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Nachrichten

09.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die privaten Gläubiger Griechenlands haben mit großer Mehrheit der historischen Umschuldung zugestimmt. Wie die Regierung in Athen mitteilte, lag die Annahmequote bei dem Anleihetausch bei 85,8 Prozent. Trotz der hohen freiwilligen Beteiligung der Investoren will Griechenland den Schuldenerlass aber erzwingen. Dann würde die Quote auf 95,7 Prozent steigen. Für den freiwilligen Schuldenschnitt hatte Athen eine Beteiligung von mindestens 90 Prozent angestrebt. Mit der Umschuldung sollen private Kreditgeber wie Banken, Versicherungen und Fonds auf Forderungen in Höhe von 107 Milliarden Euro freiwillig verzichten. Der Schuldenschnitt ist Voraussetzung dafür, dass Griechenland ein neues Hilfspaket seiner Euro-Partner im Volumen von 130 Milliarden Euro erhält. Die Finanzminister der Euro-Zone wollen darüber noch am Freitag in einer Telefonkonferenz beraten, eine endgültige Entscheidung aber möglicherweise bis zu einem Treffen am Montag aufschieben.

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Mit einem Bekenntnis zum Dialog der Kulturen und dem Plädoyer für eine lebendige Demokratie hat sich der frühere Bundespräsident Christian Wulff aus dem Amt verabschiedet. Er wünsche sich eine politische Kultur, in der die Menschen die Demokratie als wertvoll ansähen, sagte Wulff beim Großen Zapfenstreich für ihn. Die Zeremonie der Bundeswehr vor dem Berliner Schloss Bellevue wurde von Protesten begleitet. An dem Zapfenstreich nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel die meisten Minister der Regierung teil. Viele Politiker hatten ihre Teilnahme aber abgesagt, unter ihnen auch sämtliche frühere Bundespräsidenten.

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Das Auswärtige Amt hat die Freilassung zweier deutscher Touristen bestätigt, die Mitte Januar in Äthiopien von Rebellen verschleppt worden waren. Außenminister Guido Westerwelle äußerte sich erleichtert, dass sich beide Geiseln wieder "in Freiheit und in deutscher Obhut befinden". Die beiden derzeit von der Botschaft in Addis Abeba betreuten Deutschen sollten nun möglichst schnell nach Deutschland zurückkehren. Bereits am Dienstag hatte eine Rebellengruppe aus der nordäthiopischen Region Afar mitgeteilt, die beiden Deutschen seien freigelassen worden, was das äthiopische Außenministerium jedoch dementierte.   Die Touristen waren während einer Reise an der Grenze zu Eritrea verschleppt worden. Bei dem Angriff auf die Reisegruppe waren zwei Deutsche, zwei Ungarn und ein Österreicher  getötet worden. Zwei ebenfalls verschleppte Äthiopier werden laut äthiopischer Regierung weiterhin vermisst.

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Vor dem Beginn neuer Atomverhandlungen mit dem Iran haben die fünf UN-Vetomächte und Deutschland die Islamische Republik zu einem "ernsthaften Dialog" aufgefordert. In einer von den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland unterzeichneten Erklärung heißt es außerdem, der Iran müsse seinen "Kurs der Verschleierung und Nicht-Kooperation" beenden. Dazu gehöre auch, dass die Internationale Atomenergiebehörde Zugang zur Militäranlage Parchin erhalte. Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Israel schließt einen Angriff auf die Islamische Republik nicht aus.

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Die deutsche Diplomatin Angela Kane ist von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zur Untergeneralsekretärin für Abrüstung ernannt worden. Damit überwacht Kane künftig auch die Bemühungen der Vereinten Nationen, die globale Vernichtung von Atomwaffen voranzutreiben. Kane ist bereits seit 35 Jahren für die UN tätig.

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ZUM FUSSBALL: In der Europa League hat der FC Schalke in Enschede eine 0:1-Niederlage hinnehmen müssen und bangt nun um den Einzug ins Viertelfinale. Der Siegtreffer für die Niederländer fiel durch einen unberechtigten Strafstoß. Im zweiten Spiel der League konnte Hannover in Lüttich ein 2:2-Unentschieden holen. Die Niedersachsen erspielten sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche.

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