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Nachrichten

09.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Passagierflugzeug nach Start in den USA

Passagierflugzeug nach Start in den USA

Die amerikanischen Geheimdienste haben den geplanten Anschlag des Terrornetzwerks Al Kaida auf ein Passagierflugzeug offenbar durch den Einsatz eines Agenten vereiteln können. Wie US-Medien berichten, soll der Al-Kaida-Ableger im Jemen ausgerechnet einem eingeschleusten Informanten die Aufgabe übertragen haben, die Bombe an Bord einer Linienmaschine in die USA zu bringen und zu zünden. Der Mann habe den Sprengsatz jedoch der CIA übergeben, die mit saudi-arabischen und anderen Diensten kooperiert habe. Die Angaben des Agenten sollen zudem die gezielte Tötung des Al-Kaida-Führungsmitglieds Fahd al-Kuso ermöglicht haben.

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Nach dem Scheitern der Konservativen versuchen sich jetzt die Radikalen Linken an der Regierungsbildung in Griechenland. Sie lehnen die für das Land vereinbarte Sparpolitik und Schuldenbewältigung grundsätzlich ab. Die Athener Zusagen zum Euro-Rettungspaket seien null und nichtig, erklärte Parteichef Alexis Tsipras. Seinen Sondierungsgesprächen werden damit wenig Chancen zugeschrieben, Neuwahlen gelten als wahrscheinlich. Angesichts dessen wächst die Sorge in der EU, dass das pleitebedrohte Land auf längere Zeit unregierbar bleibt und das ganze Rettungsprogramm scheitern könnte. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, warnte die Parteien in Athen, eine stabile Regierung, die sich an die Absprachen halte, sei Grundvoraussetzung für weitere Unterstützung.

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Die in Haft erkrankte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ist aus ihrer Gefängniszelle in Charkow in ein örtliches Krankenhaus verlegt worden. Dies bestätigten die Justizbehörden. Der Transport der Oppositionsführerin ist laut Medienberichten in Begleitung des Neurologen Lutz Harms von der Berliner Klinik Charité erfolgt, der die 51-Jährige nun behandeln soll. Timoschenko hatte angekündigt, nach der Verlegung ihren Hungerstreik abzubrechen. Wegen des Falles ist das Co-Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft scharfer internationaler Kritik und Boykottdrohungen ausgesetzt. Beobachter werfen Staatspräsident Viktor Janukowitsch vor, seine politische Rivalin "kaltstellen" zu wollen.

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Bei neuen Protesten der russischen Opposition gegen den Ämtertausch zwischen Präsident Wladimir Putin und Regierungschef Dmitri Medwedew hat die Polizei mindestens 40 Menschen festgenommen. Wie die Agentur Interfax meldet, waren darunter auch der Internetblogger Alexej Nawalny sowie die Fernsehmoderatorin Xenia Sobtschak. Auch Journalisten seien trotz Kennzeichnung bei den Kundgebungen in Moskau von der Polizei bedrängt worden. Am Dienstag war Ex-Präsident Dmitri Medwedew von der Staatsduma zum Regierungschef gewählt worden. Wladimir Putin war am Montag zum neuen Präsidenten ernannt worden. Es ist die dritte Amtszeit Putins als Präsident und die zweite Amtszeit Medwedews als Regierungschef. Beide hatten den Ämtertausch vor Monaten vereinbart.

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Libysche Milizen haben versucht, den Amtssitz von Übergangsministerpräsident Abdurrahim el Keib in Tripolis zu stürmen. Bei dem daraus entstandenen Feuergefecht zwischen Sicherheitskräften und etwa 200 Milizionären wurde eine Person getötet, es gab zudem mehrere Verletzte. Die ehemaligen Aufständischen hätten die Auszahlung ihres Solds verlangt, berichtete ein Regierungssprecher weiter. Wegen weitverbreiteten Betrugs hatte das Übergangskabinett die Zahlungen aus einem Bonus-System im April gestoppt. Ex-Rebellen, die für den Sturz des Herrschers Muammar al-Gaddafi gekämpft hatten, sollten Entschädigungen erhalten oder für eine Entwaffnung entlohnt werden.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat angesichts der jüngsten Ausschreitungen die Drohungen an die Salafisten verschärft. "Wir werden uns in Deutschland keine Religionskriege aufzwingen lassen, weder von radikalen Salafisten noch von extremen Parteien", sagte Friedrich der "Rheinischen Post". Der Innenminister ergänzte, es gebe eine ideologische Nähe der Salafisten zum Terrornetzwerk Al Kaida. In Bonn war es bei einer Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei "Pro NRW" und einer Gegendemonstration der Salafisten zu Ausschreitungen gekommen. 29 Polizisten wurden verletzt. In Köln verhinderte ein Großaufgebot der Polizei neue Gewalt bei einer weiteren Kundgebung der Rechtsextremen.

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Der deutsche Außenhandel hat im März 2012 neue Rekordwerte erzielt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, führten die deutschen Unternehmen Waren im Wert von 98,9 Milliarden Euro aus - dies war der höchste Monatswert seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1950. Auch die Einfuhren erreichten demnach einen neuen Höchstwert: Importiert wurden im März Waren im Wert von 81,5 Milliarden Euro.

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