08.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 08.12.2017
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Langsam gesprochene Nachrichten

08.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 08. Dezember 2017 – langsam gesprochen als MP3

EU-Kommission empfiehlt zweite Phase der Brexit-Gespräche:

Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen: Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten am Freitagmorgen empfohlen, in die zweite Phase der Brexit-Gespräche einzusteigen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die britische Premierministerin Theresa May haben sich laut einer gemeinsamen Erklärung in allen drei Schlüsselfragen zum Brexit geeinigt. Demnach verständigten sich die Verhandlungspartner bezüglich der Beitragszahlungen Großbritanniens, der Rechte der in dem Inselstaat lebenden EU-Bürger und bei der Grenzregelung zwischen Irland und Nordirland. Am Montag scheiterte der Versuch, erste Kompromisse festzuzurren am Widerstand der britischen Provinz Nordirland. Ein wichtiger Streitpunkt war die Frage, wie Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können. Die Chefin der nordirischen Partei DUP erklärte, Großbritannien habe hier substanzielle Änderungen an den Vorschlägen für die EU vorgenommen. Die EU und Großbritannien verhandeln seit Juni über die Bedingungen des für 2019 geplanten britischen EU-Austritts.

 

Auftakt im Strafprozess zum Loveparade-Unglück:

Mehr als sieben Jahre nach der Katastrophe bei dem Duisburger Technofestival Loveparade beginnt heute in Düsseldorf der Strafprozess gegen zehn Angeklagte. Die Staatsanwaltschaft legt sechs Mitarbeitern der Stadt Duisburg und vier des Loveparade-Veranstalters fahrlässige Tötung beziehungsweise fahrlässige Körperverletzung zur Last. Sie hätten durch Fehler bei der Planung oder Genehmigung des Technofestivals zur Entstehung einer Massenpanik beigetragen. Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 wurden im Gedränge 21 Menschen getötet, Hunderte verletzt. Es ist einer der größten Prozesse in der deutschen Rechtsgeschichte. Rund 60 damals Verletzte und Angehörige der Todesopfer treten als Nebenkläger auf. Zunächst sind 111 Prozesstage bis Ende 2018 angesetzt. Damit die Vorwürfe nicht verjähren, muss bis Mitte 2020 ein Urteil fallen.

 

SPD gibt grünes Licht für Gespräche mit Union:

Die SPD hat grünes Licht für ergebnisoffene Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung gegeben und zugleich Parteichef Martin Schulz für zwei Jahre im Amt bestätigt. Die SPD fühle sich "verpflichtet, in Gesprächen auszuloten, ob und in welcher Form die SPD eine neue Bundesregierung mittragen kann", heißt es in dem vom Parteitag in Berlin mit großer Mehrheit beschlossenen Papier, das der Linie der Parteiführung entspricht. Anschließend wählten die Delegierten Schulz mit 81,9 Prozent erneut zum Vorsitzenden. Das Ergebnis war nach dem historisch schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl im September mit Spannung erwartet worden. Schulz, der im März noch mit 100 Prozent der Stimmen zum SPD-Chef gewählt worden war, übernahm dafür in seiner Rede die Verantwortung.

 

Israels Militär meldet Raketenangriff aus dem Gazastreifen:

Nach der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump hat das israelische Militär einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen gemeldet. Die zwei Geschosse hätten jedoch Israel nicht erreicht. Zuvor hatte die radikalislamische Palästinenser-Organisation Hamas zu einer neuen Intifada aufgerufen. Bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland und im Gazastreifen wurden mehr als 30 Menschen durch Gummigeschosse verletzt. Der US-Präsident hatte sich am Mittwoch über alle Warnungen der internationalen Gemeinschaft hinweggesetzt und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Ein hochrangiger Fatah-Anführer und Vertrauter von Präsident Mahmud Abbas sagte, US-Vize-Präsident Mike Pence sei in der Region nicht erwünscht. Dieser hatte sich eigentlich am 19. Dezember mit dem als gemäßigt geltenden Abbas in Bethlehem treffen wollen.

 

Polens Finanzminister Morawiecki soll neuer Regierungschef in Warschau werden:

Der polnische Finanzminister Mateusz Morawiecki wird neuer Regierungschef des osteuropäischen Landes. Der 49-Jährige solle Ministerpräsidentin Beata Szydlo ablösen, bestätigte eine Sprecherin der regierenden Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS). Die 54-jährige Szydlo ist seit zwei Jahren im Amt. Im November hatte sie angekündigt, dass zur Mitte der Legislaturperiode die Regierung umgebildet werde. Die PiS-Regierung hat Polen auf Kollisionskurs zur EU gebracht. Wegen der umstrittenen Justizreform hat die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Auch in der Flüchtlingspolitik sperrt sich die Regierung in Warschau gegen die Umsetzung von EU-Beschlüssen.

 

Hoffenheim verabschiedet sich mit Remis als Gruppenletzter:

ZUM FUSSBALL: Mit einem glanzlosen 1:1 Remis gegen den mehrfachen bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad hat die TSG 1899 Hoffenheim sich als Schlusslicht der Gruppe C von der Europa League verabschiedet. Der Fußball-Bundesligist hatte bereits vor dem letzten Gruppenspiel die Chancen auf ein Erreichen der K.-o.-Runden verpasst und war mit einer B-Elf angetreten. Hertha BSC Berlin kam gegen Östersunds FK aus Schweden zu einem 1:1. Der 1. FC Köln verlor unter dem neuen Interimscoach Stefan Ruthenbeck bei Roter Stern Belgrad mit 0:1.

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