen kam für sie aber auch nicht in Frage.

 

Zahl der Opfer in Mexiko steigt:

In Mexiko werden immer mehr Opfer des schweren Erdbebens gefunden. Die Behörden gehen jetzt von mehr als 60 Toten aus. Das Beben am Donnerstagabend war mit einer Stärke von 8,2 das stärkste in der Region seit mehr als 80 Jahren. Das Epizentrum lag im Pazifik in 19 Kilometern Meerestiefe. Die Behörden hatten befürchtet, dass das Beben auch einen Tsunami auslösen würde. Später wurde jedoch Entwarnung gegeben; die Flutwelle fiel deutlich kleiner aus als gedacht. Selbst in der Hauptstadt Mexiko-Stadt, die rund 800 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt, bebte die Erde. Zeitweise waren 1,5 Millionen Menschen ohne Strom.

 

UN kritisieren EU-Flüchtlingspolitik:

Nach der Organisation "Ärzte ohne Grenzen" haben jetzt auch die Vereinten Nationen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union kritisiert. Bei der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten würden die Menschenrechte zu wenig berücksichtigt, sagte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein. Er kritisierte insbesondere die Kooperation mit Libyen. Die Europäische Union habe sich dort auf die Zusammenarbeit mit einer Küstenwache eingelassen, der man nicht wirklich vertrauen könne. Teilweise würde sie Flüchtlinge retten, manchmal würde sie den Menschen aber auch nicht helfen, sondern sie ausrauben oder sogar erschießen. Dieser Machtmissbrauch werde von der EU heruntergespielt, sagte Said. Zuvor hatte bereits "Ärzte ohne Grenzen" erklärt, die EU sei "geblendet vom alleinigen Ziel, Menschen von Europa fernzuhalten".

 

Innenminister de Maiziere will Asylleistungen vereinheitlichen:

Bundesinnenminister Thomas de Maizière will die Leistungen für Asylbewerber in Europa angleichen. In Deutschland seien diese Leistungen "im EU-Vergleich ziemlich hoch", sagte der CDU-Politiker der Zeitung "Rheinische Post". Das sei Teil des Sogeffekts nach Deutschland. De Maizière räumte ein, dass auch die Lebenshaltungskosten in Deutschland höher seien als in anderen EU-Ländern wie beispielsweise in Rumänien. Im Rahmen einer EU-weiten Angleichung der staatlichen Leistungen für Asylbewerber seien entsprechende Kaufkraftzuschläge für einzelne Staaten denkbar. Der Innenminister forderte auch eine Angleichung der Asylverfahren und einen einheitlichen Rechtsschutz. De Maizière erklärte, in Deutschland klagten besonders viele abgelehnte Asylbewerber gegen die Entscheidung vor Gericht. Über diverse Rechtsmittel könnten sie ihre Abschiebung deutlich länger hinauszögern als anderswo.

 

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema