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Nachrichten

09.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Griechenland bekommt nach Angaben aus Regierungskreisen zwei Wochen Zeit, um noch nach Einsparmöglichkeiten für Haushaltskürzungen in Höhe von 300 Millionen Euro zu suchen. Das sehe eine neue Vereinbarung mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds vor. Sie wurde nach einem nächtlichen Verhandlungsmarathon in Athen erzielt. Insgesamt muss das hoch verschuldete Land Einsparungen von 3,3 Milliarden Euro vornehmen, um neue Finanzhilfen der internationalen Geldgeber erhalten zu können. Wie in der griechischen Hauptstadt weiter bekannt wurde, streitet die Regierung noch über eine Rentenkürzung. Diese Kürzung würde 300 Millionen Euro ausmachen. Über alle anderen Sparmaßnahmen wurde dem Vernehmen nach eine Verständigung erzielt. Damit kann der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos seinen Kollegen aus den anderen Euro-Staaten bei einem Treffen am Abend in Brüssel keine vollständige Einigung auf das geforderte Sparpaket präsentieren.

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Nach fast elf Monaten der Gewalt mit Tausenden Toten prüfen die Vereinten Nationen jetzt die Entsendung einer Beobachtermission nach Syrien. Es werde eine gemeinsame Mission mit der Arabischen Liga erwogen, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. Ban betonte, er bedauere zutiefst, dass der Weltsicherheitsrat nicht in der Lage sei, sich gemeinsam für einen Stopp der Gewalt in Syrien auszusprechen. Russland und China hatten kürzlich mit ihrem Veto eine Resolution des Sicherheitsrats verhindert. Darin war unter anderem ein Amtsverzicht von Präsident Baschar al-Assad gefordert worden.

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Die Unruhen auf den Malediven, wo sich derzeit rund 5000 deutsche Urlauber aufhalten, haben sich ausgeweitet. Auf mindestens zwei Inseln im Süden des Archipels gab es Angriffe auf Polizeistationen. In der Hauptstadt Male wurde der frühere Präsident Mohamed Nasheed von Sicherheitskräften verletzt. Der 2008 zum Präsidenten des Inselstaates gewählte Nasheed war kurz zuvor nach einer Meuterei der Polizei zurückgetreten. Polizei und Armeeeinheiten hätten ihn zum Rücktritt gezwungen, betonte er. Hinter dem Umsturz stecke sein bisheriger Stellvertreter und Nachfolger Mohamed Waheed.

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Der Oberste Gerichtshof in den USA hat die im Bundesstaat Ohio geplante Hinrichtung eines verurteilten Mörders gestoppt. Kritisiert wurde von dem Gericht unter anderem, dass das ärztliche Attest des Todeskandidaten nicht ausreichend geprüft worden sei. Die höchstrichterliche Entscheidung heizt die Debatte um die Todesstrafe in den Vereinigten Staaten neu an. Zudem dürfte das Urteil weitere Hinrichtungen verzögern.

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Die starke Nachfrage nach Premiumautos und Lastwagen hat Daimler im vergangenen Jahr zu Rekorden bei Gewinn und Umsatz verholfen. Nach vorläufigen Zahlen lag der Gewinn mit sechs Milliarden Euro so hoch wie noch nie in der Firmengeschichte, wie der Auto-Konzern in Stuttgart miteilte. Auch der Umsatz habe mit 106,5 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert erzielt. Insgesamt wurden 2011 rund 2,1 Millionen Fahrzeuge verkauft - elf Prozent mehr als 2010. Angesichts dieser Zahlen will Daimler an seine Aktionäre die bislang höchste Dividende auszahlen. Die rund 160.000 Beschäftigten in Deutschland erhalten einen Bonus von 4100 Euro. Auch dieser war zuvor nie höher ausgefallen.

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