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Nachrichten

09.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der spanische Bankensektor benötigt nach Einschätzung des internationalen Währungsfonds Finanzhilfen in Höhe von mindestens 40 Milliarden Euro. Dies sei das Ergebnis eines Stresstests bei den Finanzinstituten des Landes, teilte der IWF in Washington mit. Fonds-Chefin Christine Lagarde forderte die Europäer zu mehr Gemeinsamkeit in der Schuldenkrise auf. Dies sei als Zeichen an die Finanzmärkte nötig, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Nach Einschätzung der US-Ratingagentur Moody's könnten Finanzhilfen der europäischen Partner für Spanien eine weitere Herabstufung des Landes nach sich ziehen. Bisher hat Madrid keine Darlehen aus dem Eurorettungsschirm EFSF beantragt. Berichte zu möglichen Verhandlungen darüber an diesem Wochenende wies die spanische Regierung zurück. Dagegen erklärte der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, Vitor Constancio, ein formeller Antrag Spaniens werde erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Freitag noch erklärt, man werde in dieser Frage keinen Druck auf die Regierung in Madrid ausüben.

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In Syrien haben Beobachter der Vereinten Nationen bei ihrem Besuch am Ort des jüngsten Massakers ein Bild des Schreckens vorgefunden. In dem Dorf Al-Kubeir, wo syrische Regierungstruppen und Milizen nach Oppositionsangaben am Mittwoch etliche Menschen getötet haben sollen, hätten sie blutige Hauswände gesehen. Über die tatsächliche Zahl der Opfer könnte man noch keine Angaben machen. Die syrische Regierung hatte jede Verantwortung für das Massaker von sich gewiesen und wie so oft "Terrorbanden" dafür verantwortlich gemacht. Unterdessen werden aus der südsyrischen Stadt Deraa neue Kämpfe gemeldet. Nach Angaben von Oppositionellen wurden durch Beschuss der Armee etwa 20 Menschen getötet. Angesichts der sich verschärfenden Gewalt in Syrien forderte der Sondergesandte Kofi Annan den UN-Sicherheitsrat auf, den Druck auf Präsident Baschar al-Assad zu erhöhen.

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In der westafrikanischen Elfenbeinküste sind sieben Blauhelm-Soldaten in einen Hinterhalt geraten und getötet worden. Der Vorfall ereignete sich im Westen des Landes im Grenzgebiet zu Liberia, wie ein Sprecher der UN-Mission erklärte. Die getöteten Soldaten stammten aus dem Niger. Aus UN-Kreisen verlautete, die Blauhelme seien im Gebiet von Tai auf Patrouille gewesen. Es habe dort Gerüchte über bevorstehende Anschläge in der Region gegeben. Der Westen der Elfenbeinküste gilt als instabil. Die Region wurde seit dem Ende des mehrmonatigen gewaltsamen Machtkampfes im April 2011 schon mehrfach von Anschlägen getroffen.

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Die Beschäftigten zweier insolventer Tochterunternehmen der Drogeriekette Schlecker, der Firmen "Ihr Platz" und "Schlecker XL", müssen weiter um ihre Arbeitsplätze bangen. Ein bereits als sicher gehandelter Investor, die Münchner Firma Dubag, zog das Übernahmeangebot zurück, wie der Insolvenzverwalter mitteilte. Die Verhandlungen waren mit dem Hauptgläubiger, dem Kreditversicherer Euler Hermes, geführt worden. "Ihr Platz" betreibt derzeit 490 Filialen mit knapp 4000 Mitarbeitern in Deutschland. "Schlecker XL" beschäftigt 1100 Mitarbeiter in 342 Filialen. Die Zukunftsaussichten für beide Unternehmen galten als positiv.

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In Kassel wird an diesem Samstag die 13. documenta eröffnet. Die Schau gilt als eine der wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst weltweit. Sie steht in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung von Carolyn Christov-Bakargiev. Bis zum 16. September werden rund 750.000 Besucher in Kassel erwartet, zur Eröffnung kommen Bundespräsident Joachim Gauck und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.

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