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Nachrichten

09.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Iran hat nach Berichten staatlicher Medien ein neues Zentrum zur Uranproduktion sowie zwei Uran-Bergwerke eingeweiht. Die Minen befänden sich in Sagand in rund 100 Kilometern Entfernung zu dem neuen Produktionszentrum, berichtet das Staatsfernsehen. Die Anlage habe eine jährliche Produktionskapazität von 60 Tonnen konzentriertem Uran, so genanntem Yellowcake. Das schiitische Mullah-Regime in Teheran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist das zurück. Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts sind seit Jahren ohne Annäherung geblieben. In Israel wird seit Monaten offen über einen möglichen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen debattiert. US-Präsident Barack Obama hatte kürzlich bei seinem Israel-Besuch erklärt, die Vereinigten Staaten würden eine atomare Bewaffnung des Iran nicht hinnehmen.

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Im Konflikt mit seinem südlichen Nachbarn hat Nordkorea alle in Südkorea lebenden Ausländer aufgefordert, im Kriegsfall das Land zu verlassen. Man wolle Ausländern in Südkorea keinen Schaden zufügen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA einen Regierungsvertreter. Zuvor hatte das kommunistische Regime in Pjöngjang den gemeinsam mit Südkorea betriebenen Wirtschaftspark Kaesong, der auf nordkoreanischem Gebiet liegt, geschlossen. Der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel eskaliert seit einem Atomtest Nordkoreas Ende Februar und der Drohung von Machthaber Kim Jong Un mit einem Atomschlag gegen die USA. Experten rechnen in Kürze wieder mit einem Atom- oder Raketentest. Das Nachbarland Japan brachte Raketenabwehrsysteme in Stellung. Eines wurde im Zentrum von Tokio auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums installiert.

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Syriens Regierung hat einer Gruppe von Chemiewaffen-Inspektoren der Vereinten Nationen die Einreise verweigert. Grund seien die - so wörtlich - "zusätzlichen Aufgaben", die UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dem Team erteilt habe und die der Souveränität Syriens klar widersprächen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Syrien hatte die UN-Inspektoren ursprünglich selbst angefordert. Ban habe dann aber deren volle Bewegungsfreiheit in allen Landesteilen verlangt, hieß es aus Damaskus. Im syrischen Bürgerkrieg bezichtigen sich Staatsführung und Rebellen gegenseitig des Einsatzes von Chemiewaffen.

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Die jüngsten Enthüllungen über dubiose, weltweite Kapitaltransfers in sogenannte Steueroasen zeigen auf europäischer Ebene Wirkung. Die EU-Kommission forderte Österreich zur Lockerung seines Bankgeheimnisses auf. Die Brüsseler Behörde reagierte damit auf die Bereitschaft Luxemburgs, künftig am automatischen EU-Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten teilzunehmen. Bisher gelten in der Europäischen Union für Österreich und Luxemburg Ausnahmen, die ihren ausländischen Finanz-Kunden Anonymität gegenüber den heimischen Steuerbehörden sichern.

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Angesichts der steigenden Zahl von Asylbewerbern aus Balkan-Staaten kann Deutschland auf die Ergänzung der bisherigen EU-Regeln durch eine "Notfall-Klausel" hoffen. Der zuständige Ausschuss des Europaparlaments stimmte in Brüssel dafür, dass EU-Länder die Visafreiheit für Staatsangehörige aus bestimmten Nicht-EU-Ländern wie Serbien und Mazedonien für eine begrenzte Zeit aussetzen können. Voraussetzung dafür müsse jedoch sein, dass es einen "substanziellen und plötzlichen Anstieg" bei der Zahl illegaler Einwanderer oder von unbegründeten Asylanträgen gebe, beschloss der Ausschuss. Nun müssen das Plenum des Europaparlaments und die Mitgliedsstaaten noch darüber abstimmen. Für eine entsprechende Regelung hatte sich auf EU-Ebene insbesondere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich eingesetzt.

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Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat den Grundstein für sein erstes Werk in den USA gelegt. Im Bundesstaat Alabama sollen vom Jahr 2015 an bis zu 1000 Mitarbeiter vor allem das Mittelstrecken-Erfolgsmodell A320 montieren. Beim Spatenstich in der Stadt Mobile sprach Airbus-Chef Fabrice Brégier von "einem wichtigen Meilenstein" für sein Unternehmen. Mit dem neuen Werk dringt die Tochter des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS auf den Heimatmarkt ihres US-Rivalen Boeing vor. Airbus erhofft sich dadurch bessere Chancen beim Kampf um Großaufträge auf dem amerikanischen Markt.

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