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Nachrichten

09.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:57

Nachrichten von Dienstag, 9. Februar 2016 – langsam gesprochen als MP3

Mehrere Tote bei Zugunglück in Oberbayern:

Bei einem schweren Zugunglück in Bayern sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte die Polizei, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Etwa 100 Menschen seien verletzt worden. Zwei Personenzüge waren bei Bad Aibling in Oberbayern frontal zusammengestoßen.

Türkei rechnet mit Hunderttausenden weiteren Flüchtlingen:

Die türkische Regierung rechnet wegen der heftigen Kämpfe in der syrischen Provinz Aleppo mit bis zu 600.000 weiteren Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland. Diese Zahl nannte Vizeregierungschef Numan Kurtulmus nach einer Kabinettssitzung. Syrische Regierungstruppen waren in den vergangenen Tagen mit Unterstützung russischer Luftangriffe auf die bisherige Rebellenhochburg Aleppo vorgerückt. Etwa 30.000 Menschen flohen daraufhin an die Grenze zur Türkei. Die lässt sie allerdings nicht ins Land sondern will sie in Flüchtlingslagern auf der syrischen Seite versorgen. Dabei soll auch das deutsche Technische Hilfswerk mitarbeiten. Dies teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Ankara mit, wo sie gemeinsam mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu über eine Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise beraten hatte.

Gabriel setzt auf Einzelfalllösungen:

SPD-Chef Sigmar Gabriel setzt im Koalitionsstreit um den Familiennachzug von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen auf Einzelfallentscheidungen deutscher Behörden. Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen sei derzeit sehr gering, sagte Gabriel. Einen ungeregelten Nachzug lehnte der SPD-Chef ab. Am Wochenende hatte es in der Koalition Streit über die Einschränkungen zum Familiennachzug gegeben. Das Bundeskabinett hatte im neuen Asylpaket II festgelegt, dass Flüchtlinge, die einen eingeschränkten Schutzstatus besitzen, erst nach zwei Jahren ihre Familien nach Deutschland nachholen dürfen. Die SPD hatte kritisiert, dass die Einschränkung nun auch für minderjährige Flüchtlinge gilt. Dies sei ursprünglich so nicht verabredet gewesen, hieß es.

USA stationieren Raketenabwehrsystem gegen Nordkorea:

Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketenstart bereitet das US-Militär die Stationierung eines mobilen Raketenabwehrsystems in Südkorea vor. Laut einem Pentagon-Sprecher könnte das System bereits in zwei Wochen installiert sein. Mit dem mobilen Abwehrsystem können Abfangraketen abgeschossen werden, die feindliche Geschosse in der Luft zerstören. Damit soll Südkorea gezielt vor möglichen Angriffen aus dem Norden geschützt werden. Es gebe keine Zweifel daran, dass der Raketenstart vom Sonntag der verdeckte Test einer militärischen Langstreckenrakete war, hieß es aus dem Weißen Haus. Gegen das mobile Raketenabwehrsystem hat sich China ausgesprochen. Pjöngjang beteuert, mit der abgefeuerten Langstreckenrakete sei ein Satellit für eine friedliche, wissenschaftliche Mission ins All befördert worden.

Frankreichs Abgeordnete stimmen für Verfassungsänderung:

Knapp drei Monate nach den Anschlägen von Paris hat die französische Nationalversammlung der Verankerung des Ausnahmezustands in der Verfassung zugestimmt. Widerstand kam aus den Reihen der Grünen, der Linken und der Rechten. Bisher ist der Ausnahmezustand lediglich in einem Gesetz geregelt. Die Neuregelung in der Verfassung soll die Regierung außerdem mit erweiterten Befugnissen ausstatten. Nun soll sich der Senat mit der Verfassungsänderung befassen. Für Streit bei der geplanten Verfassungsreform sorgt vor allem, dass es bei Terrorismusdelikten einfacher werden soll, Verurteilten die französische Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Auschreitungen bei Polizeieinsatz in Hongkong:

In Hongkong ist es bei einem Polizeieinsatz zur Schließung von illegalen Straßen-Essensständen zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Laut Korrespondenten gab es im Geschäftsviertel Mangkok Straßenschlachten, als die Sicherheitskräfte versuchten, die Straßenhändler zu vertreiben. 48 Polizisten wurden verletzt, 24 Menschen wurden festgenommen. Es waren die schwersten Ausschreitungen in Hongkong seit den Zusammenstößen bei Protesten der Demokratiebewegung Ende 2014.

Börsenabsturz setzt sich in Japan fort:

Ein Ausverkauf von Bankaktien hat die Börse in Tokio einbrechen lassen. Hintergrund waren wachsende Sorgen über die Weltwirtschaft und die Stabilität des Finanzsektors. Zusätzlich drückte der starke Yen auf Exportwerte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 5,2 Prozent unter dem Vortageswert. Am Montag waren bereits die Börsen in Europa in den Keller gerauscht. Auch hier gerieten vor allem Finanzwerte unter die Räder. Turbulenzen am Ölmarkt sorgten ebenfalls für Nervosität. Das drückte auch die Wall Street in New York ins Minus.

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