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Nachrichten

09.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:30

Nachrichten von Montag, 9. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Merkel trifft japanischen Kaiser:

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist vom japanischen Kaiser Akihito zu einer Audienz in seinem Palast empfangen worden. Es wird erwartet, dass sie über Themen sprechen, die beim G7-Gipfel unter deutscher Präsidentschaft im Juni in Bayern aufgerufen werden: Klimaschutz, Gesundheit, Sicherheit und Kriege. Später wird Merkel mit Ministerpräsident Shinzo Abe zusammentreffen. Zuvor hatte Merkel Japan ermutigt, sich mit seiner Kriegsvergangenheit offen auseinanderzusetzen. Dabei ging sie in Tokio nicht auf die Kritik von Nachbarstaaten wie China ein, Japan bekenne sich nicht ausreichend zu seiner Schuld im Zweiten Weltkrieg. Stattdessen sprach sie bei einer Diskussion mit Professoren und Studenten der Stiftung der liberalen Tageszeitung "Asahi Shimbun " über die deutsche Vergangenheitsbewältigung. Es habe in Deutschland eine große Bereitschaft gegeben, Dinge beim Namen zu nennen, betonte Merkel. Allerdings sei die Wiederannäherung in Europa nicht möglich gewesen ohne die "großen Gesten" und die Bereitschaft zur Versöhnung der von Deutschland überfallenen Staaten. Die Kanzlerin warb außerdem für die deutsche Energiewende mit dem Atomausstieg. Es könnten die unwahrscheinlichsten Risiken auftreten, sagte Merkel mit Blick auf die Natur- und Atomkatastrophe in Fukushima vor fast genau vier Jahren.

NATO beginnt Manöver im Schwarzen Meer:

Vor dem NATO-Seemanöver mit deutscher Beteiligung im Schwarzen Meer sind in der Region auch russische Schiffe und Flugzeuge gesichtet worden. Diese hätten allerdings "alle internationalen Regeln" eingehalten, sagte US-Konteradmiral Brad Williamson nach einem Bericht der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA. Das NATO-Manöver sei bereits im vergangenen Jahr geplant worden, betonte Williamson an Bord des US-Kreuzers "Vicksburg". Seit der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim und dem Krieg in der Ostukraine wertet Russland NATO-Schiffe im Schwarzen Meer zunehmend als Provokation. Moskau protestierte zudem gegen Pläne der USA, 300 Militärausbilder in die Westukraine zu schicken. Die militärischen Drohgebärden des Westens und die in den USA diskutierten Waffenlieferungen für die Ukraine seien eine Gefahr für den Friedensprozess, warnt der Kreml. An dem Manöver im Schwarzen Meer unter Führung der "Vicksburg" beteiligt sich auch der in Kiel stationierte Marinetanker "Spessart". Die NATO-Länder Bulgarien, Rumänien, Italien und Türkei haben ebenfalls Schiffe geschickt. Geübt werden nach NATO-Angaben klassische Marineeinsätze wie die Abwehr von U-Boot- und Luftangriffen.

Israelische Opposition stellt ihr Wahlprogramm vor:

Kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat das Mitte-links-Bündnis Zionistische Union sein Wahlprogramm vorgestellt. In der Zionistischen Union haben sich die Arbeitspartei von Isaac Herzog und die Partei Hatnua von Ex-Außenministerin Zipi Livni zusammengetan. Ihr Programm sieht einen entmilitarisierten Palästinenserstaat vor, mit dem Wirtschaftspartnerschaften bestehen sollen. Die großen jüdischen Siedlungsgebiete bleiben unter israelischer Kontrolle und in der Innenpolitik will die Zionistische Union den Etat für Soziales, Bildung und Gesundheit erhöhen sowie gegen die explodierenden Mieten vorgehen. Die Neuwahl der Knesset findet am 17.März statt. Umfragen sehen die Opposition gleichauf mit der rechtsgerichteten Likud-Partei von Ministerpräsident Netanjahu.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf Blauhelm-Soldaten:

Der UN-Sicherheitsrat hat den Raketenangriff auf einen Stützpunkt von UN-Blauhelmsoldaten in Mali scharf verurteilt. Die 15 Mitglieder des Gremiums sprachen von einer abscheulichen Tat. Bei dem Angriff in Kidal waren ein UN-Soldat aus dem Tschad und zwei Kinder getötet worden. Der UN-Sicherheitsrat forderte, die malische Regierung müsse nun schnell eine Untersuchung einleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Einen Tag vor dem Raketenangriff waren in Malis Hauptstadt Bamako bei einem Anschlag auf ein Lokal zwei Europäer und drei Einheimische getötet worden. Die UN-Mission in Mali soll dafür Sorge tragen, dass islamistische Milizen aus dem Norden des Landes nicht weiter nach Süden vordringen. Aus den großen Städten wurden diese zwar vertrieben, doch bleiben sie in der Region aktiv.

EZB startet Kauf von Staatsanleihen:

Die Europäische Zentralbank (EZB) pumpt neues Geld in die Märkte. Um den Preisauftrieb, also die Inflation zu stärken und die Wirtschaft anzuschieben, kauft die Notenbank von diesem Montag an Staatsanleihen und andere Wertpapiere. Bis mindestens September 2016 sollen monatlich Papiere im Umfang von 60 Milliarden Euro gekauft werden, kündigte EZB-Präsident Mario Draghi an. Insgesamt will die Notenbank Vermögenswerte für 1,1 Billionen Euro erwerben, vor allem von Banken. Mit dem frischen Geld sollen diese dann wieder mehr Kredite an Unternehmen und Verbraucher vergeben, so das Kalkül der EZB.

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