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Nachrichten

08.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat einen eintägigen offiziellen Besuch in Deutschland begonnen. Bundespräsident Christian Wulff begrüßte den Gast aus Moskau mit militärischen Ehren. Anlass der Reise ist die Inbetriebnahme des ersten Strangs der deutsch-russischen Ostseepipeline. An der über 1200 Kilometer langen Verbindung mit dem Namen "Nord-Stream" war eineinhalb Jahre lang gebaut worden. Geplant ist, jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Gas vom russischen Wyborg über Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern ins deutsche Erdgasnetz zu liefern. Mehrheitseigner im Betreiberkonsortium ist der russische Gasriese Gazprom. Zu einer Feierstunde in Lubmin werden neben Medwedew und Bundeskanzlerin Angela Merkel auch der französische Ministerpräsident François Fillon, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte und EU-Energiekommissar Günther Oettinger erwartet.

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In Griechenland soll an diesem Dienstag die neue Übergangsregierung offiziell vorgestellt werden, auf die sich die Parteien nach zähen Verhandlungen geeinigt haben. Derzeit werden in Athen noch mehrere Nachfolgekandidaten für Ministerpräsident Giorgos Papandreou gehandelt. Das Übergangskabinett soll in den kommenden Monaten die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Griechenland die dringend benötigten Kreditzahlungen in Höhe von 130 Milliarden Euro erhält. Diese waren im Oktober von der EU und dem Internationalen Währungsfonds grundsätzlich zugesagt worden. Am 19. Februar sollen dann Parlamentsneuwahlen stattfinden.

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Die Eurozone macht die Auszahlung frischer Hilfsgelder für das hochverschuldete Griechenland davon abhängig, dass sich die künftige Übergangsregierung in Athen ausdrücklich zum eingeschlagenen Reform- und Sparkurs bekennt. Die beiden großen Koalitionsparteien müssten eine entsprechende schriftliche Erklärung abgeben, teilte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker nach einem Treffen der Finanzminister der Euro-Länder in Brüssel mit. EU-Währungskommissar Olli Rehn ergänzte, die sechste Hilfspaket-Tranche über acht Milliarden Euro könne dann voraussichtlich noch im November freigegeben werden. Bis zum Jahresende soll außerdem das zweite Hilfspaket für Griechenland stehen, das einen massiven Forderungsverzicht privater Gläubiger vorsieht. - Um andere Euro-Länder vor einer Ansteckung in der Schuldenkrise zu schützen, soll ab Dezember auch der Rettungsfonds EFSF mit einer größeren Schlagkraft versehen sein. Die grundlegenden Arbeiten an zwei sogeannten Finanzhebel-Modellen würden bis Ende November abgeschlossen, sagte Juncker.

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Das italienische Parlament entscheidet an diesem Dienstag über das weitere Schicksal des angeschlagenen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Zur Abstimmung steht bereits zum zweiten Mal der Rechenschaftsbericht 2010. Sollte Berlusconi auch dieses Votum verlieren, müsste er entweder sofort zurücktreten oder auf Anordnung von Präsident Guilio Napolitano die Vertrauensfrage stellen. Für den Fall, dass der 74-Jährige die Abstimmung noch einmal überstehen sollte, hat die Opposition in Rom ein neues Misstrauensvotum angekündigt. Italien hat - gemessen an der Wirtschaftsleistung - nach Griechenland den höchsten Schuldenstand in der Eurozone. Der zudem in mehrere Skandale verwickelte Berlusconi lehnt einen Rücktritt weiter ab, obwohl inzwischen auch mehrere Abgeordnete seiner Mitte-Rechts-Koalition ihm den Rücken gekehrt haben.

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Der frühere Leibarzt des verstorbenen Popstars Michael Jackson, Conrad Murray, ist wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden. Die zwölf Geschworenen gaben ihre Entscheidung nach sechswöchigem Prozess in Los Angeles bekannt. Murray nahm das Urteil regungslos zur Kenntnis. Ihm drohen bei der Urteilsverkündung am 29.November bis zu vier Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 58-Jährigen vorgeworfen, Jackson im Juni 2009 eine Überdosis eines Narkosemittels gespritzt zu haben. Der Kardiologe soll den Sänger dann unbeobachtet gelassen und damit seinen Tod mit verursacht haben.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Südwesten örtlich Regen oder Sprühregen. Am meisten Sonnenschein im Norden und Nordosten. Höchstwerte zwischen zehn Grad auf Rügen und 17 Grad im Berchtesgadener Land. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Mittwoch von Osten her Aufheiterungen und trocken. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen elf und 15 Grad.

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