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Nachrichten

09.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:35

Nachrichten von Mittwoch, 9. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Gut einen Monat nach dem Verschwinden des malaysischen Passagierflugzeugs mit der Nummer MH370 sind wieder Signale empfangen worden, die aus dem Wrack der Boeing stammen könnten. Das australische Schiff "Ocean Shield" habe solche Signale aufgefangen, sagte der Leiter des Koordinierungszentrums für die Rettungsarbeiten in Perth, Angus Houston. Damit wurden insgesamt vier Mal Signale aufgefangen. Diese deuteten auf das Vorhandensein einer Black Box hin, sagte Houston. Allerdings seien die Signale schwächer gewesen, als die bisher verfolgten. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Batterien des Flugschreibers langsam zur Neige gehen, sagte Houston. Seit dem Verschwinden des Flugzeuges mit 239 Menschen an Bord wird nach Trümmern und der Blackbox der Maschine gesucht. Diese speichert alle technischen Angaben wie Geschwindigkeit oder Flughöhe und zeichnet auch die Gespräche im Cockpit auf.

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Bei einem Bombenanschlag auf einem belebten Markt in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind mindestens 23 Menschen getötet worden. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, einige davon lebensgefährlich, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Zeugen gaben an, der Sprengsatz sei in einer Kiste mit Früchten versteckt gewesen. Der Anschlag ist der schwerste seit Jahren in Islamabad. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Die Regierung führt zur Zeit Friedenverhandlungen mit den radikal-islamischen Taliban. Diese verlangen eine Gefangenenfreilassung und den Rückzug der Armee aus den pakistanischen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan.

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US-Außenminister John Kerry hat Russland zu einer Deeskalation in der Ukraine-Krise aufgerufen. Klar sei, dass russische Spezialkräfte und Agenten das Chaos in der Ost-Ukraine verschärft hätten, sagte Kerry. Es bestehe die Gefahr, dass Moskau die Unruhen als Vorwand benutze für eine militärische Intervention wie auf der Krim, warnte Kerry im Senat in Washington. Die Regierung in Moskau müsse noch vor den geplanten Gesprächen Maßnahmen ergreifen. Dazu gehöre ein Ende der prorussischen Agitation in der Ostukraine und ein Rückzug russischer Truppen aus dem Grenzgebiet zur Ukraine. Kommende Woche wollen sich Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow mit Vertretern der EU und der Ukraine treffen, um einen Weg aus der Krise zu finden.

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In Indonesien wird ein neues Parlament gewählt. Trotz günstiger Wirtschaftsentwicklung muss die regierende Demokratische Partei mit Stimmenverlusten rechnen. Die Popularität von Staats- und Regierungschef Susilo Bambang Yudhoyono hat durch Korruptionsskandale gelitten. In den Umfragen liegt die oppositionelle "Demokratische Partei des Kampfes" vorn. Die Abstimmung gilt auch als Stimmungstest für die Präsidentenwahl im Juli, bei der Yudhoyono nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten darf. Fast 90 Prozent der 250 Millionen Indonesier sind Muslime. Rund zehn Prozent sind Christen, zumeist Protestanten. In den vergangenen Jahren häuften sich in Indonesien Übergriffe auf religiöse Minderheiten, vor allem auf die islamische Strömung der Ahmadiyyas.

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Mit überwältigender Mehrheit hat das Parlament in Madrid einen Antrag abgelehnt, die Region Katalonien über ihre Unabhängigkeit abstimmen zu lassen. 299 Abgeordnete sprachen sich gegen ein Unabhängigkeitsreferendum aus, nur 47 waren dafür. Gemäß der spanischen Verfassung dürfen Referenden nur von der Zentralregierung angesetzt werden. Katalonien ist die wirtschaftsstärkste Region Spaniens. Das dortige Regionalparlament hatte sich für eine Abstimmung über die Abspaltung von Spanien ausgesprochen. Doch in Madrid lehnen sowohl die regierenden Konservativen als auch die oppositionellen Sozialisten die Abspaltung ab. Der katalanische Regierungschef Artur Mas kündigte an, ungeachtet des Votums im spanischen Parlament daran festzuhalten, ein Referendum abzuhalten.

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