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Nachrichten

09.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:06

Nachrichten von Samstag, 9. Juli 2016 – langsam gesprochen als MP3

Polizei findet in Wohnung des Schützen von Dallas Material zum Bombenbau:

Bei dem mutmaßlichen Heckenschützen von Dallas, einem 25-jährigen Armee-Veteranen, hat die Polizei ein beträchtliches Kampfarsenal gefunden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in einem Vorort der texanischen Metropole fanden die Ermittler Material zum Bau von Bomben, kugelsichere Westen, Gewehre, Munition sowie eine Art Tagebuch zu Kampftechniken. Laut Polizeiangaben war der Ex-Soldat nicht vorbestraft. Heimatschutzminister Jeh Johnson bestätigte, dass es sich offenbar um einen Einzeltäter handelte, der das Verbrechen ohne Verbindung oder Inspiration durch irgendeine internationale terroristische Gruppe beging.

USA weisen zwei Russen aus:

Als Reaktion auf die Attacke auf einen US-Diplomaten in Moskau durch einen russischen Polizisten haben die USA zwei russische Staatsbürger ausgewiesen. Dies teilte das US-Außenministerium mit. Welche Aufgabe oder Position die Russen in den USA hatten, ist nicht bekannt. Nach Angaben des US-Außenministeriums hatte der Polizist den US-Diplomaten am 6. Juni am Eingang des Botschaftsgeländes attackiert, obwohl sich dieser ausgewiesen hatte. Bereits Ende Juni hatte eine US-Außenamtssprecherin Berichte der Zeitung "Washington Post" bestätigt, wonach US-Diplomaten in Moskau seit der russischen Annexion der Krim-Halbinsel vor zwei Jahren vermehrt von Sicherheitsbeamten und Verkehrspolizisten observiert und attackiert werden. Russland warf seinerseits den USA die Behinderung seiner eigenen Diplomaten vor. Diese Vorwürfe wies Washington als unbegründet zurück.

Trotz Waffenruhe Kämpfe in Syrien:

Trotz der von der Regierung ausgerufenen Waffenruhe sind bei Rebellenangriffen im nordsyrischen Aleppo nach Angaben von Aktivisten mindestens 25 Zivilisten getötet worden. Rebellen hätten vom syrischen Regime kontrollierte Bezirke der Stadt mit Raketen beschossen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Unter den getöteten Zivilisten seien sechs Kinder, 120 weitere Menschen seien verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von 23 Toten und 140 Verletzten. Die Waffenruhe war insbesondere in und um Aleppo wiederholt gebrochen worden. Bei Luftangriffen der syrischen oder der russischen Armee in der nordwestlichen Provinz Idlib wurden laut Beobachtungsstelle mindestens 22 Zivilisten getötet und Dutzende weitere verletzt. Idlib wird von einem Bündnis kontrolliert, zu dem die islamistische Al-Nusra-Front gehört. Die syrische Regierung hatte den Kampf gegen die Al-Nusra-Front sowie die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) von der dreitägigen Waffenruhe ausgenommen.

Nordkorea feuert wieder Rakete ab:

Nach der Ankündigung der USA, in Südkorea ein modernes Raketenabwehrsystem zu installieren, hat Nordkorea einen neuen Raketentest durchgeführt. Nahe dem Hafen Sinpo habe das Militär des kommunistischen Nachbarn von einem U-Boot aus eine ballistische Rakete abgeschossen teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium in Seoul mit. Der Versuch sei aber vermutlich in einer frühen Flugphase fehlgeschlagen. Das US-Außenministerium in Washington verurteilte die Aktion und erklärte, Nordkorea verletze damit erneut die Auflagen der Vereinten Nationen. Erst Mitte Juni hatte das international isolierte Land zwei Mittelstreckenraketen getestet.

Schüsse am Präsidentenpalast in Südsudans Hauptstadt Juba:

Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit Südsudans an diesem Samstag sind am Präsidentenpalast in der Hauptstadt Juba Schüsse gefallen. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, sollen am Abend eine halbe Stunde lang Schüsse und Artilleriefeuer zu hören gewesen sein. Im Präsidentenpalast hielten sich zu dem Zeitpunkt Präsident Salva Kiir und sein Stellvertreter Riek Machar auf. Später beruhigte sich die Lage vor dem Präsidentenpalast, in der Stadt waren aber weiter Schüsse zu hören. Bereits vor einigen Tagen waren in Juba fünf Regierungssoldaten in einem Schusswechsel mit Rebellen getötet worden.

Bußgeldverfahren gegen VW eröffnet:

Wegen der Manipulation von Abgaswerten hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeldverfahren gegen Volkswagen eröffnet. Es geht um die Ahndung eventueller Ordnungswidrigkeiten durch Geldbußen und gegebenenfalls auch "um die Abschöpfung des wirtschaftlichen Vorteils", den VW durch den weltweiten Verkauf von elf Millionen Fahrzeugen mit mutmaßlich manipulierten Schadstoffwerten gehabt haben könnte. Dies berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung. Ausgangspunkt des neuen Verfahrens ist demnach die Aufsichtspflicht einer Unternehmensführung. Die Staatsanwaltschaft muss laut den Berichten prüfen, ob der Einsatz der Betrugssoftware in elf Millionen Dieselfahrzeugen vom Volkswagen-Management zumindest fahrlässig ermöglicht wurde, weil es seine Aufsichtspflichten vernachlässigte. Sollte das der Fall sein, muss als nächstes ermittelt werden, wie hoch der dadurch erzielte Gewinn war. Zur möglichen Höhe eines Bußgeldes machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.

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