1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

08.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

***

Der Super-Taifun "Haiyan" ist über die Philippinen hereingebrochen. "Haiyan" erreichte am Morgen die Ostküste. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben. Mehr als 680 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, wie die Behörde für Katastrophenschutz mitteilte. In der betroffenen Region fielen Strom und Telefone aus. Schulen und Behörden sind vorsorglich geschlossen. Der Flug- und Fährverkehr wurde in mehreren Provinzen eingestellt. Die Spitzenwindgeschwindigkeiten von "Haiyan" liegen nach Angaben des Wetterdienstes bei 275 Kilometern in der Stunde, weit über der Schwelle zur gefährlichsten Taifun-Kategorie. Damit gehöre er zu den vier stärksten jemals gemessenen Wirbelstürmen der Welt und sei der schwerste, der je auf Land getroffen sei, sagte der US-Meteorologe Jeff Masters.

***

In die Gespräche um eine friedliche Lösung des Streits um das iranische Atomprogramm kommt offenbar Bewegung. Für die zweite Gesprächsrunde reist auch US-Außenminister John Kerry nach Genf. Er wird dort mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif zusammenkommen. Sarif hatte dem US-Sender CNN gesagt, er halte eine Übereinkunft noch an diesem Freitag für möglich. Auch Vertreter der Europäischen Union und der USA bewerten die Gespräche als ernsthaft und substanziell. Man mache Fortschritte, sagte ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, die die Verhandlungen für die sogenannte 5+1-Gruppe führt. Dazu gehören die fünf Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrates, USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China sowie Deutschland. Westliche Staaten verdächtigen den Iran seit langem, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet das und beharrt auf seinem Recht der friedlichen Nutzung der Kernenergie.

***

Deutschland und Brasilien haben angesichts der Lauschangriffe durch US-amerikanische und britische Geheimdienste bei den Vereinten Nationen einen Resolutionsentwurf gegen Datenspionage vorgelegt. Darin werden die Staaten aufgefordert, auch im Internet das Menschenrecht auf Datenschutz zu respektieren. Die gleichen Rechte, die die Menschen offline hätten, müssten auch online geschützt werden, sagte der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig in New York. Die USA werden in dem Papier nicht namentlich genannt. Der Entwurf wird jetzt im zuständigen Ausschuss der UN-Vollversammlung beraten und soll noch in diesem Monat verabschiedet werden. Zahlreiche Staaten wie Österreich, Frankreich, Bolivien und Uruguay haben ihre Zustimmung signalisiert. Auch das kommunistische Nordkorea unterstützt die Resolution. Deutschland und Brasilien waren von den Ausspähungen besonders betroffen. Nach Dokumenten des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden wurden sowohl die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel vom US-Geheimdienst NSA über Jahre abgehört.

***

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sein Börsendebüt mit Bravour bestanden. Der Aktienkurs legte an der New Yorker Wall Street um mehr als 70 Prozent zu und stand bei Handelschluss bei 44,90 Dollar. Das vor sieben Jahren gegründete Unternehmen war auf einen Schlag rund 25 Milliarden Dollar wert, mehr als deutsche Schwergewichte wie der Energieriese RWE oder der Sportartikel-Konzern Adidas. Twitter hatte als Reaktion auf die große Nachfrage den Ausgabepreis von ursprünglich 17 auf 26 Dollar pro Aktie angehoben. Der Onlinedienst verkaufte zunächst 70 Millionen Anteilsscheine. Das Geld soll in das weitere Wachstum des Unternehmens gesteckt werden. Es war der zweitgrößte Internet-Börsengang nach Facebook und noch vor Google.

***

Der deutsche Exportüberschuss ist im September auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Der Wert der Exporte lag 20,4 Milliarden Euro über dem Wert der Importe. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war der bisher höchste Ausfuhrüberschuss im Juni 2008 mit 19,8 Milliarden Euro erzielt worden. Während die Exporte im September um 3,6 Prozent zum Vorjahresmonat auf 94,7 Milliarden zulegten, sanken die Importe um 0,3 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach deutschen Waren zog in allen wichtigen Regionen an. Am kräftigsten legten die Exporte in die EU-Länder zu. Das US-Finanzministerium hatte erst vor wenigen Tagen die Konzentration Deutschlands auf die Exportwirtschaft kritisiert.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema