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Nachrichten

09.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Südsudan hat sich offiziell für unabhängig vom Norden erklärt und in der Hauptstadt Juba seine Staatsgründung gefeiert. Parlamentspräsident James Wani Igga verlas vor zehntausenden Bürgern und zahlreichen internationalen Gästen die Unabhängigkeitserklärung. Nach dem Hissen der neuen Flagge legte Präsident Salva Kiir seinen Amtseid ab und unterzeichnete die Übergangsverfassung. Der Südsudan ist damit der 54. und jüngste Staat Afrikas. An der Zeremonie nahmen auch der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Staatschef des Sudan, Omar Hussein al-Baschir und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon teil. Deutschland nimmt ab sofort diplomatische Beziehungen zum Südsudan auf. Auch die USA erkannten den Südsudan formell als Staat an. - Die Bürger des Südsudan hatten sich im Januar in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für eine Abspaltung vom Norden ausgesprochen. Zwischen beiden Staaten umstritten ist weiterhin der genaue Grenzverlauf sowie die Aufteilung der Öleinkünfte.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat deutsche Hilfe beim Aufbau stabiler Strukturen nach der Teilung des Sudan zugesagt. Die Bundesregierung wolle, dass im Norden und Süden des Landes zwei stabile Staaten entstünden, betonte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Afrika sei in großer Bewegung, sagte Merkel weiter, die von Montag bis Donnerstag zum zweiten Mal als Kanzlerin den Kontinent besucht. Stationen ihrer Reise sind Kenia, Angola und Nigeria.

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Vor dem Hintergrund anhaltender Kritik am Panzer-Verkauf nach Saudi-Arabien haben mehrere Mitglieder des verantwortlichen Bundessicherheitsrates die strategische Bedeutung des Landes für den Nahen und Mittleren Osten hervorgehoben. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Verteidigungsminister Thomas de Maizière vermieden es allerdings, die Export-Genehmigung zu bestätigen. Friedrich erinnerte in der "Bild am Sonntag" an Bombenpakete aus dem Jemen, die durch Hinweise aus Saudi-Arabien entdeckt worden seien. De Maizière sagte dem "Hamburger Abendblatt", dass der Jemen höchst instabil sei und das Nachbarland Saudi-Arabien eine stabilisierende Rolle in der Region spiele. Nach inoffiziellen Informationen hat der geheim tagende Bundessicherheitsrat den Verkauf von 200 Leopard-Kampfpanzern an Saudi-Arabien bereits genehmigt.

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Die Deutsche Bahn wird nach eigenen Angaben künftig jährlich mehrere tausend neue Mitarbeiter einstellen. Der "Berliner Zeitung" nannte Personalvorstand Ulrich Weber eine durchschnittliche Zahl zwischen 5.000 und 7.000 über die nächsten Jahre hinweg. Gesucht seien gering Qualifizierte genauso wie Fachkräfte und Akademiker. Die Zahl der Auszubildenden werde bereits im laufenden Jahr um 500 auf insgesamt 3.400 steigen, sagte er. Weber begründete die Einstellungs-Welle mit einer ungünstigen Altersstruktur des Unternehmens durch eine lange Phase von Rationalisierung in der Vergangenheit. Rund 40 Prozent der Bahnmitarbeiter seien inzwischen über 50 Jahre alt.

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An dem neuen Hilfspaket für Griechenland werden sich private Banken offenbar deutlich geringer beteiligen als bisher erwartet. Dies verlautet aus diplomatischen Kreisen in Brüssel. Danach sollen Banken, Versicherungen und andere private Anleger in Europa inzwischen noch maximal 15 Milliarden Euro zur finanziellen Unterstützung des hochverschuldeten Landes beisteuern. Das Gesamtvolumen liegt bei 110 Milliarden Euro. Gerade die Bundesregierung hatte auf eine Beteiligung des Privatsektors gedrungen. Unterdessen hat der Internationale Währungsfonds eine weitere Milliarden-Tranche für Griechenland freigegeben. Mit dem jüngsten Teilkredit über rund 3,2 Milliarden Euro belaufen sich die Hilfen des Fonds nun auf insgesamt 17,4 Milliarden Euro, wie der IWF in Washington mitteilte.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten längere Zeit heiter und trocken. Im Nordwesten und an den Alpen kommen Gewitter auf. Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 29 Grad.
DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Sonntag Wechsel von Sonne und Wolken. In der Südhälfte kräftige Gewitter. Die Temperaturen erreichen maximal 20 bis 29 Grad.

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