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Nachrichten

08.12.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die für den 15. Dezember in Ägypten geplante Volksabstimmung über den neuen Entwurf der Verfassung wird möglicherweise doch verschoben. Vizepräsident Mahmud Mekki bestätigte zwar den geplanten Termin, räumte aber ein, dass dieser durch eine "andere Einigung" obsolet werden könnte. Zudem kündigte Wahlleiter Ismail Hamdi an, dass Auslandsägypter nicht wie geplant an diesem Samstag, sondern erst ab Mittwoch ihre Stimme abgeben könnten. Präsident Mohammed Mursi hatte der Opposition ein Gesprächsangebot gemacht, das diese aber ablehnt. Sie fordert die Absage des Referendums. Auch am Freitag zogen wieder Zehntausende Anhänger der Opposition von liberalen und säkularen Gruppierungen durch Kairo. Sie schoben Barrikaden zur Seite und kletterten über die Panzer, die zum Schutz des Präsidentenpalastes vor dem Amtssitz stehen.

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Die Verhandlungen beim UN-Klimagipfel in Doha drohen zu scheitern. Da bis zum geplanten Abschluss am Freitagabend keine einstimmige Zustimmung zu einem Klimapaket vorlag, ging der Gipfel in die Verlängerung. Entscheidende Knackpunkte sind die Finanzzusagen an die Entwicklungsländer für die Anpassung an die Erderwärmung. Außerdem streiten die Delegierten noch um eine Verlängerung des Kyotoprotokolls bis 2020, in dem sie sich weiter zu verbindlichen Treibhausgasminderungen verpflichten. Einigung besteht bislang lediglich darüber, dass die nächste UN-Klimakonferenz im November 2013 in Warschau stattfinden soll.

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Im Streit um das Hissen der britischen Flagge ist es in Nordirlands Hauptstadt Belfast wieder zu Ausschreitungen gekommen. Bei Straßenschlachten zwischen hunderten pro-britischen Demonstranten und Sicherheitskräften wurden mindestens acht Polizisten verletzt. Die protestantischen Loyalisten schleuderten Steine und Flaschen. Autos gingen in Flammen auf. Der Stadtrat von Belfast hatte am Montag beschlossen, dass die britische Flagge nicht mehr täglich, sondern nur noch an maximal 17 Tagen im Jahr über dem Rathaus aufgezogen werden soll. Daraufhin gab es mehrfach Zusammenstöße zwischen London-treuen Protestanten und den nach einem vereinten Irland strebenden Katholiken. Für diesen Samstag ist eine Großkundgebung in Belfast geplant. Nordirland hat seit 2007 den Status einer halbautonomen britischen Provinz.

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Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im westafrikanischen Ghana sind um einen Tag verlängert worden. Nachdem am Freitag in vielen Wahllokalen technische Probleme oder fehlende Unterlagen eine Abstimmung verhindert hatten, entschied die Wahlkommission, die Wahl an diesem Samstag fortzusetzen.Trotz der Pannen und langer Warteschlangen vor den Wahllokalen verlief die Abstimmung bisher friedlich. Knapp 14 Millionen Menschen sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Ghana gilt als ein demokratischer Musterstaat Afrikas.

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Nach Ablauf der Frist für den Rückkauf von Staatsanleihen durch den griechischen Staat ist noch immer unklar, ob Athen durch dieses Programm seine Schulden drastisch senken konnte. Bis Freitag 18.00 Uhr konnten Gläubiger erklären, ob sie die griechischen Staatsanleihen in ihrem Besitz an den griechischen Staat mit einem deutlichen Abschlag zurückverkaufen. Der Schuldenstand des Landes sollte damit um etwa 20 Milliarden Euro gedrückt werden. Diese Maßnahme soll die Euro-Finanzminister motivieren, bei einem Sondertreffen am 13. Dezember eine Hilfstranche von insgesamt 44 Milliarden Euro an Athen freizugeben.

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