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Nachrichten

08.10.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 12:35

Nachrichten von Mittwoch, 8. Oktober 2014 – langsam gesprochen als MP3

Tote bei Kurden-Protesten in der Türkei:

Bei Protesten gegen den Vormarsch der Terrormiliz "Islamischer Staat" auf die Kurdenbastion Kobane in Nordsyrien sind in der Türkei nach Medienangaben mindestens 14 Menschen getötet worden. Wie die Zeitung "Hürriyet" schrieb, seien zudem zahlreiche Menschen verletzt worden. In mehreren türkischen Provinzen sei eine Ausgangssperre verhängt worden. In Ankara habe die Polizei gegen Demonstranten Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt. Auch in Deutschland kam es in mehreren Städten zu Demonstrationen, die meistens friedlich verliefen. In Hamburg wurden jedoch bei Straßenschlachten zwischen Kurden und radikalen Muslimen mehrere Menschen verletzt. Die Einnahme von Kobane durch den IS scheint derweil nur noch eine Frage der Zeit. "Kobane ist dabei zu fallen", sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan vor syrischen Flüchtlingen. Die Luftunterstützung für die kurdischen Verteidiger reiche nicht aus, so Erdogan.

Fünf Menschen in Madrid wegen Ebolaverdacht in Quarantäne:

Nach dem ersten Ebola-Ansteckungsfall in Europa stehen nach spanischen Medienberichten inzwischen fünf Menschen unter Beobachtung in einer Madrider Klinik. Neben der an Ebola erkrankten Pflegehelferin und ihrem Ehemann ist demnach seit Dienstagabend eine weitere Krankenschwester mit leichtem Fieber zur Beobachtung in der Klinik Carlos III. Ein spanischer Ingenieur, der aus Nigeria gekommen sei und bei dem ein erster Test negativ ausgefallen sei, sowie eine weitere Krankenschwester liegen nach Medienangaben ebenfalls auf der Intensivstation. Bei ihr seien zwei Tests negativ geblieben.

Syrien soll Chemiewaffenanlagen verheimlicht haben:

Syrien soll nach Angaben eines westlichen Diplomaten vier Chemiewaffenanlagen besitzen, die es nicht zuvor den Vereinten Nationen (UN) gemeldet hat. Das berichtete der US-Sender CNN. Dem Diplomaten zufolge hat die UN-Gesandte zur Beaufsichtigung der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen, Sigrid Kaag, den UN-Sicherheitsrat über die Lage informiert. Drei der Anlagen dienten der Forschung und Entwicklung und eine der Produktion. Derzeit laufen Gespräche Syriens mit der internationalen Organisation zum Verbot von Chemiewaffen. Syrien hatte auf internationalen Druck eingewilligt, alle seine Chemiewaffen und die Produktionskapazitäten zu vernichten. Rund 600 Tonnen Vorprodukte des Giftgases Sarin sowie Senfgas waren auf einem US-Schiff im Mittelmeer vernichtet worden. Daraus resultierten unter anderem 400 Tonnen Senfgas-Reste, die in Deutschland entsorgt werden.

Ukraine bittet OSZE um 1500 Beobachter für Waffenruhe:

Zur Überwachung der brüchigen Waffenruhe in der Ostukraine sind aus Sicht der Führung in Kiew deutlich mehr Beobachter nötig. Präsident Petro Poroschenko bat die Botschafter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei einem Treffen, mindestens 1500 Mitarbeiter ins Konfliktgebiet zu schicken. Bislang war die OSZE mit rund 200 Beobachtern vertreten. Eine Ausweitung auf 500 ist angekündigt. Zudem sollen Drohnen zum Einsatz kommen. Zwei trafen am Montag in Kiew ein. Poroschenko zufolge soll die Lieferung von mindestens 29 unbemannten Fluggeräten bis zum 13. Oktober abgeschlossen sein.

Bahnstreik legt vor allem Regionalverkehr lahm :

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist beendet. Der neunstündige Ausstand führte vor allem im Nah- und Regionalverkehr zu erheblichen Einschränkungen. Betroffen seien unter anderem die S-Bahnen und der Regionalverkehr im Raum Hamburg, Berlin, Hannover, Köln, im Rhein-Main-Gebiet sowie in Nürnberg, Stuttgart und München, teilte die Deutsche Bahn mit. Darüber hinaus habe es im gesamten Bundesgebiet Verspätungen und Ausfälle im Fernverkehr gegeben. Die GDL verlangt im Tarifkonflikt unter anderem fünf Prozent mehr Lohn, die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 37 von 39 Stunden sowie bessere Schichtpläne. Die Bahn-Spitze schlug zuletzt vor, den Konflikt solange auszusetzen, bis das von der Regierung angekündigte Gesetz zur Regelung der Kompetenzen von Sparten- und Großgewerkschaften vorliegt. In der Zwischenzeit sollten die Lokführer zwei Prozent mehr Lohn erhalten. Dies hat die GDL abgelehnt.

Twitter verklagt US-Regierung wegen Geheimhaltungspflicht:

Der Onlinedienst Twitter hat die US-Regierung wegen der Geheimhaltungspflicht bei Datenabfragen der Geheimdienste verklagt. Die Auflagen der Regierung würden das Recht des Unternehmens auf freie Meinungsäußerung verletzen, teilte Twitter mit. Vize-Firmenchef Benjamin Lee schrieb in einem Blogeintrag, Twitter habe sich vergeblich um mehr Transparenz bei der Offenlegung der Datenüberwachung bemüht. Der US-Geheimdienst NSA greift in großem Stil Nutzerdaten von Internetfirmen wie Twitter ab, was erst durch Enthüllungen des früheren Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden ans Licht kam und weltweit für Empörung sorgte. Die Unternehmen betonen, gerichtlich zur Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten verpflichtet worden zu sein.

Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Pforten:

In Frankfurt am Main öffnet an diesem Mittwoch die weltgrößte Buchmesse ihre Pforten. Zu den ersten prominenten Besuchern gehört am Vormittag Bundespräsident Joachim Gauck, der zusammen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö einen Rundgang über die Messe machen wird. Finnland steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der Buchmesse, die bis zum Sonntag dauert. Bekannte Autoren wie Ken Follett und Paulo Coelho stellen am ersten Messetag ihre Bücher vor. Fachveranstaltungen beschäftigen sich etwa mit der Lage der Bibliotheken oder mit der Wiedervereinigung, zu den Teilnehmern gehört auch Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. Auf dem weltgrößten Branchentreff zeigen rund 7000 Aussteller aus 100 Ländern neue Bücher und digitale Anwendungen. Die Messe rechnet mit knapp 300.000 Besuchern. 1000 Autoren haben sich angekündigt.

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