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Nachrichten

09.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In einer Regierungserklärung erläutert Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Stunde vor dem Deutschen Bundestag die Kabinettsbeschlüsse zum Atomausstieg. Als Konsequenz aus der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima wollen CDU/CSU und FDP die Atomkraftwerke in Deutschland bis 2022 schrittweise abschalten. Bislang hatte die Kernenergie einen Anteil von rund 22 Prozent an der Stromproduktion in Deutschland. Er soll nach den Vorstellungen der Regierung vor allem durch erneuerbare Energien ersetzt werden. - Die Koalition hofft bei der Energiewende auf Unterstützung auch der Opposition. Noch im Herbst 2010 hatte Schwarz-Gelb längere Laufzeiten für die Kernkraftwerke durchgesetzt.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble haben bei den Koalitionsfraktionen um Zustimmung für weitere Finanzhilfen für das hoch verschuldete Griechenland geworben. Nach Angaben von Teilnehmern der Fraktionssitzungen bezifferte Schäuble den zusätzlichen Bedarf Griechenlands bis 2014 auf rund 90 Milliarden Euro. Merkel habe Schäubles Forderung unterstützt, private Griechenland-Gläubiger an einem neuen Hilfspaket zu beteiligen. Nach Korrespondentenberichten aus Berlin zeichnet sich bei den Abgeordneten von Union und FDP eine breite Mehrheit für eine neue Griechenlandhilfe ab. 2010 war Athen von der EU, den Euro-Staaten und dem Internationalen Währungsfonds - IWF - ein Hilfspaket von 110 Milliarden Euro zugesagt worden. In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht dieser sogenannten Troika heißt es, Griechenland könne ohne neue Hilfen seine Finanzprobleme nicht lösen.

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Deutsche Versicherungsunternehmen und Banken haben sich nach Medienberichten in großem Stil von griechischen Staatsanleihen getrennt. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" halten die Versicherer noch griechische Papiere im Wert von 2,8 Milliarden Euro. Vor einem Jahr seien es noch 5,8 Milliarden Euro gewesen. Der Zeitung "Financial Times Deutschland" zufolge haben die Banken seit Mai 2010 ein Drittel ihrer Griechenland-Anleihen abgegeben. Sie hielten noch Papiere für gut zehn Milliarden Euro.

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Die griechische Polizei hat mehrere wilde Flüchtlingscamps in der Hafenstadt Igoumenitsa aufgelöst. Die Stadt gilt als eine der Drehscheiben der illegalen Migration nach Westeuropa. Das griechische Fernsehen zeigte Bilder von Beamten, die Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis festnahmen. - Die Flüchtlinge lebten seit Jahren in Parks und Waldregionen in der Nähe des Hafens. Dort hatten sie mit Plastikplanen oder Wellblech Hütten errichtet. Der Weg über die Türkei und Griechenland und Italien ist eine der Hauptrouten, auf denen Schleuser immer wieder versuchen, Migranten aus Asien und Afrika nach Westeuropa zu schmuggeln.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat mit einer Debatte über eine mögliche Resolution gegen das gewaltsame Vorgehen der syrischen Regierung gegen Demonstranten begonnen. Während der Westen sich dafür aussprach, eine Resolution bald zu verabschieden, bekräftigten Russland und China ihre ablehnende Haltung. Der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant äußerte allerdings die Erwartung, dass die von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Portugal vorgelegte Resolution in den kommenden Tagen zur Abstimmung gestellt werde. Diese sieht ein sofortiges Ende der Gewalt gegen die syrische Opposition und ein Ende der Belagerung von Städten durch die Armee vor. Gezielte Sanktionen sind allerdings nicht vorgesehen. Bei den Unruhen und bei Gewaltaktionen gegen Oppositionelle in Syrien wurden in den vergangenen drei Monaten schätzungsweise mehr als 1.000 Menschen getötet. Unterdessen flohen in Syrien zahlreiche weitere Menschen aus der Stadt Dschisrasch Schugur. Sie befürchten einen großangelegten Militäreinsatz.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Über Ostsee und Oder abziehender Regen, nach Westen hin nur noch vereinzelt Schauer und meist trocken, südlich der Donau stärker bewölkt und gelegentlich etwas Regen. Höchstwerte 16 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Ein freundlicher Mix aus Sonne und Wolken, im Westen erhöhte Schauerneigung. Bei Höchstwerten zwischen 19 und 21 Grad relativ kühl.

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