09.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 09.03.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

09.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 9. März 2018 – langsam gesprochen als MP3

Trump zu Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim bereit:

US-Präsident Donald Trump will eine Gesprächseinladung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un annehmen, in der Hoffnung, so eine Lösung im Atomkonflikt zu finden. Ort und Zeitpunkt des Treffens müssten noch festgelegt werden, teilte das Präsidialamt in Washington mit. Bis dahin müssten die Sanktionen und der Druck auf Nordkorea aufrechterhalten werden. Kim Jong Un soll sich nach Angaben aus Südkorea dazu bereit erklärt haben, während der Dialogphase auf Raketen- und Atomtests zu verzichten. Die beiden Koreas hatten sich zuletzt vorsichtig angenähert. Eine diplomatische Lösung ist wegen der vielen Beteiligten extrem kompliziert. Kim und Trump hatten sich 2017 mit Beleidigungen und Spott überzogen. Das hatte Befürchtungen genährt, der Konflikt könne eskalieren, womöglich auch atomar.

 

US-Präsident besiegelt Strafzölle auf Stahl und Aluminium:

US-Präsident Donald Trump hat die Strafzölle auf Stahl und Aluminium besiegelt. Bei einer Zeremonie im Weißen Haus setzte Trump seine Unterschrift unter entsprechende Proklamationen. Dabei waren Arbeiter der heimischen Stahl- und Aluminiumbranche anwesend. Die Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium sollen nach Trumps Angaben in 15 Tagen in Kraft treten. Mexiko und Kanada sollen vorläufig von den Zöllen ausgenommen bleiben. Mit den Strafzöllen setzte sich Trump über Drohungen der EU und Chinas mit Gegenmaßnahmen sowie vielfache Warnungen vor einem Handelskrieg hinweg. Er begründete seinen Beschluss damit, dass er die "nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten verteidigen wolle. Die Ausrüstung für das US-Militär solle künftig mit heimischem Stahl und Aluminium hergestellt werden.

 

SPD stellt Ministerliste für Bundesregierung vor:

Die SPD-Spitze will die Besetzung ihrer sechs Ministerposten in der erneuten großen Koalition an diesem Freitag offiziell der Öffentlichkeit präsentieren. Zunächst wird das Präsidium tagen, anschließend der 45 Mitglieder zählende Vorstand. Zuletzt hieß es, dass Fraktionsvize Hubertus Heil Arbeits- und Sozialminister wird. Die bisherige Familienministerin Katarina Barley werde Bundesjustizministerin, hieß es ergänzend. Am Vortag war bereits durchgesickert, dass der bisherige Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz das Amt des Bundesfinanzministers und Vizekanzlers übernimmt. Als neuer Außenminister anstelle von Sigmar Gabriel ist Justizminister Heiko Maas eingeplant. Umweltministerin soll die nordrhein-westfälische SPD-Generalsekretärin Svenja Schulze werden. Jüngstes Gesicht für die SPD im Kabinett würde die 39-jährige Berliner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey, die für das Familienministerium im Gespräch ist.

 

Haftstrafen für Journalisten und Mitarbeiter Gülen-naher Medien:

Bei einem Massenprozess unter anderem gegen Journalisten Gülen-naher Medien in der Türkei sind zahlreiche Beschuldigte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht in Istanbul befand 25 Angeklagte der "Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation" für schuldig, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die Behörden haben inzwischen mehrere der Gülen-nahen Medienhäuser geschlossen. Die türkische Regierung macht den im Exil in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. An diesem Freitag wird in Istanbul der international kritisierte Prozess gegen Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" fortgesetzt. Insgesamt 18 Mitarbeitern wird Unterstützung von Terrorgruppen vorgeworfen.

 

Australien entschädigt Opfer sexuellen Missbrauchs:

Opfer sexuellen Missbrauchs sollen in Australien eine Entschädigung von bis zu 150.000 Dollar erhalten. Die beiden größten Bundesstaaten New South Wales und Victoria kündigten an, von Juli an Geld an Frauen und Männer auszuzahlen, die als Kinder durch Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen missbraucht wurden. In den beiden Staaten sind etwa 14.000 Menschen betroffen. Landesweit geht es um mehrere zehntausend Fälle aus den Jahren 1960 bis 2015. Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull forderte Kirchen, Verbände, Vereine und andere Institutionen auf, sich an den Ausgleichszahlungen zu beteiligen. Turnbull sprach von einem historischen Moment für alle Menschen, die unter Gewalt gelitten hätten.

 

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