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Nachrichten

08.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:54

Nachrichten von Dienstag, 8. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

Trump für komplettes Muslim-Einreiseverbot in die USA:

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat mit provokativen Aussagen für Aufsehen gesorgt. Nach dem Anschlag im kalifornischen San Bernardino forderte er einen Einreisestopp für Muslime in die Vereinigten Staaten. In einer Presseerklärung sprach der in Umfragen führende Trump von einem "offensichtlichen Hass" unter Muslimen auf Amerikaner, der "jenseits aller Vorstellungskraft" liege. Bis klar sei, wie auf das Problem reagiert werden solle, dürften die USA nicht das Opfer von furchtbaren Angriffen von Menschen werden, die nur an den Dschihad glauben. Trumps Wahlkampfleiter Corey Lewandowski bestätigte, dass nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Touristen und Studenten unter das Verbot fallen sollten. Das Weiße Haus verurteilte den Vorschlag umgehend: Die Äußerungen Trumps stünden "vollkommen im Gegensatz zu unseren Werten". Mehrere Landeschefs der Republikaner distanzierten sich ebenfalls.

Gauck besucht Flüchtlingslager Asrak in Jordanien:

Bundespräsident Joachim Gauck will an diesem Dienstag das jordanische Flüchtlingslager Asrak besuchen. Es wird vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geführt und liegt rund 100 Kilometer östlich der Hauptstadt Amman in der Wüste. Dort leben noch rund 28.300 Menschen. Jordanien hat nach UNHCR-Angaben bisher etwa 633.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen - bei einer Einwohnerzahl von rund 6,5 Millionen. Mit Blick auf die Intergration der Flüchtlinge hatte Gauck nach einem Treffen mit König Abdullah II. seinen tiefen Respekt vor dem Land bekundet. Viele Schutzsuchende lebten nicht in Lagern, sondern in der Gesellschaft und versuchten, Arbeit zu bekommen. Dass dies ohne große innere Verwerfungen erfolge, erzeuge Respekt. Gauck würdigte den König zugleich als wichtigen Partner, der bei der Gestaltung eines Auswegs in Syrien eine enorme Rolle spielen könne.

Eurogruppe setzt Griechenland bei Reformen unter Druck:

Die Eurogruppe hat das hochverschuldete Griechenland vor weiteren Verzögerungen bei vereinbarten Reformen gewarnt. Ein neues Reformpaket müsse bis Mitte Dezember auf den Weg gebracht werden, um die Auszahlung von einer Milliarde Euro aus dem Rettungspaket zu ermöglichen, sagte Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem in Brüssel. Die griechische Links-Rechts-Regierung reagierte umgehend. Sie beschloss, das neue Paket bis zum 18. Dezember durchs Parlament zu bringen. Die Liste umfasst 13 innenpolitisch zum Teil höchst umstrittene Maßnahmen. Dazu gehört eine unabhängige Einrichtung zur Privatisierung von Staatseigentum und die umfassende Reform des unterfinanzierten griechischen Sozialversicherungssystems. Der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM, Klaus Regling, sagte, Athen habe aus dem Hilfsprogramm mit einem Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro bisher 17,7 Milliarden Euro erhalten.

Papst Franziskus eröffnet Heiliges Jahr:

Zu einem Gottesdienst auf dem Petersplatz in Rom erwartet die katholische Kirche an diesem Dienstag bis zu 100.000 Menschen. Auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat sein Kommen angekündigt. Zu Beginn der Messe wird Papst Franziskus die sonst geschlossene Heilige Pforte des Petersdoms durchschreiten und damit offiziell das Heilige Jahr der katholischen Kirche eröffnen. Dieses dauert bis 20. November 2016. Im Mittelpunkt steht das Thema Barmherzigkeit. Gläubigen, die nach Buße und Kommunion die Heilige Pforte durchschreiten, winkt nach katholischem Verständnis der Ablass, also der Erlass der sogenannten Sündenstrafen. Franziskus möchte, dass das Heilige Jahr überall gefeiert wird. Deshalb können vom nächsten Sonntag an erstmals alle Kathedralen der Welt ihre eigenen heiligen Türen öffnen. Wegen Terrordrohungen gilt in Rom hohe Alarmbereitschaft.

Erstmals höchste Smog-Alarmstufe in Peking:

In der chinesischen Hauptstadt Peking sind mit dem ersten Smog-Alarm der höchsten Stufe weitreichende Fahrverbote in Kraft getreten. Entsprechend einem Kennzeichensystem mit geraden und ungeraden Zahlen darf nur die Hälfte aller privaten Autos auf die Straße. Überdies sollen 30 Prozent der Regierungsfahrzeuge stehen bleiben. Wie die Behörden mitteilten, wurden zudem alle Kindergärten und Schulen geschlossen. Fabriken mit hohem Schadstoffausstoß mussten ihre Produktion einstellen. Die Stadtverwaltung rief die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Die Sichtweite in Peking fiel auf wenige hundert Meter. Die Konzentration der schädlichen Kleinstpartikel in der Luft lag nach offiziellen Angaben bei 300 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, ein Vielfaches des Richtwerts der Weltgesundheitsorganisation von 25 Mikrogramm. Der Smog-Alarm gilt vorerst bis Donnerstag; dann soll eine Kaltfront die Schadstoffe wegblasen.

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