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Nachrichten

09.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:38

Nachrichten von Donnerstag, 9. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

Körperkameras für US-Polizisten:

Nach den tödlichen Schüssen eines weißen US-Polizisten auf einen unbewaffneten Schwarzen in North Charleston will die Stadt im US-Bundesstaat South Carolina ihre Beamten mit Körperkameras ausrüsten. Bürgermeister Keith Summey kündigte vor Journalisten den Kauf von 101 Minikameras an, die Polizisten künftig an ihrer Uniform zu tragen hätten. Der wegen Mordes angeklagte 33-jährige Todesschütze sei entlassen worden. In einem am Dienstag veröffentlichten Video eines Passanten ist zu sehen, wie der Polizist Michael Slager nach einem Handgemenge einem fliehenden Afroamerikaner mehrmals in den Rücken schießt. Bei dem Opfer handelt es sich um den 50-jährigen Walter Scott. Anschließend legt der Beamte dem am Boden liegenden Sterbenden noch Handschellen an.

IS-Hackerangriff legt französischen Fernsehsender lahm:

Die französische Fernsehsendergruppe TV5Monde ist Opfer einer Cyberattacke geworden. Mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) legten über Stunden den Sendebetrieb lahm. Auch über seinen Onlineauftritt und die meisten Konten in sozialen Netzwerken hatte TV5Monde stundenlang keine Kontrolle mehr. Auf der Facebook-Seite des Senders warfen die Hacker Frankreichs Staatschef François Hollande vor, mit der Beteiligung an dem Militäreinsatz der US-geführten Koalition gegen den IS im Irak und in Syrien einen "unverzeihlichen Fehler" gemacht zu haben. Inzwischen hat TV5Monde offenbar wieder die Kontrolle über die Facebook-Seite. TV5Monde ist ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender, der weltweit in 200 Ländern über Satellit und Kabel ausgestrahlt wird.

Medien: IS kontrolliert im Irak kaum noch Ölfelder:

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat offenbar eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen verloren. Wie der Rechercheverbund der deutschen Medien "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichtet, kontrollieren die Dschihadisten nach den jüngsten militärischen Niederlagen praktisch keine Ölfelder mehr. Die Medien berufen sich auf eine Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes. Darin heißt es, die IS-Miliz könne kaum noch Öl verkaufen und habe sogar Mühe, die Eigenversorgung in dem von ihr ausgerufenen radikal-islamischen Kalifat aufrechtzuerhalten. Hintergrund seien militärische Erfolge der kurdischen Peschmerga und einheimischer Truppen in mehreren irakischen Regionen.

Facebook jetzt auch in Wien verklagt :

Der Streit um mögliche Datenschutzverstöße des Online-Netzwerks Facebook geht nun in Österreich vor Gericht. Vor dem Landgericht Wien haben mehrere Datenschutz-Aktivisten unter Federführung des Österreichers Max Schrems das US-Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. Sie werfen Facebook insbesondere das in ihren Augen nach EU-Recht unzulässige Sammeln persönlicher Daten vor. Außerdem moniert der 27-jährige Schrems, dass Facebook persönliche Nutzerdaten nicht vor dem Zugriff des US-Geheimdienstes NSA schütze. 25.000 weitere Facebook-Nutzer wollen sich der Klage anschließen. Schrems führt seit fast vier Jahren einen Kampf gegen die Ausbeutung persönlicher Daten im Internet. So wandte er sich bereits an die irische Datenschutzbehörde DPC, weil das soziale Netzwerk in dem Land seinen Europa-Sitz hat. Damit sorgte er dafür, dass sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) seit März damit befasst, inwieweit Google, Facebook und weitere Unternehmen die EU-Grundrechtecharta zum Schutz personenbezogener Daten beachten müssen. In Irland sind alle Facebook-Nutzer außerhalb Nordamerikas registriert, es geht somit um die Geschäftsbeziehungen mit rund einer Milliarde Nutzern. Facebook wies bereits mehrfach die Anschuldigungen zurück und erklärte, es halte sich an alle Vorschriften.

Tsipras bei Putin: Besuch mit Signalwirkung:

Mit Spannung war der Besuch des griechischen Regierungschefs Alexis Tsipras in Moskau erwartet worden. Die große Finanzspritze zur Lösung des griechischen Schuldenproblems blieb aber aus. Vereinbart wurde zwischen Kremlchef Waldimir Putin und Tsipras eine engere Zusammenarbeit beider Länder in wirtschaftlichen Belangen. Die griechische Seite habe Russland nicht um Finanzhilfe gebeten, teilte Putin auf der Pressekonferenz in Moskau mit, unmittelbar nach seinem ausführlichen Treffen mit Tsipras. Er stellte dem schuldengeplagten Griechenland aber Kredite für konkrete Infrastrukturprojekte, insbesondere im Energiebereich, in Aussicht. Putin lehnte aber ab, für griechische Lebensmittelexporte den russischen Einfuhrstopp zu lockern, den er im August 2014 als Vergeltung der im Ukrainekonflikt verhängten westlichen Sanktionen unter anderem gegen die EU erlassen hatte. Russland könne für einzelne Länder keine Ausnahmen machen.

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