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Nachrichten

09.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Mit einem ambitionierten Konjunkturpaket will Präsident Barack Obama die US-Wirtschaft aus der Talsohle holen und den Arbeitsmarkt beleben. Kern des 450-Milliarden-Dollar-Pakets, das Obama in einer mit Spannung erwarteten Rede vor beiden Kongresskammern in Washington vorstellte, sind umfangreiche Senkungen der Sozialabgaben und Steuererleichterungen für kleinere und mittlere Einkommen. Unternehmen, die Jobs schaffen, würden mit steuerlichen Anreizen belohnt. Geplant sind zudem weitere Investitionen in das Bildungssystem und die desolate Infrastruktur. Die Unterstützungszahlungen an Arbeitslose will Obama verlängern. Finanziert werden soll das Programm durch Einsparungen an anderer Stelle. Das ohnehin schon gigantische Staatsdefizit solle sich langfristig nicht weiter vergrößern, versicherte Obama. An die republikanische Opposition appellierte der Präsident, endlich Schluss zu machen mit dem "politischen Zirkus" und seine Job-Initiative schnell zu verabschieden. Deren Sprecher in Senat und Repräsentantenhaus äußerten sich zurückhaltend bis ablehnend.

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Kurz vor dem zehnten Jahrestag der Anschläge von New York und Washington gehen die US-Behörden Hinweisen auf möglicherweise bevorstehende Terroranschläge nach. Die Bedrohungen seien spezifisch und glaubwürdig, aber nicht bestätigt, erklärte das US-Heimatschutzministerium. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sagte vor der Presse, es gebe glaubhafte Informationen, dass Terroristen einen "Plan ausgeheckt" hätten. Er schickte zusätzliche Polizisten auf die Straßen. Nach Medienberichten beraten die Sicherheitsbehörden über eine Anhebung der Terrorwarnstufe. Der Verdacht richte sich unter anderem auf drei im August eingereiste Personen, hieß es unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch einen langen Weg im internationalen Anti-Terror-Kampf. Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September sagte Merkel in einem Fernsehinterview, dass die Weltgemeinschaft eng zusammenarbeiten müsse, um zu lernen, wie man dem Terrorismus abschließend begegne. Die Terrorgefahr sei nach wie vor latent. Die Kanzlerin bezeichnete die Verschärfung vieler Sicherheitsgesetze nach den Anschlägen in den USA als notwendig. Die Einschnitte in die Freiheitsrechte und die Kontrollen seien notwendig, um das hohe Gut freiheitlichen Lebens sicherzustellen. - Am Donnerstag hatte die Berliner Polizei zwei Terrorverdächtige festgenommen. Die beiden Männer hätten in größeren Mengen Chemikalien beschafft, mit denen sich Sprengstoff herstellen lasse.

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In der ersten Debatte über die geplante Ausweitung des Euro-Rettungsschirms haben sich Regierung und Opposition im Bundestag einen harten Schlagabtausch geliefert. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warb bei den Abgeordneten um Unterstützung für den Gesetzentwurf zur Reform des Rettungsschirms. Es gehe darum, den verschuldeten Staaten in Europa Zeit zu verschaffen, ihre Finanzen in Ordnung zu bringen, erklärte der CDU-Politiker. SPD-Chef Sigmar Gabriel warf Schäuble sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel "kurzsichtige und dumme Parolen" in der europäischen Schuldenkrise vor. Trotz seiner massiven Kritik versicherte Gabriel aber, die SPD-Fraktion werde dem Gesetzentwurf der Regierung zustimmen. Damit ist eine Verabschiedung der Reform so gut wie sicher, obwohl einige Abgeordnete von CDU, CSU und FDP bei der Abstimmung am 29. September gegen die Ausweitung des Rettungsschirms stimmen wollen.

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Die Inflationsrate in Deutschland liegt auch im August bei 2,4 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sind vor allem Gas, Heizöl und Benzin sowie Nahrungsmittel und Bekleidung deutlich teurer als im Vorjahr. Auch im Juni und Juli hatte die Teuerungsrate 2,4 Prozent betragen. Damit liegt die Inflationsrate seit Jahresbeginn beständig über der Zwei-Prozent-Marke, bis zu der die Europäische Zentralbank von stabilen Preisen spricht. Experten wie EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erwarten aber einen Rückgang der Inflation, weil die sich abkühlende Weltkonjunktur die Preise für viele Rohstoffe drückt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Anfangs meist noch bewölkt und örtlich Regen, später von Südwesten her freundlicher. Tageshöchstwerte zwischen 16 Grad an der Ostsee und bis zu 26 Grad im Breisgau. Die weiteren Aussichten: Am Samstag meist heiter und trocken. Sommerlich warm mit Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad.

 

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