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Nachrichten

09.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:09

Nachrichten von Dienstag, 9. Juni 2015 – langsam gesprochen als MP3

G7 drängen Griechen zum Einlenken im Schuldenpoker:

Die stockenden Verhandlungen Griechenlands mit seinen Geldgebern steuern auf die entscheidende Phase zu. Das Problem sei, dass es nicht mehr viel Zeit gebe, warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem G7-Gipfel, der auf Schloss Elmau statt fand. Mit dem politischen Gewicht der sieben führenden Industriestaaten im Rücken rief Merkel die Regierung in Athen auf, Reformen umzusetzen oder Alternativen vorzuschlagen. Ähnlich äußerten sich die Präsidenten der USA und Frankreichs, Barack Obama und François Hollande. In Berlin mahnte der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis die Gläubiger zur Eile, um die Gefahr eines griechischen Ausscheidens aus dem Euro zu bannen. Man müsse einen Unfall abwenden, der ein Fehler wäre. Auch Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble müssten ihrer Verantwortung gerecht werden.

Bundeswehr soll neues Flugabwehrsystem Meads bekommen :

Die Bundeswehr soll mit dem neuen Luftabwehrsystem Meads ausgerüstet werden. Nach langer Prüfung hat sich das Verteidigungsministerium nach Meldungen der Deutschen Presse-Agentur und des ARD-Hauptstadtstudios für das Medium Extended Air Defense System entschieden. Es soll 2025 die "Patriot"-Einheiten des US-Konzerns Raytheon ablösen. An Meads sind MDBA Deutschland, MDBA Italien und die US-Firma Lockheed Martin beteiligt. Bisher sind vier Milliarden Euro in das Projekt geflossen, davon eine Milliarde Euro deutsches Steuergeld. Drei bis vier weitere Milliarden wird Meads in der Anschaffung kosten. Das Waffensystem wird damit die teuerste Neuerwerbung der Bundeswehr in den nächsten Jahren sein und gilt als erstes großes Rüstungsprojekt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Anklage gegen US-Polizisten im Fall Walter Scott:

Ein weißer Polizist im US-Bundesstaat South Carolina muss sich wegen der tödlichen Schüsse auf den unbewaffneten Afroamerikaner Walter Scott vor Gericht verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft entschied eine Grand Jury aus Laienrichtern, dass die Beweise für eine Mordanklage gegen den Polizeibeamten Michael S. ausreichen. Dem mittlerweile gefeuerten Polizisten droht bei einer Verurteilung lebenslange Haft. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie S. dem weglaufenden 50-jährigen Scott im April in den Rücken schießt. Der Beamte erklärte, er habe sich bedroht gefühlt. Der Tod des Afroamerikaners befeuerte die Debatte über exzessive Gewaltanwendung und rassistische Diskriminierung durch US-Polizisten. Im August 2014 hatte ein weißer Polizist in der Kleinstadt Ferguson den unbewaffneten schwarzen Jugendlichen Michael Brown erschossen. Wegen mangelnder Beweise wurde er nicht angeklagt. Die Vorgänge führten in Ferguson und anderen Städten zu gewaltsamen Protesten.

Website der US-Armee wegen Hackerangriffs zeitweise stillgelegt:

Wegen eines Hackerangriffs hat die US-Armee ihre Website vorübergehend stillgelegt. Ein Sprecher sagte, es seien "geeignete Vorsichtsmaßnahmen" ergriffen worden. Der Angriff galt der Armee-Website www.army.mil, die sich an die breite Öffentlichkeit richtet und keine geheimen Informationen enthält. Daten seien bei der Cyberattacke nicht gestohlen worden. Zu dem Angriff bekannte sich auf Twitter die sogenannte Syrische Elektronische Armee, die dem Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad anhängt. Die Hacker publizierten nach eigenen Angaben auf der Website der US-Armee Botschaften, die die Ausbildung syrischer Rebellen durch die USA verurteilten. Präsident Barack Obama kündigte auf dem G7-Gipfel in Bayern an, den Kampf gegen Hacker zu verschärfen.

UN legen Vorschlag für Einheitsregierung in Libyen vor:

Im Ringen um eine Konfliktlösung in Libyen verstärkt die internationale Gemeinschaft ihre Bemühungen. Bei einem Treffen im marokkanischen Küstenort Skhirat legte der UN-Sondergesandte für Libyen, Bernardino León, Vertretern der rivalisierenden libyschen Regierungen einen Vorschlag für ein Abkommen vor. Zudem sollen Vertreter beider Seiten nach Berlin reisen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Verhandlungskreisen erfuhr. Dort seien Gespräche mit hochrangigen Vertretern der G7 geplant. Der spanische UN-Gesandte rief beide Delegationen auf, den Vorschlag ihren jeweiligen Parlamenten vorzulegen und sich Anfang nächster Woche wieder in Marokko zu treffen. Seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi 2011 herrschen in Libyen Chaos und Gewalt. Im Sommer 2014 eroberten islamistische Milizen die Hauptstadt Tripolis und bildeten dort eine eigene Regierung, die international nicht anerkannt ist.

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