1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

09.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

Die neue griechische Regierung von Ministerpräsident Antonis Samaras hat ihre erste Vertrauensabstimmung im Parlament gewonnen. Dabei votierten alle 179 Abgeordneten der Koalition aus Konservativen, Sozialisten und Liberalen für den Regierungskurs. 121 stimmten dagegen. In der vorangegangenen Debatte hatte Samaras erklärt, das Regierungsbündnis werde alle notwendigen Reformen und Veränderungen vorantreiben. Ziel sei es, das Land in der Eurozone zu halten und aus der seit fünf Jahren andauernden Rezession zu führen. Zugleich hatte er von der Europäischen Union mehr Zeit zur Erfüllung der Vorgaben gefordert. Griechenlands Finanzminister Giannis Stournaras nimmt an diesem Montag an einem Treffen der Ressortchefs der Euro-Gruppe teil. Thema ist dort der jüngste Bericht der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds zum Reformprozess in Griechenland. Außerdem geht es um die Hilfen für Spanien und Zypern.

***

Erstmals nach der Ära Gaddafi haben die Libyer ein demokratisches Parlament gewählt. Bei der Auszählung der Stimmen zeichnete sich am Sonntag ein deutlicher Vorsprung für die liberale Allianz von Mahmud Dschibril ab. Die Gruppierung des ehemaligen Übergangsministerpräsidenten habe in der Hauptstadt Tripolis und in Bengasi die meisten Stimmen erhalten, meldeten Wahlbeobachter nach Wählerbefragungen. Die islamistische Muslimbruderschaft belegte demnach den zweiten Platz. In den Nachbarländern Ägypten und Tunesien hatten sich nach jahrzehntelanger Unterdrückung bei Wahlen islamistische Parteien durchgesetzt. Offizielle Ergebnisse sollen erst in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Der neu gewählte Allgemeine Nationalkongress in Tripolis löst den Übergangsrat ab. Die 200 Abgeordneten sollen eine Übergangsregierung ernennen und die Wahl eines Rates vorbereiten, der eine Verfassung für das nordafrikanische Land schreiben soll.

***

Der neue ägyptische Präsident Mohamed Mursi hat das vom Militär aufgelöste Parlament wieder eingesetzt. Bis es zu Neuwahlen kommt, sollen die Abgeordneten wieder tagen, entschied Mursi und griff damit die Autorität des Militärs an. Der Militärrat ordnete nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Mena umgehend eine Sondersitzung an, um über Mursis Vorgehen zu beraten. Einer der Generäle sagte, das Militär sei über den Schritt nicht vorab informiert worden. Mitte Juni war das Militär einer Entscheidung des Verfassungsgerichts gefolgt und hatte die Auflösung des Parlaments angeordnet. Die Muslimbrüder, die als Sieger aus den Wahlen hervorgegangen waren, werteten dies als Staatsstreich. Der Islamist Mursi war am 30. Juni als Präsident vereidigt worden. Das Parlament wird von den Muslimbrüdern und ihren Verbündeten dominiert.

***

Der internationale Sondergesandte Kofi Annan ist zu neuen Gesprächen über eine Lösung des Syrien-Konflikts in Damaskus eingetroffen. Annan wolle mit Präsident Baschar al-Assad zusammenkommen, kündigte Annans Sprecher an. Es ist Annans dritter Syrien-Besuch seit seiner Ernennung zum Sondergesandten. Ursprünglich hatte es geheißen, Annan werde erst am Montag eintreffen.

***

Im Süden Afghanistans sind sieben Nato-Soldaten sowie 28 Zivilisten und Polizisten getötet worden. Sechs US-amerikanische Mitglieder der Isaf-Schutzgruppe kamen bei der Detonation einer Bombe an einer Straße ums Leben, wie das Militärbündnis mitteilte. Kurz zuvor sei ein Soldat beim Angriff eines Aufständischen im Süden des Landes getötet worden. Für die NATO-geführte Isaf war es der verlustreichste Tag seit fast vier Monaten. Darüber hinaus wurden nach Behördenangaben 28 Zivilisten und Polizisten in den Provinzen Kandahar und Helmand bei einer Serie von Bombenanschlägen getötet. Die Internationale Gemeinschaft sagte inzwischen Afghanistan zivile Hilfe in Milliardenhöhe über das Ende des NATO-Kampfeinsatzes 2014 hinaus zu. Sie macht die Unterstützung aber von einer besseren Arbeit der Regierung in Kabul abhängig. In der Abschlusserklärung der Konferenz in Tokio hieß es, die Gebernationen wollten bis einschließlich 2015 mehr als 16 Milliarden Dollar bereitstellen.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema